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Der perfekte Monitor für Bildbearbeitung unter 250 €

Du suchst einen Monitor für Bildbearbeitung?

Klasse. Denn Fotografie funktioniert heute nicht mehr ohne Bildbearbeitung. Das ist ein Fakt, den ich in diesem Artikel über die Grundlagen der Fotografie in Schritt zwei schon einmal ausführlich beleuchtet hatte.

Doch wie fängst du mit der Bildbearbeitung an?  Was benötigst du, um deine Bilder bearbeiten zu können? Das will ich in diesem Artikel erklären. Legen wir los:

Bildbearbeitungs-Equipment

Für die Bildbearbeitung benötigst du außer deinem Computer mit Maus und Tastatur

Ein einigermaßen aktueller Computer ist vorteilhaft, denn Bildbearbeitung ist keine profane Schreibarbeit, wie du es von Word kennst. Vor allem der Speicher sollte nicht zu klein geraten sein und ein schneller Prozessor macht die Bildbearbeitung einfach viel schneller.

Ob du allerdings auf dem Mac oder unter Windows arbeitest, ist nebensächlich. Auch wenn ich selbst überzeugter Mac-Nutzer bin und viele sich dem Vorurteil hingeben, mit dem Mac geht Bildbearbeitung einfacher, besser oder schneller – das stimmt nicht! Obwohl … wenn die Arbeit mehr Spaß macht, wenn der Computer schöner ist und die Tastaturbedienung ergonomischer … arbeitet man dann nicht auch schneller? Egal, ich schweife ab … 🙂

In dieser Artikelserie möchte ich dir das o. g. Equipment vorstellen, damit du einfach perfekt bearbeitete Fotos erhältst. Und zwar ohne die Anfängerfehler, die du wahrscheinlich ohne diese Informationen machen würdest, so wie ich sie auch gemacht habe. Heute verrate ich dir, was einen guten Monitor für die Bildbearbeitung ausmacht, wie du ihn ergonomisch nutzt und welche empfehlenswert sind.

Doch bevor ich dir heute zu Beginn dieser Artikelserie die Kaufberatung zum Monitor liefere, lass mich dich noch auf ein paar Informationen zum Thema Farbraum hinweisen.

Monitor für Bildbearbeitung: Voraussetzungen

Kommen wir zuerst zu den technischen Eigenschaften, die ein Monitor erfüllen muss. Ich gehe dabei ausschließlich auf die für die Bildbearbeitung wichtigen Werte ein. Sind dir zusätzlich weitere Ausstattungsmerkmale wichtig (z. B. eingebaute Boxen oder USB-Anschlüsse), dann musst du dich  über diese Features woanders informieren.

Größe

Welche Größe du nutzt, entscheidet der Platz auf deinem Schreibtisch und dein Portemonnaie. Ich selbst und die meisten Fotografen, die ich kenne, nutzen Monitore zwischen 24 und 27 Zoll. Von einem “normalen” Betrachtungsabstand kannst du so mit einem Blick den gesamten Monitor überblicken. Es gibt nichts Nervigeres, als bei einem zu großen Bildschirm ständig den Kopf von links nach rechts drehen zu müssen.

Für mich sind also 24 Zoll perfekt – und das schon seit über 20 Jahren.

Auflösung

Je höher die Auflösung, umso kleiner werden die Programm-Bestandteile der Software. Du hast dann also mehr Platz für das Bild zur Verfügung, weil Paletten, Werkzeuge und Programmleisten kleiner dargestellt werden. Wählst du aber eine zu hohe Auflösung, werden diese zu klein und du kannst nicht mehr erkennen, wo du gerade hin klickst. Auch die Beschriftung des Programms wird dann nahezu unlesbar.

Die Auflösung muss also zur Größe des Monitors passen. Ich empfehle

  • 24 Zoll: Full HD = 1920 x 1080 Pixel.
  • 27 Zoll: Full HD oder höher, wie z. B. WQHD = 2560 x 1440 px
  • größere Monitore dürfen bis zu 4K auflösen = 3840 x 2160 px. Diese halten auch für 4k-Videomaterial her, falls deine Kamera das kann und dein Rechner schnell ist.

Farbraum

Hast du den Artikel über Farbräume gelesen? Dann weißt du ja jetzt, dass es den Adobe-RGB- und den sRGB-Farbraum gibt. Als Profi suchst du dir einen Monitor für die Bildbearbeitung, der den Adobe-RGB-Farbraum möglichst zu 100 % abdeckt. Diese Monitore sind sehr teuer. Als Amateur willst du dir daher einen Monitor mit möglichst vollständiger Abdeckung des sRGB-Farbraums suchen.

Mein Tipp bei der Suche: Ein Hersteller, der einen der beiden Farbräume zu 100 % oder ähnlich gut abdeckt, der platzt nur so vor Stolz und schreibt es dazu. Steht es nicht in der Artikelbeschreibung, kannst du davon ausgehen, dass der Monitor irgendwelche Farben anzeigt – und sicherlich keine definierte Abdeckung eines bestimmten Farbraums mitbringt. Das müssen dann keine schlechten Geräte sein, zum Zocken oder Filme anschauen können sie durchaus passabel sein. Aber für einen Fotografen ist das nichts.

Helligkeit und Kontrast

Die Helligkeit des Monitors spielt ebenfalls eine nicht unwichtige Rolle. Wenn du deine Bildbearbeitung in einem sehr hellen Raum erledigst, muss dein Monitor mit seiner Helligkeit dagegenhalten. Aber wenn du weiterliest, wirst du sehen, dass du gar nicht in einem solch hellen Raum arbeiten solltest. 200 bis 250 cd/qm sollten es aber dennoch auf jeden Fall sein.

Beim Kontrast ist es wichtig, dass der Monitor genug davon wiedergeben kann. Dabei ist nicht der dynamische Kontrast gemeint – das ist Geschwurbel der Hersteller und nur beim Filme gucken eine beachtungswürdige Größe. Viel wichtiger ist das typische Kontrastverhältnis. Aktuelle Monitore schaffen locker 1000 : 1, je höher desto besser.

Panel

Viele der o. g. Punkte finden sich in dem richtigen Panel wieder. Das ist das Herz des Monitors, also die “Mattscheibe”. Es gibt verschiedene Technologien, ich kann dir aber nur eine Panel-Art empfehlen: IPS. Wenn das dann noch matt ist, bist du voll auf Fotografenkurs.

Denn die tollen, hochglänzend spiegelnden Panels, die gerne in Laptops eingebaut werden, sind eigentlich völlig ungeeignet für die Bildbearbeitung. Denn sie spiegeln Farben aus der Umgebung und verpassen deinen Fotos ungewollte Farbstiche. Nicht gut, gar nicht gut!

IPS-Panel sind auch sehr blickwinkelunabhängig zu nutzen. Sie zeigen das Bild aus allen Richtungen gleich an. Vorbei die Zeiten, als Fotos immer dann, wenn du leicht von der Seite drauf geschaut hast, anders aussahen.

Recherche und Ergonomie:

Deine erste Anlaufstelle für Recherchen zum Thema Monitore sollte Prad sein. Dort findest du massenhaft ausführliche Tests verschiedenster Monitore.

Und hier noch ein paar Regeln für eine möglichst entspannt-ergonomische Arbeit mit deinem neuen Monitor:

  1. Stell den Monitor am besten so auf, dass kein direktes Licht auf das Bild fällt.
  2. Sorge für eine gleichmäßige, weiche Beleuchtung im Raum. Direktes Sonnenlicht ist partiell so hell, dass es dich blenden würde. Dann schließen sich deine Pupillen und das Foto erscheint dunkler. Das würdest du in der Bildbearbeitung ausgleichen – und das Foto wäre zu hell. Im Zweifel zieh die Vorhänge zu oder schließe etwas die Rollläden.
  3. Auch abends machst du Licht an, damit der hohe Kontrast gemildert wird. Beachte Regel 1 und 2 auch dann.
  4. Wenn möglich, halte die Wand gegenüber vom Monitorbild möglichst neutral schwarz, weiß oder grau. Knallige Farben könnten auf das Monitorbild reflektiert werden und so einen Farbstich ergeben. Vor allem die spiegelnden Monitore.
  5. Die Oberkante des Monitors sollte sich auf Höhe deiner Augen befinden. So kannst du entspannt leicht nach unten sehen – sehr natürlich und dadurch ergonomisch.

 

Monitor für Bildbearbeitung: Meine Empfehlung

Letztens war es mal wieder so weit: ein neuer Monitor musste her. Mein Alter dient nun als Monitor zum Scannen von Negativen an einem eigens dafür eingerichteten Arbeitsplatz. Ich fotografiere seit Monaten wieder für künstlerische Projekte analog mit meiner Sinar auf Film … aber das ist eine andere Geschichte.

Weil ich so viel mit Hobbyfotografen arbeite und Kurse gebe, wollte ich sehen, was ich für dich und die anderen rausholen konnte.

Also habe ich mir diesmal keinen super geilen Profimonitor von Eizo gekauft. Das ist DER Hersteller für Monitore für professionelle Bildbearbeiter. Ich wollte für dich und die anderen einen unglaublich guten und trotzdem preiswerten Monitor finden.

Und das habe ich geschafft!! 🙂

Tadaaaa ……… der ultimative Fotografen-Monitor für deutlich unter 3oo € ist der …

Viewsonic VP2468

  • sRGB-Farbabdeckung von 99%
  • 14-Bit-LUT, die glattere Farbübergange vor allem in dunklen Bildbereichen liefert
  • hardwarekalibrierbar
  • mit Kalibrierfunktion und werkskalibriert
  • 60,5 cm (24 Zoll), Full-HD
  • IPS-Panel
  • Flicker-Free-Technologie für flimmerfreie Bilder
  • Höhenverstellbar, USB Hub, viele Anschlussmöglichkeiten
  • Preis: unter 250 € (September 2018)

Werkskalibrierung und Hardwarekalibrierung

Was mich sehr skeptisch stimmte vor dem Kauf war die Angabe, dass dieser Monitor werkskalibriert sein soll. So ein Aufwand bei dem Preis? Konnte das seriös sein? Ich war sehr skeptisch!!! Das kenne ich doch nur von Eizo & Co.

Nach dem Auspacken fiel mir ein Bericht der Werkskalibrierung in die Hand. Sah gut aus. Doch waren das nur Zahlen auf Papier?

Also habe ich sofort mein Farbkolorimeter ausgepackt und angeschlossen.

Und dann hat es mich wirklich umgehauen: Mein Kolorimeter bietet die Möglichkeit, vor dem eigentlichen Kalibrierprozess das Gamma und die Weißpunkt-Qualität zu messen. In Umgangssprache übersetzt also Gesamthelligkeit und die Farbtemperatur des Monitors. Ich war baff: Konnte das sein? Ich habe dreimal neu angefangen, aber immer kamen perfekte Ausgangswerte dabei heraus!

Es blieb dabei, die Gesamthelligkeit war perfekt voreingestellt und ein Farbstich war – auch messtechnisch – praktisch nicht vorhanden. Die Farbtemperatur war also vom Werk aus super eingestellt. 🙂

 

Nach der Werkskalibrierung war der Monitor perfekt eingestellt: 2,21 statt des geforderten Sollwerts von 2,2. Ein Unterschied, der völlig zu vernachlässigen ist!

 

Auch die Farbigkeit wies eine extrem geringe Abweichung vom Sollwert 6500 Kelvin auf.

Das sind perfekte Ausgangswerte für die Kalibrierung per Kolorimeter.

Bei allen anderen bisher von mir gekauften Monitoren musste ich erst eine langwierige Hardwarekalibrierung voranstellen. Dazu packe ich das Farbkolorimeter auf den Monitor, damit es die Ist-Werte von Gamma und Farbtemperatur messen kann. Dann stelle ich am OSD-Menü des Monitors – also an der Hardware – die Regler für Gamma sowie den Rot-, Grün- und Blaukanal so ein, dass die Ist-Werte möglichst nahe an die Sollwerte herankommen. Das ist manchmal ganz schön fummelig.

Aber die Mühe lohnt: Wenn die Hardware schon mal möglichst nahe an die Soll-Werte herankommt, muss die Softwarekalibrierung per Farbkolorimeter nur noch die letzten Kleinigkeiten richten. Das ist dann genauer und weniger “brutal” für die Grafikkarte. Denn am Ende muss sie mit dem erstellten ICC-Profil die Differenz des Monitorbildes zwischen Soll- und Ist-Werten hinbiegen.

Also habe ich für die verbliebenen Reste an Ungenauigkeiten meine Softwarekalibrierung erledigt, schließlich bin ich ja Profi und hatte das Kolorimeter schon mal ausgepackt. 🙂

Monitor für Bildbearbeitung: Fazit

Unglaublich, wie perfekt dieser Monitor für das wenige Geld ist!!!

Der Viewsonic VP2468 ist DER Monitor für Hobbyfotografen: Unglaublich günstig bei super Leistung.

Ich behaupte mal, dass kein Amateur mehr braucht.

Profis ja, die haben manchmal andere Ansprüche, aber wenn du Hobbyfotograf bist oder Profi, der für Privatkunden arbeitet, wirst du mit diesem Monitor glücklich werden – ich bin es auch! 🙂

Mein Urteil: Kaufen – ohne Einschränkungen! 🙂

 

Und? Was sagst du? Hast du schon einen guten Monitor für die Bildbearbeitung? Oder brauchst du noch einen? Oder willst du dein Laptop endlich mal mit einem guten Monitor pimpen?
Hinterlass jetzt deine Meinung oder deine Fragen im Kommentar, ich freue mich darauf! 🙂

 

41 Kommentare

  1. Andy

    Hallo Karsten !
    Welchen Monitor verwendest du denn , wenn du schreibst „Mac User“ und „seit 20 Jahren einen 24 Zöller“ ?

    Grüße,
    Andy

    • Achso, ja das ist vielleicht etwas missverständlich. Ich nutze seit 20 Jahren “den” Mac, aber natürlich verschiedene Geräte. Angefangen hat es mit dem Cube, derzeit ist ein MacBookPro im Einsatz. In der Zeit hatte ich mehrere Monitore, etwa alle 4 – 5 Jahre tausche ich die aus, weil Monitore ja veraltern.

  2. Andy

    Danke für die Info. Da für meine Frau ein neuer Rechner ansteht, weiß uch schon, welchen Monitor ich ihr dazu Kaufe.

  3. Rudolf Günter

    Danke Herr Kettermann, für diese tolle Empfehlung. Werde den Monitor wahrscheinlich kaufen .Mein einige Jahre alter Samsung – Monitor, seinerzeit deutlich teurer, kommt dann ins Büro für die Textverarbeitung.
    Freundliche Grüße aus Aachen
    R. Günter

    • Dafür wird er reichen. Gern geschehen. 🙂

  4. Barbara

    Also das ist wirklich eine mich sehr überzeugende Kaufempfehlung. Gibt’s einen affiliate Link? Ich bin zu allem bereit!
    Barbara

    • Die Amazon-Links sind Affiliatelinks. 🙂

  5. Silke

    Ein toller Tipp! Vielen Dank dafür.
    Sag mal, ich habe bei den Produktfotos gesehen, das man den auch hochkant stellen kann. Nutzt Du das, wenn Du Hochkantfotos bearbeitest? Ich hab da noch nie dran gedacht – kann das mit meinem auch gar nicht, aber wäre interessant zu wissen, denn ein neuer Monitor könnte hier auch mal langsam hin 🙂

    • Nö, das nutze ich nicht. Denn die Flächen der Software sind ja links und rechts. Die würden dort bleiben. Dann wäre von dem Hochkantfoto noch weniger sichtbar.

  6. Peter Koenig

    Sehr guter Artikel.

    Wenn nötig , welche Hardware Kalibrierung ( Gerät ) wird hierzu, für einen Hobby-Fotografen, vorgeschlagen; nicht mehr als unbedingt nötig und einfachst zu handhaben?

    Gruss PeKo

    • Warte ne Woche, dann kommt der entsprechende Artikel dazu.

  7. Gerhard Rebber

    Moooin Karsten!
    Besten Dank für Deinen SEHR hilfreichen Artikel. Ich bin WIEDER völlig begeistert. Du hast mir wiederholt sehr, sehr gut beratend zur Seite gestanden, so auch mit diesem Beitrag. Herzlichen Dank für Deine Mühen.

  8. Stappen Jörg

    Hallo Karsten,

    Vielen Dank für den tollen Betrag. Da ich eh vor hatte, einen Monitor kaufen will, wird es sehr wahrscheinlich genau dieser sein. Gibt es auch Empfehlung für einen Desktop? Den brauche ich auch neu 😊.

    Liebe Grüße
    Jörg

    • Gerne, Jörg. 🙂
      Einen Desktop? Den Schreibtisch dazu musst du schon selbst aussuchen.

  9. Markus

    Hallo Karsten,

    Toller Artikel. Werde mich mit dem Thema jetzt mal genauer beschäftigen. Wir haben zwar einen Datacolor Spyder zum Kalibrieren, aber unser Monitor ist schon ziemlich alt.

    • Dann denk drüber nach, Monitore altern. Vor allem, wenn sie viele Stunden auf der Mattscheibe haben.

  10. Maike

    Hallo Karsten!

    Dein Artikel kommt wie gerufen! Gehöre ich doch zu den Leuten, die daran verzweifeln, dass sich die Oberfläche des Laptops spiegelt und die Farben sich ständig zu verändern scheinen. Bei mir führt das dazu, dass ich mich immer wieder mit den eigentlich schon bearbeiteten Bildern beschäftige…
    Ich entnehme Deinem Artikel, dass ich (m)einen Laptop ohne Probleme an diesen bzw. einen Monitor anschließen kann? Habe davon leider keine Ahnung.
    Wenn ja, dann muss nur noch das Geld her… 🙂
    Danke für den aufschlussreichen Artikel!
    Einen schönen Sonntag,

    Maike

    • Den Monitor kannst du anschließen, wenn du einen Anschluss dafür hast. Irgendein Kabel zwischen Rechner und Monitor muss schon sein. Kann ich natürlich von hier nicht wissen…
      Ansonsten: Gern geschehen! 🙂

  11. Jochen Fuchs

    Hallo Karsten,

    vielen Dank für den Tipp!

    Allerdings habe ich einen Datacolor Spyder. In der Beschreibung des Monitors ist folgendes genannt:
    “Hardwarekalibrierungsfunktion funktioniert mit X-rite CS-XRi1, I1 Display pro, I1 pro2 Kalibrierung.”

    Datacolor schreibt mir dazu folgendes:
    “Sehr geehrter Herr Fuchs, vielen Dank für ihre Anfrage, welche ich leider verneinen muss. Der Viewsonic VP2468 ist eine Kooperation mit dem Hersteller der anderen Messgeräte. Deshalb gibt es mit diesem Monitor nur die eingeschränkte Kompatibilität.

    Bitte zögern Sie nicht uns erneut zu kontaktieren, sollten noch weitere Fragen auftauchen.”

    Damit würde der Monitor für mich ausscheiden. Oder ist dir das Problem schon begegnet und es funktioniert vielleicht doch…irgendwie?

    Viele Grüße

    Jochen Fuchs

    • Wahrscheinlich hast du gefragt, ob der Monitor mit dem Spyder hardwarekalibrierbar ist, oder? Ist klar, dass er das nicht ist – Viewsonic hat ja auch genaue Angaben dazu gemacht, mit welchem Gerät das geht.

      Doch die Softwarekalibrierung mit dem Spyder funktioniert natürlich!!! 🙂

      Dazu installierst du die Spyder-Software und machst die Kalibrierung wie bei jedem anderen Monitor auch. Das ICC-Profil wird dann von der Software auf die Grafikkarte geladen und das Monitorbild um den Unterschied zwischen Soll und Ist korrigiert.

      Bei der Harsdwarekalibration würde die Grafikkarte umgangen und das Profil vom Monitor angewendet werden. Was du siehst, ist in beiden Fällen also ein identisches Monitorbild. Den Monitor kannst du also bedenkenlos kaufen. 🙂

      Warum Datacolor so eine ungeschickte Antwort gibt und dir dies nicht direkt verrät, kann dir wahrscheinlich nur der Praktikant beantworten, der dir die Antwort geschrieben hat! 😉

  12. Hallo Karsten,
    vielen Dank für den Tipp, kam genau richtig, habe ihn gerade eben bestellt. ;))
    Lieben Gruß
    Micha

    • Wunderbar, ich wünsche viel Spaß mit dem Monitor! 🙂

  13. Stephanie Irmler

    Hallo Karsten,
    sehr wertvoller Tip, da ich mir in Kürze einen neuen Monitor anschaffen werde. Bei meiner Recherche bin ich auf den Eizo FlexScan EV2450-BK 24 Zoll gestoßen. An Hand der Testberichte wollte ich diesen kaufen. Mit deiner Empfehlung habe ich nun zwei Geräte zur Auswahl.
    Kannst du mit helfen für welches ich mich entscheiden sollte?

    • Ich finde keine Angaben zur Abdeckung des sRGB-Farbraums. Dann hat er die nicht – sonst stünde es da! Außerdem ist die 10-Bit-LUT sehr viel schlechter, als die 14-Bit-LUT des Viewsoniv. Dieser Eizo trägt einen guten Namen, ist aber nur für Bürokram geeignet.

  14. Stephanie Irmler

    Hallo Karsten,

    danke Dir für die hilfreiche Aussage.

  15. Ursula Gorgels

    Hallo Karsten,

    da ich bisher ohnehin einen ca. 6 Jahre alten 19″ Monitor hatte, habe ich auf Deine Empfehlung hin den ViewSonic 2468 gekauft. Danke für die Empfehlung.
    Bisher habe ich an dem alten Monitor 2 Rechner betrieben. Mit einem Bedienknopf an der Vorderseite des Rahmens konnte ich zwischen beiden Rechnern hin- und herschalten.
    Weißt Du, ob ich an dem neuen Monitor weiterhin 2 Rechner betreiben kann oder kannst Du mir eine Anlaufstelle für meine Frage nennen?

    Für Deine Mühe Vorab scon mal vielen Dank.

    Ich wünsche einen schönen Feiertag

    Viele Grüße

    • Wenn du die Rechner abwechselnd hochfährst, kannst du das sicherlich einfach durch die Nutzung verschiedener Eingänge am Monitor lösen.
      Im laufenden Betrieb wird das aber sicherlich nur gehen, wenn du über das OSD den jeweiligen Eingang manuell wählst. Das sollte auch mit dem Viewsonic gehen. Am besten testen! 🙂

  16. Ursula Gorgels

    Hallo Karsten,

    vielen Dank für die schnelle Antwort – ich teste dann mal

    Viele Grüße

  17. Dominik

    was wäre mit dem BenQ PD2700Q ?

    Laut Amazon nicht die beste Kundenrezessionen aber laut Tech.-Daten
    ähnlich Top wie der Viewsonic allerding 27-Zoll und daher auch mehr Auflösung…

    Was hälst du davon?

    • Sieh mal genau hin: Den Viewsonic gibt es in verschiedenen Größen, bis hin zu 38 Zoll.

      Zu anderen Monitoren kann und will ich nichts sagen. Einen guten Monitor zu finden ist viel Arbeit. Und wenn ich dir jetzt antworte, habe ich bald Hans und Franz an der Backe, die bei mir 1000 andere Monitore abfragen. Neneee, lass mal! 😉

  18. Hallöchen. Danke für dieses tolle Review! 🙂

    Ich habe mir daraufhin mehr oder weniger blind diesen Monitor bestellt und voller Vorfreude heute erhalten und direkt angeschlossen. Ich hatte zuvor einen alten LG Monitor der schon ein Jahrzehnt aufm Buckel hat. Ich habe beide Monitore angeschlossen um einen direkten Vergleich zu haben.

    Und was soll ich sagen? Der Unterschied schien mir quasi direkt ins Gesicht. Ich habe zuerst mal ein weißes Bild bei Google gesucht und verglichen. Auf meinem alten Monitor erschien mir das weiß mehr gelblich. Auf den neuen Viewsonic hatte ich ein weißes Bild. Danach habe ich mal ein 1080p Film angemacht und auch hier hatte ich schöne satte Farben – doch dann kam unerwartend etwas negatives was ich zuvor nicht wusste – IPS Glow. Ich habe an der unteren Bildrandmitte starke helle Flecken. Ich erinnerte mich an eine Amazon Rezension, wo auch geschrieben wird das der Monitor für dunkle Fotos aufgrund des starken Glow Effekts nicht geeignet sei. Habe dann ein wenig gegooglet und gesehen das dieses auch bei teuren anderen Prodkuten auftritt. Bei mir ist es aber kein sanftes Glowing sondern es sind helle sowie dunkle Flecken. Ich habe mir jetzt einfach noch einmal das selbe Produkt bestellt und werde vergleichen. Vielleicht habe ich ein schlechtes Modell erwischt oder gar ein Retour Produkt, da der Aufkleber der die Verpackung “versiegelt” nicht mehr richtig dran war.

    Achso, auf welche Einstellung sollte man den Monitor stellen? Auf REC709 habe ich ein schönes helles kontrastreiches Bild. Auf sRGB wirkt alles etwas dunkler und flauer.

    Liebe Grüße, Sebastian

    • Hallo Sebastian,
      das ist ja doof it diesem Effekt. :-/ Ich habe damit keine Probleme. Bin gespannt, was der nächster Monitor bringt …
      Ich habe meinen auf sRGB gestellt. Denn ich will ja Bildbearbeitung machen. Damit muss ich mich dann den Vorgaben unterwerfen, deren Einhaltung zwingend nötig ist, um an die “Standardfarben” zu kommen.
      Sonst werden die Farben irgendwie angezeigt. Selbst wenn das visuell für deinen Geschmack besser aussieht – das geht nicht zusammen mit Bildbearbeitung! 🙂

  19. Dennis

    Hallo Karsten,

    Vielen Dank für den Artikel. Ich war eigentlich schon fest entschlossen mir diesen Monitor zu bestellen. Dann habe ich in verschiedenen Quellen über diesen IPS-Glow-Effekt gelesen und nun bin ich etwas skeptisch geworden. Du schreibst, Du hättest keine Probleme damit? Weil Dein Monitor kein IPS-Glow hat oder er hat ihn, und Du hast keine Probleme damit, weil es Dich nicht stört?

    • Du kannst dir sicher sein: Wenn es etwas Störendes zwischen mit und meinen Fotos gäbe, würde ich das merken!!!

      Ich habe nochmal recherchiert und diesen Artikel gefunden. Bitte komplett lesen!
      Besonders hervorheben möchte ich diese Zitate, die die Praxisrelevanz des Themas zeigen:

      Hier sei allerdings explizit gesagt, dass viele Gamer und andere Bildschirmarbeiter den Effekt im Alltag so gut wie nie sehen. Das liegt zum einen daran, dass er nur bei bestimmten Blickwinkeln auftritt, zum anderen aber auch daran, dass moderne IPS-Monitore wie der Asus MG248Q oder der Asus ROG Swift PG279Q den IPS-Glow-Effekt durch eine effiziente Bauweise nahezu komplett eliminieren.
      Viele Nutzer nehmen IPS Glow im Alltag gar nicht wahr.
      Generell macht sich das nervige IPS-Glow in aller Regel ohnehin nur dann bemerkbar, wenn Ihr besonders nah an den Monitor heranrückt – im normalen Gaming- und Office-Alltag dürfte Euch das Problem hingegen praktisch gar nicht auffallen.

      In der Praxis kann es durchaus sein, dass Euer Monitor seit Jahren unter starkem Backlight-Bleeding leidet – und Ihr davon bis heute nichts bemerkt habt. In vielen Situationen ist der negative Effekt nämlich selbst bei starker Ausprägung nicht sichtbar. Das gilt zum Beispiel dann, wenn Ihr helle Bildhinhalte auf dem Schirm habt, also beispielsweise Webseiten, Spiele mit eher „freundlicher“ Grafik oder eine klassische Textverarbeitung wie Word.

      Ich habe mir auch das Video angesehen: Nichts zu sehen!
      Dabei ist mir aber ein Gedanke gekommen bzw. etwas aufgefallen: Der Einfluss von Reflexionen aus dem Raum scheint ebenfalls ein nicht zu unterschätzendes Problemchen zu sein! 🙂

      Also mach dir nicht zu viele Gedanken. Oder kauf, was du willst, meine Kaufempfehlung kannst du auch getrost vergessen – wer was finden will, findet immer etwas! 🙂

  20. Dennis

    Hallo Karsten,

    Vielen Dank für die Lektüre! Bin nun etwas schlauer geworden.

    Ne, ne, den Monitor hole ich mir. Den Schuldigen habe ich ja bereits, falls etwas nicht in Ordnung ist. Dann schaue ich hier noch mal vorbei, um etwas Dampf abzulassen (Spaß natürlich) 😉

  21. Silvia

    Hallo Karsten,
    vielen Dank für deine ganzen Hinweise, zum Monitor für die Bildverarbeitung. Kleiner Tipp für alle, heute gibt es diesen Monitor für unter 190 Euro (gleiche Verlinkung wie oben).
    VG Silvia

    • DAS schreib ich doch gleich mal in einen Newsletter. Danke für den Hinweis! 🙂

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