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Fotografieren lernen (4/4): Konzeptionelle bzw. künstlerische Fotografie

Künstlerische Fotografie ist nicht besser als professionelle Fotografie, sondern lediglich anders.

Fotografie für einen Zweck

In den Anfangstagen der Fotografie verfolgte ein Foto immer einen bestimmten Zweck. Sehr populär: Man ließ sich mit seinen Lieben fotografieren und konnte sie im Handtaschenformat sehr realistisch bei sich tragen. Das war praktischer als die ollen, unhandlichen Ölschinken. 😉

Seit damals war Fotografie eigentlich immer vorrangig für einen bestimmten Zweck produziert worden:

  • Porträts wurden erstellt, um die Personen langfristig – zumindest optisch – am Leben zu erhalten.
  • Blümchen wurden fotografiert, um die Schönheit der Natur zu zeigen.
  • Landschaften wurden zu Sinnbildern der Schöpfung Gottes hochstilisiert und
  • Sportfotografien fristeten ihr Dasein in den Sportseiten der Tageszeitung.

Immer dieser Zweck! :-/

Die unteren Etagen im Haus der Fotografie

Ein Foto aus meiner Diplomserie “Quo vadis”.

In meiner Artikelreihe über das Fotografieren lernen (starte hier) hast du erfahren können, welches die unteren “Etagen” der Fotografie sind. In all diesen Etagen erstellst du Fotos, um sie für einen bestimmten Zweck zu verwenden. Das kann auf ganz verschiedenen Ebenen passieren, anders gesagt auf völlig unterschiedliche Art und Weise.

  1. Ebene: Jedes Motiv kann mit sehr einfachen technischen Mitteln und ohne jegliche Kenntnisse des Fotografen fotografiert, ähhhh … geknipst werden. Dabei entstehen manchmal zufällig schöne Fotos, doch in den meisten Fällen sind sie auch einfach eher mittelmäßig bis schlecht.
  2. Ebene: Wenn der Fotograf mehr weiß, gute Technik einsetzt und er sich etwas mehr Arbeit macht, kann er ein sehr gutes Foto schaffen.
  3. Ebene: Ist die Qualität des Fotos besonders herausragend, nennen das dann viele “professionell”.

In meinen Artikeln hatte ich schon über die Beletage gesprochen, in der du die Fotos der 2. und 3. Ebene produzierst. Doch es geht höher: Über der Beletage befindet sich das Penthouse.

Ich sagte es schon, da kommt nicht jeder hin.

Was sind also die Kriterien, um überhaupt dort hin zu gelangen? Und willst du das überhaupt?

 

Das Penthouse

Im Penthouse wird zumindest konzeptionell, meist künstlerisch gearbeitet.

Hattest du etwa gedacht, dass da “noch besser” fotografiert wird? Falsch! Da fotografiert man anders.

In meinem Diplom ging es um Begegnungen zwischen Menschen. Und wie diese durch Menschen oft verhindert werden.

Die konzeptionelle/künstlerische Fotografie visualisiert abstrakte Ideen. Das können zum Beispiel gesellschaftskritische Aussagen, persönliche Beobachtungen des Fotografen oder auch politische Statements sein.

Ein solches Foto sollte eine starke Wirkung ausüben und den Blick des Betrachters fesseln. Wenn dann das Konzept hinter dem Bild noch schnell erfasst werden kann und allgemein verständlich ist, dann hast du als Fotograf alles richtig gemacht.

Konzeptionelle/künstlerische Fotografie muss nicht zwingend einem bestimmten Zweck dienen. Du erstellst solche Fotos einfach nur, weil du es kannst. Und, weil du vielleicht noch das Bedürfnis hast, deine Meinung in Fotos auszudrücken.

Und jetzt merkst du schon relativ schnell, dass diese Art zu fotografieren nicht mehr unbedingt etwas mit den Fotos zu tun hat, die der Hobbyfotograf so fotografiert. (Dazu unten mehr)

Das Kriterium ist aber auch nicht die berufliche Tätigkeit als Fotoprofi!

  • Viele Profifotografen machen ihr Leben lang nur Fotos, die einem bestimmten Zweck dienen. Denken wir dabei etwa an das Porträtstudio um die Ecke, wo von morgens bis abends viele Passbilder und manchmal auch ein Porträt zum Verschenken gemacht wird. Solche Fotografen arbeiten manchmal ihr Leben lang nicht konzeptionell!
  • Es gibt aber auch Profis, in deren Ausbildung sich fast alles nur darum dreht: Im Rahmen meines Design-Studiums an der FH Dortmund studierte ich die Fächer Gestaltungslehre, Fotografie/Film, Foto/Film-Design, Konzeption & Entwurf, Typografie, Fototechnik, Sach- und Prozessdarstellung, Fotografik, Kunstwissenschaft, Experimentelles Gestalten, Ausstellungsdesign, Bildanalyse und Kommunikationssoziologie und -psychologie. Danach war ich dann fit für konzeptionelle Fotografie. 🙂

 

Konzeptionelle bzw. künstlerische Fotografie

Ich stelle nochmal klar: Du musst nicht in diesem Bereich fotografieren. Doch wenn du willst, dann wird es für dich Zeit für das Penthouse.

Eben weil dieser Bereich durchaus mehr vom Fotografen verlangt, als die Anwendung allgemeiner Gestaltungsregeln und die perfekte Beherrschung der Fototechnik, haben viele zu Beginn sehr viel Respekt vor diesem Genre. Gerade auch, weil es manchmal etwas abstrakt zugeht. Doch auch hier kannst du erfolgreich starten, wenn du es Schritt für Schritt angehst.

Die Idee zu meiner Diplomserie kam mir, als eine Nachbarin – wieder mal – ihren Kopf zur Seite drehte, als wir uns auf dem Bürgersteig begegneten.

Am Anfang steht natürlich die Idee, die du erst mal finden musst. Diese Idee setzt du dann mit allen dir zur Verfügung stehenden Mitteln um und verzichtest dabei auf jegliche Ablenkung. Denn alles, was ablenkt, macht das Bild komplizierter und die Aussage undeutlicher. Dadurch kann die Aussage nicht so schnell verstanden werden.

Die besten konzeptionellen Fotos werden einfach umgesetzt und stellen trotzdem komplexe Ideen da. Eine aufwendige Nachbearbeitung ist oft nicht nötig, manchmal aber schon. Doch eines steht fest: am Ende zählen nicht deine technischen Fertigkeiten, sondern vielmehr dein Einfallsreichtum und deine Fähigkeit den Betrachter mit einem vermeintlich einfachen, aber symbolträchtigen Foto zu fesseln.

Originalität zählt. Also sei einfallsreich und vermeide Klischees!

Über Klischees

Ein Beispiel für solche Klischees: Schließ mal deine Augen und stell dir

  • rostige Fahrräder in Amsterdam
  • ein Sonnenuntergang am Meer oder
  • schöne Blümchen in Nahaufnahme

vor.

….

Nun öffne wieder deine Augen!

Sei ehrlich: Als du diese Zeilen gerade gelesen hast, hattest du doch direkt Fotos vor deinem geistigen Auge, oder?

Aber wenn nun jeder von uns schon solche Fotos im Kopf hat, wenn er nur darüber liest, warum sollten wir dann diese Fotos nochmal fotografieren?

Solange du mit deinen Fotos einen gewissen Zweck verfolgst, ist das natürlich völlig legitim. Doch in der konzeptionellen/künstlerischen Fotografie geht es um etwas anderes. Hier geht es darum etwas Eigenes zu schaffen.

Vielleicht besteht dein Konzept auch weniger darin, eine besondere Idee zu verfolgen. Und statt dessen “nur” eine bestimmte Sorte von Motiven zu fotografieren. Gerade die Arbeiten von Bernd und Hilla Becher zeigen sehr gut diese Art von Konzeption.

Du siehst, es gibt verschiedenste Ansätze, konzeptionell oder künstlerisch zu fotografieren.

Egal, was du fotografierst:

  • Konzeptionelle/künstlerische Fotografie ist geplant und sorgfältig durchgeführt.
  • Du nutzt bestmögliche Bedingungen und im Idealfall weißt du schon im Voraus, wie das Bild am Ende aussehen soll.
  • Kurz gesagt, du brauchst eine Vision vom fertigen Foto!
Im Studium musste ich 600 DM Materialkosten im Monat aufbringen. Also hatte ich auch nicht die Kohle für solche großen Drucke. In der Diplomprüfung musste ich aber zeigen, wie ich die Präsentation plane. Also habe ich meinen Professoren per Bildmontage gezeigt, wie ich mir das vorstelle.

Und damit kommen wir wieder zu diesem Wörtchen – “professionell”.

Denn eine gewisse Professionalität in der Ausführung sorgt natürlich dafür, dass du überhaupt in der Lage bist, konzeptionell oder künstlerisch zu arbeiten und die Dinge so umzusetzen, dass deine Absicht klar erkennbar wird.

Ein guter Künstler ist immer auch ein guter Handwerker – aber halt einer mit Ideen! 🙂

Spätestens ab jetzt solltest du dich aber auch nicht mehr Hobbyfotograf oder Amateurfotograf nennen, weil du ja konzeptionell professionell arbeitest. Du arbeitest dann auf einem Level wie ein Profi, aber mit mehr oder weniger künstlerischem Anspruch. Also wäre eine mögliche Bezeichnung dann Fotokünstler, Fotodesigner oder künstlerischer Fotograf.

 

Willst du auch im Penthouse fotografieren?

Du ahnst sicherlich, dass du

  • dafür entweder extrem begabt und kreativ sein solltest oder
  • sehr lange Zeit für deine persönliche Entwicklung benötigst oder
  • dafür individuelle Unterstützung nutzen kannst, um sehr viel schneller dein Ziel zu erreichen.

Dann kann ich dir nur empfehlen, dir einen Fotografie-Mentor zu suchen. Er hilft dir beim Meistern dieser Herausforderungen.

Ach, du brauchst gar keinen suchen, du kennst ja schon einen – mich! 😉

 

Hast du dir das so vorgestellt mit dem Pentouse? Was hattest du erwartet? Bist du jetzt enttäuscht, dass du in der Beletage bleiben sollst? Oder hat es dich gepackt, konzeptionell zu arbeiten?

Hinterlasse jetzt deinen Kommentar, ich bin gespannt! 🙂

 

21 Kommentare

  1. Sigrid Kleine-Limberg

    Ich würde gerne fotografieren wie ein Profi….manchmal finde ich meine Fotos einfach super…wie ein Profi…..und manchmal denke ich nur noch…ohhjeehhh…das war ja wohl gar nichts…bitte löschen..
    aber n u r so arbeitet man sich langsam hoch…
    Sigrid

    • Ja, Sigrid, unten anzufangen ist eine sehr gute Idee! 🙂

  2. Tanja Weiß

    “Ok, ich bleibe dann doch lieber in der Beletage”, war meine erste Reaktion. Fotografieren ist für mich Hobby und ich habe auch unterschiedlich viel Zeit dafür zur Verfügung. Das daraus (noch) mehr werden könnte davon träume ich manchmal, glaube aber nicht wirklich daran. Ich bin auch nicht so die aller Kreativste, das schreckt mich eigentlich mit am meisten daran ab in eine solche Richtung zu denken. Mal abgesehen vom fotografischen Können.
    Trotzdem habe ich mit Spannung und Aufmerksamkeit gelesen und bin offen für Entwicklungen. Ich hätte vor 3 Jahren auch nicht gedacht, dass die Fotografie sich zu meinem Haupthoppy entwickeln würde. Auf jeden Fall hat der Artikel mich nachdenklich gemacht.

    • Über sich nachzudenken, ist immer gut. Wenn du nur auf Autopilot durchs Leben rennst, hast du nicht viel davon. 😉
      Es ist gar nicht schlimm, sich nur in der Beletage aufzuhalten! 🙂
      Aber trotzdem: Kreativität ist wie ein Muskel, den du trainieren kannst – und musst. 🙂
      Einfach weiter! 🙂

  3. Jörg Stappen

    Hallo Karsten,

    Ein schwieriges Thema. Mein Ziel ist es irgendwann im Penthouse anzukommen und dort auch zu bleiben. Als ersten Schritt in diese Richtung bin ich einem Fotoclub in meinem Wohnort beigetreten. Dort wird von vielen Mitglieder konzeptionell gearbeitet. Hier habe ich schon viel lernen dürfen, was natürlich nicht ausschließt, dass wir vielleicht künftig auch zusammen arbeiten könnten.

    Liebe Grüße

    Jörg

    • Ja, solche Fotoclubs sind eine gute Idee, sich mit anderen auzutauschen und ein Gefühl zu entwickeln, wie Fotos bei anderen ankommen und wirken.
      Doof nur, wenn man dir dort mangels fehlender technischer oder gestalterischer Kenntnisse oder nicht vorhandener Kreativität niht mehr weiterhelfen kann.
      So mir geschehen, als ich vor 30 Jahren in solch einem Fotoclub mitmachen wollte. Auf einer Ausstellung und am ersten Clubabend hat man mich unheimlich beeindruckt und mich herausgefordert, Fotos vorzulegen. Als ich das dann zum näächsten Treffen tat, fielen alle vom Stuhl und waren sprachlos. Hmmm, da konnnte mir keiner weiterhelfen. 🙂
      Ich hoffe, dir geht es da anders. Falls nicht: Ich bin ja da. 😉

      • Jörg Stappen

        Genau Karsten. Das wollte ich noch schreiben. Aber ich fühle mich in dem Club sehr wohl und wenn ich weitere Fragen habe, dann wende ich mich an Dich. 😊

      • Jörg Stappen

        Ich glaube, dass wenn man auch das Penthouse erreicht hat, dass man dennoch auch noch in der Belleetage fotografieren darf. Ist das so? Ich habe z.B. Letzten Mittwoch ein paar Fotos im Schloss Eller (Düsseldorf) gemacht. Keine Schmuckstücke, nur so für mich, aus Spaß. Wie früher ohne Anspruch. War toll.

        • Klar. Wenn du konzeptionell fotogrfierst kannst du ja zederzeit noch Fotos für einen Zweck fotografieren. Das verlernst du ja nicht. 😉
          DU darfst da auch gerne mal fünfe grade sein lassen. Sonst läufst du nur noch verkniffen durch die Gegend! DAS will ja keiner! 😉

  4. Thomas Riedel

    Hallo Karsten,

    Danke für diesen wertvollen Beitrag und diese Beitragsserie !

    Vor 3 Jahren habe ich mir mal eine Spiegelreflexkamera gekauft, bin zu deinem Grundkurs am Wochenende gegangen und habe gesagt: Im Herbst fliege ich nach Australien, da möchte ich dann schöne Fotos machen.
    Ich habe nach Australien das Reisen und Fotografieren weiter für mich entdeckt. Die nächste Stufe war der LR-Kurs vor Ort und dann der zusätzliche Onlinekurs. Ich erweiterte mein Repertoire an Büchern – und habe so ziemlich alle e-books von dir. Ich habe meine Ausrüstung ergänzt und meine Vorgehensweise beim Fotografieren ebenfalls geändert. – Öfters mal den Standpunkt/die Perspektive wechseln 😉 . Auch wenn man mal so etwa 5 h durch die karge Landschaft von Petra/Jordanien geht, nimmt man auch sein Stativ mit. Teilweise bereite ich mich auch bewußt immer mehr auf verschiedene Projekte vor ( Petra at night, Nachtfotografie Amman ). Und da ich jetzt auch meinen Monitor kalibrieren kann ( Data Color Spyder Pro sei Dank ), arbeite ich weiter an meinem Kalenderprojekt.
    Bei der Auswertung meiner Bilder von meinen Reisen stelle ich für mich häufiger fest, dass ich auch da immer kritischer werde.
    Ich behaupte mal einfach sagen zu können, dass ich mich entwickele.
    Das Penthouse in fotografischer Hinsicht habe ich noch nicht erreicht, aber der Weg dorthin ist a) nicht leicht und für Jeden etwas und b) sehr interessant. Wenn mein Plan A für 2020 aufgeht, bin ich aber fürs Penthouse guter Dinge. ( Natürlich habe ich aber auch noch Plan B 😉 )

    • Gerne, Thomas! 🙂
      Super, dass du es mit Geduld, aber konsequent angehst! 🙂
      Weitermachen! 🙂

  5. Sigrid Kleine-Limberg

    Sigrid
    Hallo Karsten ,
    Ich arbeite weiter daran ins Penthouse zu kommen….Vielleicht mal mit der
    Fußspitze….! Im September vorigen Jahres war ich mit meiner Freundin in
    Beelitz…Die Krankenanstalt in der Nähe von Berlin….Lost Places…Ein Traum
    für jeden Fotografen , der sich mit dem Thema beschäftigt! Wir haben wunderschöne
    HDR Fotos gemacht…da sind wirklich Fotos für’s Penthouse dabei….
    die Fotos erzählen von einer ganz anderen Welt….der Nachkriegszeit. ..!
    Karsten , warst Du schon mal da..?
    Aber zurück zum Thema. ….ich arbeite weiter dran ,besser zu werden und noch
    dazu zu lernen….
    Liebe Grüße Sigrid

    • Die Beelitzer Heilstätten sind ja schon 1000fach in allen möglichen und unmöglichen Fotos festgehalten worden. Nicht erst, seit es geführte Touren da hindurch gibt.
      Solche Motive meide ich, wo es geht.
      Klar kann man da tolle Fotos machen, aber wenn mir an jeder Ecke im Netz ähnliche Fotos über den Weg laufen, langweilt mich persönlich sowas eher. Außerdem wird es mit jedem Foto, das davon gemacht wird, immer schwieriger, sich sein eigenes (!!!) Bild davon zu machen. Und da es mit darum geht ist das nichts für mich.

      Was nicht deine Begeisterung dafür schmälern soll! So ist halt jeder anders “gestrickt”. 😉

      Weitermachen! 🙂

  6. Nicole

    Herzlichen Dank Karsten, deine Beiträge sind immer sehr inspirierend. Ich arbeite gerne kreativ und versuche beim Fotografieren auch Fotos zu machen, die man so nicht schon zu 1000. gesehen hat. Leider gelingt es mir noch nicht so wie ich es gerne hätte, aber darum habe ich ja deinen Newsletter abonniert ;D
    Ich freue mich jedesmal wenn ein neuer Newsletter im Mail-Postfach ist 😀

    Ein riesen Dank für deine tolle Arbeit

  7. Andrea

    Hallo Karsten,
    du triffst den Nagel in vielerlei Hinsicht auf den Kopf. Vor allem mit dem Zitat von den Fantastischen Vier: “… du musst durchs Erdgeschoss”.
    Das trifft völlig auf mich zu. Ich habe ich noch vor einem Jahr einfach drauf los geknipst und mich anschließend darüber geärgert, dass die Bilder nur so lala aussehen. Ich habe immer noch eine Menge Ausschuss.
    Ich würde gerne irgendwann einmal ins Penthouse, doch bis dahin muss ich noch einiges lernen und ich bin glücklich in dir einen Lehrer gefunden zu haben, den man auch mal persönlich ansprechen kann.
    LG, Andrea

  8. Michel Mogus

    Hallo, vielen Dank für die Erklärungen.Ich bleibe vorerst in den unteren Stockwerke,und will mich verstärkt in die Bildoptimierung vertiefen. Gruß Michael

    • Gerne. Mach mal, es wird dir nicht schaden! 🙂

  9. Karl-Heinz

    Leider kann man sich in Punkto künstlerische Fotografie nicht weiterentwickeln wenn man ein armer Künstler ist, weil man das nötige kleingeld nicht aufbringt für Kurse, Studium etc.
    Es gibt (so wie ich weiß) nirgendwo im Internet Menschen die sich in punkto künstlerische Fotografie austauschen, Bildkritik usw.
    Die verschiedenen Fotocommunitys im Net bieten das nicht außer Bauchpinsellei.
    Und so bleibt mir nur der Blick auf mich selber, und der damit verbliebene Stillstand.
    Schon merkwürdig. Im Internet gibt es wirklich alles, nur das nicht.
    Und kommt mir niemand mit Facebook, Die dortige Datensammelwut ödet mich an.

    • Doch, kannst du!

      Wenn du derzeit wenige Geld hast – Zeiten des Mangels kenne ich auch – hast du trotzdem immer die Möglichkeit, durch systematisches Tun etwas zu lernen. Nimm deine Kamera zur Hand und fotografiere. Dann reflektiere und ändere etwas – jeden Tag eine Kleinigkeit. Da kommt über die Zeit auch viel Entwicklung zusammen!!! 🙂

      So habe ich es über Jahre hinweg in meinen Fotografischen Anfängen getan – und damals kosteten Filmmaterial und Abzüge noch viel Geld, von dem ich als Schüler auch nicht viel besaß!

      Erst im Studium habe ich die olle Weisheit “Probieren geht über studieren” verstanden. Alle Theorie bleibt so lange Theorie, bis du sie anwendest im Tun.

      Noch eine Info, die dich motivieren sollte, anzufangen: Als Künstler ist ein Austausch unter Kollegen (!!!) sehr empfehlenswert – aber nicht zwingend notwendig. Gibst du deine Fotos im Internet zur Diskussion preis, kennst du die Kommentatoren oft nicht. Du kannst also auf ihren Rat nicht vertrauen, weißt nicht, ob deine Gegenüber überhaupt was von Kunst verstehen. Oder vielleicht doch nur nach den nicht-künstlerischen Kategorien “gefällt” oder “gefällt nicht” urteilen.

      Also such dir echte Mensche im echten Leben, lerne sie kennen (damit du weißt, was du von ihren Kommentaren halten kannst) und bohre richtig dicke Bretter mit ihnen – so geht künstlerischer Austausch.
      Oder pfeif drauf, denn das wirst du als echter Künstler ohnehin über kurz oder lang tun (müssen)!!

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