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NIE wieder verschwommene Bilder mit der Kehrwertregel

Hast du danach gesucht, wie du verschwommene Bilder schärfen kannst? Wie wäre es, wenn du erst gar keine verschwommenen Bilder schärfen müsstest, weil du von vorneherein alles scharf fotografierst? Wie das geht, lernst du in diesem Artikel.

Ja, der ist lang, aber ich garantiere dir:

Wenn du ihn liest und die Infos anwendest, wirst du nie wieder unscharfe Fotos machen!!!


 

Frustrieren dich verschwommene Bilder? Hier kommt Hilfe!

Ich möchte, dass du dir einen Splitter in den Finger rammst!

So ein klitzekleiner, den man mit dem bloßen Auge kaum erkennen kann, der aber immer wieder auf äußerst lästige Art und Weise auf sich aufmerksam macht. Du kennst das, oder?

Bin ich auf einmal verrückt geworden? Offenbare ich erst jetzt meine sadistischen Tendenzen? Habe ich einen an der Murmel oder warum sollte ich dir so etwas wünschen?

Ganz einfach: Genau so, wie dieser Splitter dich immer wieder an sich selbst erinnert, genau so willst du in Zukunft bei allen Fotos an die Kehrwertregel denken!

Die Kehrwert-was?

Hinter diesem sperrigen Ausdruck verbirgt sich eines der ganz großen Geheimnisse der Fotografie. Denn wenn du die Kehrwertregel – so wie unseren kleinen Splitter – ständig im Hinterkopf behältst,wirst du nie wieder unscharfe Fotos machen!

Verschwommene Bilder schärfen? Unnötig, wenn du diese Tipps kennst!!

Ga-ran-tiert!!!

 

“Meine Kamera macht verschwommene Bilder!!”

Heute sind alle Kameras so gut, dass du damit keine verschwommenen Bilder mehr machen musst! Richtig eingesetzt, liefert heute jede Kamera beste Bilder.

So fangen viele Emails oder Facebookanfragen an mich an. Ganz oft wird mir erzählt, dass jemand sich eine neue Kamera kaufen will, weil die alte keine scharfen Fotos macht. Ich bitte dann immer um einige Fotos und siehe da – die Kamera funktioniert tadellos! Allein der Fotograf – oder sollte ich jemanden auf diesem Niveau lieber Kamerabesitzer nennen – hatte die Kehrwertregel nicht im Kopf.

Dabei gehört der Hinweis auf die Kehrwertregel in jeden guten Fotokurs!!! Und dann muss der Dozent die Teilnehmer noch dringend darauf hinweisen, dass diese bei praktisch jedem Foto beachtet werden muss. Mache ich in allen meinen Fotokursen und Fotokurs-Webinaren.

Was, du hast noch keinen guten Fotokurs absolviert? Dann nur für dich:

DIE KEHRWERTREGEL WILLST DU JEDERZEIT BEACHTEN!!!

Du willst die Kehrwertregel ab heute immer und überall im Hinterkopf haben. Egal was du fotografierst oder wen oder wo: Die Kehrwertregel ist ab heute dein ständiger Begleiter! O. k.?

Dann lass mich dir erklären, was es damit auf sich hat.

 

Die Gründe für verschwommene Fotos

Hast du schon mal durch ein Fernglas geschaut? Ich wette, du hast dir wirklich Mühe gegeben, das Fernglas sehr ruhig zu halten. Doch was hast du gesehen? Die Landschaft wurde fürchterlich verwackelt, oder?

Dabei sind zwei Komponenten entscheidend.

 

Komponente 1: Die Brennweite

verschwommene Bilder schärfen
Eben weil das Gewackel immer so schlimm war, gibt es mittlerweile auch Ferngläser mit Bildstabilisator. 😉

Das lag nicht daran, dass du eine besonders unruhige Hand hast, sondern daran, dass du ein extrem weit entferntes Motiv durch das Fernglas stark vergrößert betrachtet hast. Jeder Millimeter, den du an deinem Fernglas gewackelt hast, wirkt sich in der Entfernung sofort zu einem Hin und Her von mehreren Metern aus – und das Bild ist stark verwackelt.

So ein Fernglas hat natürlich auch eine Brennweite, genau so wie du mit deinem Objektiv ja auch verschiedene Brennweiten einsetzt. Das Tele entspricht dem Fernrohr und verwackelt recht schnell. Doch an deinen Objektiven hast du auch noch auch die Weitwinkel- und Normalbrennweiten.
Bei einem Weitwinkelobjektiv wirkt sich ein Wackeln um einen Millimeter noch nicht so stark aus. Damit fotografierst du ja in der Regel keine extrem weit entfernten Motive, sondern bist meist sehr nah dran.

Die Brennweite steht also im direkten Zusammenhang mit deiner Chance, ein Foto zu verwackeln.

Wir halten fest: Je länger die Brennweite, umso kürzer muss die Verschlusszeit sein.

Warum? Denk noch mal an das Fernglas: Dein Wackeln um einen Millimeter macht weit entfernt gleich mehrere Meter aus. Öffnest du nun während des „Wackelprozesses“ nur einen ganz kurzen Moment die Augen (= eine kurze Verschlusszeit), legt die Verwacklung nur ein paar Zentimeter zurück – das Foto erscheint scharf. Schaust du aber die ganze Zeit durch das Fernrohr (= eine lange Verschlusszeit) – bekommst du die volle Dröhnung Verwackelei in’s Auge (bei der Kamera wäre das Foto also verwackelt!).

Ja, ich weiß, dass es mittlerweile Objektive mit Bildstabilisator gibt. Aber den lassen wir jetzt mal außen vor, denn schließlich ist der nicht in jedem Objektiv eingebaut und ich will dich vom Bildstabi unabhängig machen!

 

Komponente 2: Der Sensor

verschwommene Bilder schärfen
Die derzeit (10/2017) “günstigste” Vollformat kostet immer noch stolze 1400 € – natürlich ohne Objektiv.

Wenn du es noch nicht weißt, willst du spätestens jetzt herausfinden, welche Sensorgröße in deiner Kamera verbaut ist. Denn der Sensor nimmt deine Fotos auf (er entspricht also deinem Auge). Dabei spielt natürlich seine Größe eine Rolle.

Üblicherweise finden diese vier Sensorgrößen Einsatz in der Fotografie:

  • Vollformat: 24 x 36 mm
  • APS-C: ca. 15,8 x 23,6
  • (Micro)FourThirds (MFT): ca. 13 x 17,3 mm
  • Kompaktkameras: ca. 4,62 x 6,16 mm

Bei APS-C, MFT und vor allem beim Kompaktkameras gibt es jeweils keine standardisierten Größen, sondern jeder Hersteller kocht sein eigenes Süppchen. Daher die ungefähren Angaben.

Nun ist es so, dass du für die Berechnung der Kehrwertregel einen gemeinsamen Nenner finden musst. Und das ist die Kleinbild-äquivalente Brennweite.

Kleinbild, das waren früher die „normalen“ Kameras, in die man Negativ- und Diafilme einlegte, an deren Rändern sich beidseitig Löcher für den Filmtransport befanden. Diese Kleinbildkamera findet heute ihre Entsprechung in der Vollformat, die wieder die gleiche Sensorgröße aufweist, wie früher die Negative und Dias.

Und damit wir die Brennweite der Vollformat und die der kleineren Sensorformate vergleichbar machen können, rechnen wir sie in den Wert der Vollformat um. Dabei helfen uns die sog. Cropfaktoren.
Für die verschiedenen Sensorgrößen nutzen wir die folgenden Cropfaktoren:

  • Vollformat: 1
  • APS-C für Nikon und die meisten anderen Hersteller: 1,5
    APS-C für Canon: 1,6
  • MFT: 2
  • Kompaktkamera: 4 – 5

Jetzt weißt, was du für die Anwendung der Kehrwertregel brauchst.

 

Nie mehr verschwommene Bilder: Die Kehrwertregel

Verschwommene Bilder müssen nicht sein! DU hast es in der Hand. Die Daten: 900 mm (KB-äquiv.), Blende 9, ISO 320, 1/1000 s

Die Kehrwertregel verrät dir, ab wann du nicht mehr aus der Hand fotografieren kannst.

Denn wenn die Bewegungen deiner Hand für eine Verwacklung des Fotos sorgen, machst du keine scharfen Fotos mehr. Die Kamera muss also dann auf ein Stativ – oder du nutzt meinen Tipp vom Ende des Artikels.

Nun haben wir alle Infos, um die Kehrwertregel auszurechnen. Dazu liest du als aller erstes die Brennweite ab, die du gerade an deiner Kamera eingestellt hast. Denn damit willst du ja jetzt gleich fotografieren.

Wir rechnen also: Brennweite x Cropfaktor = Ergebnis

Aus diesem Ergebnis bildest du nun den Kehrwert.

Naaaa, fühlst du dich an fürchterliche Mathematikstunden zurück erinnert? Doch diesmal wird es ganz einfach: Beim Bilden des Kehrwerts schreibst du einfach das oben ermittelte Ergebnis unter einen Bruchstrich und eine 1 oben drauf.

Lass uns mal ein Beispiel gemeinsam durchgehen.

 

Beispiel 1:

Fotos mit Weitwinkel gelingen auch mit längeren Belichtungszeiten.

Du hast an deiner APS-C Kamera von Nikon 18 mm eingestellt. Wir rechnen also 18 × 1,5 = 27
.

Das ist eine Zahl, die wir so krumm nicht als Verschlusszeit an der Kamera zur Verfügung haben.
Also runden wir auf 30, schreiben diese 30 unter den Bruchstrich und eine 1 oben drauf und erhalten dadurch 1/30 Sekunde Belichtungszeit.

Wir halten also fest:

  • Bis zu 1/30 Sekunde kannst du bei 18 mm Brennweite bei einer Nikon APS-C aus der Hand fotografieren.
  • Sind die Verschlusszeiten kürzer, dann kannst du scharfe Fotos aufnehmen, ohne sie zu verwackeln.
  • Ist die Belichtungszeit jedoch länger, wirst du mit allerhöchster Sicherheit verwackeln und benötigst deshalb ein Stativ – oder die Lösung, die ich am Ende dieses Artikels verrate.

 

Beispiel 2:

Porträtfotografen haben selten mit verschwommenen Aufnahmen zu kämpfen. Die oft verwendeten, offenen Blenden lassen meist genügend Licht für kurze Belichtungszeiten in die Kamera.

Du nutzt eine Vollformat und möchtest mit einem 85 mm Portraitobjektiv einen Menschen porträtieren. Bei der Vollformat ist der Cropfaktor 1, das bedeutet du kannst die Brennweite direkt unter dem Bruchstrich schreiben ohne eine Berechnung durchzuführen zu müssen (weil 85 x 1 = 85).

Die 85 mm runden wir auf 90, sodass du weißt, dass die Verschlusszeit mit dieser Kamera-Objektiv-Kombination bei längstens 1/90 Sekunde liegen darf. Kürzere Verschlusszeiten sind wieder problemlos, bei längeren brauchst du ein Stativ oder meine Lösung vom Ende dieses Artikels.

 

Beispiel 3:

Du hast MFT-Kamera und fotografierst mit 140 mm Brennweite. Wir rechnen also 140 × 2 = 280.

Obwohl es nicht frühmorgens war, musste ich mit ISO 2000 arbeiten: 900 mm Brennweite (KB-äquiv.), Blende 8, 1/1000 s

Dieses Ergebnis runden wir auf 300, sodass du nun weißt, dass du mit dieser Kamera und 140 mm Brennweite längstens 1/300 Sekunde verwenden darfst, damit du nicht verwackelst.

Wenn du den röhrenden Hirsch im dräunenden Morgennebel fotografieren willst, brauchst du in der Regel ein langes Teleobjektiv. Außerdem ist es im morgendlichen Herbstwald noch nicht besonders hell. Und dann sollst du mindestens 1/300 Sekunde Verschlusszeit realisieren? Echt?

Ja, du musst sogar, wenn du nicht verwackeln willst!!!

Und nicht dass wir uns falsch verstehen, das ist nicht nur bei der MFT so.

Diese Werte sind universal über alle Sensorgrößen hinweg verbindlich. Denn der Cropfaktor bewirkt auch eine Brennweitenverlängerung. Nutzt du an einer Vollformat 300 mm Brennwweite, kannst du einfach den Cropfaktor für deinen Sensor nutzen,um zu wissen, welche Brennweite du nutzen müsstest.

Rechnen wir es mal durch:

  • Vollformat: 300 mm
  • APS-C Nikon: 300 : 1,5 = 200 mm
  • MFT: 300 : 2 = 150 mm
  • Kompaktkamers: 300 : 5 = 60 mm

Diese errechneten Werte sorgen also alle für den gleichen Ausschnitt, egal, was für einen Sensor du in deiner Kamera hast.

Im Umkehrschluss heißt das aber auch: Wenn du jeweils den Hirsch aus dem gleichen Abstand und den gleichen Ausschnitt fotografieren willst, dann brauchst du bei allen Sensorformaten die selben – nämlich die Kleinbild-äquivalente – Verschlusszeit. Ich rechne auchn das mal eben für dich durch:

  • Vollformat: 300 x 1 = 300 => 1/300 s
  • APS-C Nikon: 200 x 1,5 = 300 => 1/300 s
  • MFT: 150 : 2 = 300 => 1/300 s
  • Kompaktkamers: 60 x 5 = 300 => 1/300 s

An diesem Beispiel siehst du sehr gut, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, scharfe Fotos hinzubekommen. Vor allem lange Brennweiten stellen uns manchmal vor fast unlösbare Probleme. Vor allem extrem lange Telebrennweiten machen uns das Leben schwer.

Aber wenn du die Kehrwertregel jederzeit im Hinterkopf hast, kannst du dich später wenigstens über dich selbst ärgern, wenn ein Foto mal wieder verwackelt ist. Dann muss nicht wieder einmal die Kamera die Verantwortung für deine Schnarchnasigkeit übernehmen. 😉

Diem Kamera kann das nicht für dich tun … niemals!!!

Schließlich gibt es ja auch kreative Fotografen, die Verwischungen extra einsetzen. Doch woher soll die Kamera das wissen, ob es kreativ verwischt oder knackscharf werden soll?

DU musst es ihr sagen!!!

 

Nie mehr verschwommene Bilder: Praxistipps

So lange es draußen hell ist und die Sonne kräftig vom Himmel scheint, wirst du die Kehrwertregel in den allermeisten Fällen einfach außer Acht lassen können. Vor allem beim Einsatz kurzer Brennweiten. Doch sobald du in Räumen fotografierst, oder es fängt an zu dämmern, dann hast du unbedingt die Kehrwertregel anzuwenden. Wie der Splitter im Finger musst du dich dann daran erinnern, dass da was war!
Also eine kurze Berechnung durchzuführen und checken, ob die Verschlusszeit genügend kurz ist, um sie aus der Hand zu halten. Falls nicht, musst du geeigneten Gegenmaßnahmen ergreifen.

 

Unbewegte Motive

So lange du unbewegte Motive fotografierst, hilft ein Stativ immer sehr gut weiter. Stell einfach die Kamera auf ein stabiles Stativ (Empfehlungen) und schon kannst du auch mehrere Sekunden lang belichten, falls das nötig ist.

verschwommene Bilder schärfen
150 – 600 mm Brennweite – WOW! Aber leider nur mit kurzen Verschlusszeiten nutzbar!

Das gilt sogar für extrem lange Brennweiten. Ich persönlich besitze zum Beispiel ein 150 – 600 mm Supertele von Sigma. An meiner Nikon D5300, eine APS-C-Kamera, ergibt sich dann eine maximale Brennweite von 900 mm (600 mm x Cropfaktor 1,5 = 900 mm).

Fahre ich das Objektiv ganz aus, muss ich unter allen Umständen als längste Verschlusszeit gerundet 1/1000 Sekunde nutzen.

Egal wie hell oder wie dunkel es um mich herum ist!

Komme ich da nicht durch das Öffnen der Blende hin, bleibt mir nichts anderes übrig, als den ISO-Wert zu erhöhen.

 

Bewegte Motive

Knackscharf trotz Bewegung: 185 mm an Vollbild, Blende 8, ISO 320, 1/1000 s

Etwas problematischer wird es, wenn du ein schnell bewegtes Motiv fotografieren möchtest. Dann ist nicht nur das Verwackeln durch deine Handbewegung das Problem, sondern dein Sport- oder Actionsmotiv bewegt sich zusätzlich ja auch noch. Außerdem kommen beim Sport oft lange Brennweiten zum Einsatz.

Hier musst du also mindestens die Verschlusszeiten nach der Kehrwertregel nutzen und zusätzlich – je nach Geschwindigkeit deines Motivs – noch kürzere Verschlusszeiten nutzen.

Auch die realisierst du dann ganz einfach mit einem höheren ISO-Wert.

Dabei gilt, dass eine Verdopplung des ISO-Wertes eine Halbierung der Verschlusszeit ergibt.

Erfahrungswerte

  • Als Faustregel kannst du dir für Sport- und Actionfotografie merken, dass du bei Sonne in der Regel mit ISO 400 gut klar kommst.
  • Doch bei Bewölkung ist es etwas dunkler und deshalb benötigst du meist ISO 800 für bewegte Motive.
  • In sehr dunklen Locations, wie z.B. Turnhallen oder am Fußballplatz unter Flutlicht (das sieht nur für unsere Augen hell aus!), können schnell Werte von ISO 1600 und deutlich mehr erforderlich sein.
  • Diese Erfahrungswerte willst du vor Ort mit ein paar Testaufnahmen ausprobieren. Ist die Bewegung noch verwischt, ist dein ISO-Wert zu niedrig.
  • Diese Faustregeln für die Sportfotografie gelten natürlich unter der Voraussetzung, dass du die Blende weit öffnest. Bei den üblich verwendeten, günstigen Teleobjektiven machst du in der Regel die Blende ganz auf (meist Blende 5,6), was dann für genügend Lichteinfall sorgt.
  • In Kombi mit den genannten ISO-Werten wird dann nie wieder ein Foto unscharf!

Und jetzt will ich kein Gejammere über Bildrauschen hören! Das ist nur was für Leute mit ver-rückten Ansichten. Lies diese zwei  Artikel über Bildrauschen.

 

Fazit

Kameras sind doof und tun, was ihnen gesagt wird.

Wenn du deiner Kamera nicht sagst, dass du knackscharfe Fotos machen willst, dann spult sie Schema F ab. Das ist immer schwierig, wenn die Aufnahmesituation schwierig wird, wie z.B. bei sehr wenig Licht, schnellen Bewegungen oder langen Brennweiten. Leider kann die Kamera nicht wissen, ob sie auf einem Stativ steht oder nicht.

In diesem Artikel findest du alle Infos, um nie mehr verschwommene Bilder zu fotografieren. Lies, verstehe und denke künftig immer daran – das tut jeder erfahrene Fotograf, dessen Fotos du vielleicht heute noch bewunderst.

DESHALB hörst du immer wieder den Satz:

Der Fotograf macht das Foto, nicht die Kamera!

Wenn ein Foto also unscharf wird, bist IMMER du Schuld daran – niemals die Kamera!

 

Schockierend, oder? Was ist mit dir? Kanntest du die Kehrwertregel? Wusstest du um die Tragweite dieser Regel? Wusstest du, dass höhere ISO-Werte ganz einfach die Verschlusszeiten verkürzen konnten?

Hinterlasse jetzt deinenn Kommentar, ich bin gespannt! 🙂

 

26 Kommentare

  1. Hallo Karsten, längerer Text, aber wirklich ein paar Fakten zum Nachdenken und Nachmachen. Das Rechnen dürfte ja auch gar nicht so schwer sein, halt eben nur die Disziplin sich daran zu halten.

    • Jau, Mathias, dran denken – DAS ist es. 🙂

  2. Ich mache ja viel “Action” Fotos mit Hunden, deshalb benötige ich oft große Brennweiten. Bei Agility braucht man die schnellsten Verschlusszeiten, unter 1/2000 geht fast nix.
    Desshalb stelle ich sehr oft die ISO hoch, 1000 oder nochmehr.
    Deshalb kann ich Karsten mal wieder gratulieren, er hat es auf den Punkt gebracht.

    KEINE ANGST VOR HOHER ISO 🙂

    Gruß Jochen

    • Danke für die Bestätigung. Ist schon klasse, was wir dank hoher ISO-Werte heute fotografieren können. In analogen Zeiten mussten wir allzu oft einfach einpacken. 🙁

  3. Almuth

    Danke für deine Ausführungen, bin an Actionfotos oft verzweifelt. Werde es gleich mal testen.

    • Mach mal und berichte, bin gespannt. 🙂

  4. Bruno Becker

    Hallo Karsten,
    alles sehr einleuchtend, verständlich und prägnant auf den Punkt gebracht. Aufgrund einer Frage aus meinem unmittelbaren Umfeld noch ein Hinweis: Die Halbierung der VS bedeutet als Beispiel: 1/400 sek. halbiert 1/200 sek. und nicht 1/800 sek.
    Gruß
    aus HH
    Bruno

    • Wenn du dich mal an den Matheunterricht der 6. Klasse zurückerinnerst (das war die Sache mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner):
      1/400 kannst du umwandeln in 2/800. Wenn du nun 2/800 halbierst, bleibt nur noch 1/800 übrig.
      Du hast also falsch herum gedacht. 😉

  5. Thomas Riedel

    Wow – wieder ein toller, beeindruckender und super nachvollziehbarer Beitrag ( Wie immer von dir – aber dieser Beitrag von dir erscheint mir persönlich besonders wichtig )

    Das wird dann für mich der nächste Schritt, der in meinem Fotografier-Ablauf eingebaut wird.

    Ich fand deinen Beitrag zur Bildkontrolle schon sensationell und diesen hier ebenfalls.

    Wieder ein toller Beitrag, der das Fotografieren professioneller und einfacher macht.
    Ein großes DANKESCHÖN

    Schöne Grüße
    Thomas

    • Danke, Thomas. 🙂
      Die Kehrwertregel ist tatsächlich DER Tipp um scharfe Fotos zu machen – und damit auf das nächste Level zu gelangen. 😉

  6. Rita

    Hallo Karsten,
    ich hatte dich zu dem Thema unscharfe Fotos bei Sportaufnahmen schon mal um Rat gebeten.
    Du hattest mich in Kürze auf die Kehrwertregel aufmerksam gemacht. Ich habe es im Groben verstanden. Um so mehr freue ich mich jetzt über deinen heutigen wirklich tollen ausführlichen Beitrag zu diesem Thema. Interessant fand ich auch die Cropfaktoren zu den unterschiedlichen Kameratypen. Davon hatte ich noch nichts gehört. Mit höheren Isowerten spiele ich mittlerweile sehr gerne.
    Ich danke dir für den gelungen Beitrag und werde es in Zukunft gerne noch mal testen!
    Mit besten Grüßen aus Witten,
    Rita

    • Gerne, Rita! 🙂
      Tatsächlich warst du nur eine in einer langen Reihe, die immer wieder das selbe Problem hatten. Also habe ich mal einmal alles zum Thema niedergeschrieben. Jetzt kann ich immer drauf verlinken. 😉

  7. michael twardowski

    Vielen Dank Karsten, wieder etwas dazu gelernt!
    Gut und verständlich erklärt, super!

  8. Hermann Winkelmann

    Hallo Karsten und wieder mal etwas interessantes zum Thema Fotografieren. Danke für die Tipps und hoffentlich entzündet sich der Splitter nicht 😉

    • Nee, das wäre natürlich nicht nett! 😉

  9. Irene Kersten

    Hallo Karsten,
    ich bin wie immer vollll begeistert über diesen Artikel! Ich muss es wirklich beim nächsten Tanzabend (bin im Tanzverein) ausprobieren und dann wie bei den Feuerwerkaufnahmen WOW sagen können. Habe mich schon über viele Bilder geärgert, dass sie nichts geworden sind, wenn alle am Tanzen waren. Jetzt hoffe ich, dass ich dieses Problem in den Griff bekomme mit den richtigen Einstellungen, denn ich bin der ständige Fotograf im Verein.
    Es war wieder sehr sehr hilfreich für mich … !!!!!!!!!!!!!!
    Danke und LG aus Lychen
    Irene

    • Danke, Irene. 🙂
      Dann berichte mal, ob es geklappt hat!

  10. Brigitte

    Hallo Karsten, ein ganz super toller Beitrag – da habe ich ja ganz neue Erkenntnisse gesammelt und weiß jetzt endlich, warum meine Kamera nicht die scharfen Fotos macht, wie ich es will. Jetzt werde ich aber ihr die Meinung sagen und alles morgen gleich testen!
    Danke für dieses Lehrstück!
    Grüße von Brigitte

  11. Andreas

    Hallo Karsten, ein sehr guter Beitrag. Zwar waren mir die einzelnen Punkte schon bekannt, aber man vergisst sie doch immer wieder! Der Artikel hat mir die Punkte noch mal wieder in Erinnerung gerufen und mich auch angeregt, mit den einzelnen Einstellungen herum zu experimentieren. Die Kehrwertformel kannte ich bisher noch nicht!
    Danke nochmal für die komprimierte und verständliche Darstellung der Faktoren für scharfe Fotos.
    Grüße von Andreas

    • Na, dann hilft doch so ein digitaler Splitter, scharfe Fotos zu machen! 🙂

  12. Gertrud Lothwesen

    Hallo Karsten, die Zusammenhänge der Kehrwertregel hast du wirklich super und einleuchtend erklärt. In Zukunft werde ich immer in den Splitter im Finger denken.

    • Danke Gertrud. 🙂 Ich stell mir da smal vor…. 🙂

  13. Yvonne

    Ach, hätte ich deine wertvollen Tipps bloss vor Island und den vielen fliegenden Puffins / Papageitauchern mir einverleibt … *seufz* Ist nicht der einzige Grund, weshalb ich wohl nochmal Island auf meiner Ferienliste habe.
    Yvonne

    • Wer weiß, Yvonne, vielleicht fliegen wir gemeinsam hin?! Lass dich mal überraschen! 🙂

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