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Strobist: Zubehörempfehlung für entfesseltes Blitzen

Bist du ein Strobist? Oder willst einer werden? Hier findest du Equipmentempfehlungen für Strobisten.

Ein Strobist – was ist das?

Mit “kleinem” großem Aufwand in den Stadtpark?! Na klar!!

Ein Strobist ist ein Fotograf, der mit einem entfesselten Blitz Fotos macht. Neee, der Blitz ist nicht irgendwie abgedreht – er ist nur nicht auf einer Kamera befestigt. 🙂

Das gibt dir die Möglichkeit, den Blitz sehr viel freier einzusetzen und das Licht aus verschiedenen Richtungen auf dein Motiv fallen zu lassen.

Denn wenn der Blitz auf der Kamera befestigst ist, hast du immer ein recht flaches Licht, das dein Motiv nicht gut vor dem Hintergrund herausarbeitet. Außerdem sorgt der Blitz auf der Kamera immer für sichtbare Schatten im Bild – und das willst du nicht, oder?

 

Blitz entfesseln: Die Komponenten

Mit Strobisten-Equipment kannst du überall fotografieren!

Normalerweise hast du auf deiner Kamera einen Blitzschuh, in dem du den Blitz befestigst. Die Verbindung ist perfekt und funktioniert immer.

Sobald du den Blitz abnimmst, musst du irgendwie für eine Verbindung zwischen Blitz und Kamera sorgen. Außerdem willst du den Blitz ja wahrscheinlich nicht mit der Hand festhalten müssen, also brauchst du ein Stativ, das den Blitz für dich hält. Auf dem Stativ muss eine spezielle Halterung den Blitz sicher aufnehmen. Und wenn der Blitz dann noch einen Lichtformer nutzt, um das Licht weicher zu bekommen, dann hast du perfektes Licht für die Porträtfotografie. Dafür nimmst du am besten eine Softbox, einen Schirm oder einen Diffusor.

Dass du ein Blitzgerät besitzt, davon gehe ich jetzt mal aus. Warum solltest du dich sonst für Strobisten-Equipment interessieren.Strobist

Wie du übrigens mit dieser Lichtlösung in der Porträtfotografie gute Ergebnisse erzielst, erfährst du in meinem Buch über Porträtfotografie.

 

Equipment für Strobisten

Hier nun meine Empfehlungen für diese Komponenten:

Stativ

StrobistMit diesem Stativ kannst du deinen Blitz zwischen 102 und 256 cm Höhe nutzen. Das reicht für die meisten Anwendungsfälle. Es besitzt einen 1/4 oder 3/8-Zoll-Anschluss, an dem du die Softbox befestigen kannst.

Solltest du den Blitz unterhalb dieser Höhe einsetzen wollen, nutzt du zwischen 40 cm bis 108 cm dieses kleine Stativ. Noch tiefer kannst du den Blitz mit einem Bodenstativ einsetzen.

StrobistAlternativ kannst du statt der beiden kleinen Stative auch mit diesem Small Rig Clamp Mount einfach den Blitz in beliebiger Höhe am großen Stativ befestigen. Oder kauf dir diese Klemme zusätzlich, dann hast du ingesamt noch mehr Möglichkeiten. Damit kannst du den Blitz ja auch unabhängig von Stativen irgendwo befestigen – das gibt dir noch mehr Spielraum. Überhaupt können Befestigungsmöglichkeiten für Blitze nie zuviel vorhanden sein. Also kauf direkt zwei oder drei davon! 🙂

Solltest du den Blitz aber nicht “nackig” in niedrigen Positionen einsetzen wollen, also etwa mit einer Softbox, benötigst du den o.g. 1/4 – 3/8-Zoll-Zapfen. Den steckst du in eine Super Clamp, die du auf beliebiger Höhe am Stativ befestigst – und schon kannst du jede niedrige Position nutzen.

Solltest du mal bei Wind fotografieren müssen, sind diese Sandsäcke zum Beschweren eine gte Idee. Bist du ein Minimalist als Strobist? Du kannst natürlich auch einfache Jutetaschen von der Supermarkttheke vor Ort mit Sand oder Steinen füllen. 😉

 

Softbox

StrobistStrobist’s Liebling: Die Firefly II Beauty Softbox ist ein geiles Teil Technik! Klein zusammenfaltbar, stabil, schnell aufgebaut und bietet trotzdem schön weiches Licht. Ist in unterschiedlichen Größen erhältlich: wie hier abgebildet in rund mit 65 cm oder 50 cm und in rechteckig im Format 25 x 60 cm.

Ich verwende nur noch diese Softbox. Ich hatte auch mal welche von einem anderen Hersteller, der die Blitzafnahme in Kunststoff baut. Leider kam ich auf die doofe Idee, mal ein Dauerlicht hineinzustellen, das wohl etwas heiß war. Der Kunststoff schmolz dahin – seitdem vertraue ich nur noch auf die robusten Metallhalterungen der Firefly!

StrobistAls Alternative zur Softbox kannst du einen Schirm nutzen. Als Durchlichtversion macht er das Licht schön weich. Gibt es auch als XXL-Version bis hin zu 180 cm Durchmesser. Das ergibt unglaublich weiches Licht, weil er so groß ist. Doch pass auf bei Wind: Schon die leichteste Briese reicht, um deinen gesamten Aufbau umzuhauen! Da müssen dann unbedingt Sandsäcke her!

Den Schirm kannst du von diesem Schirmhalter stabil halten lassen und den Blitz obenauf befestigen. Richte den Blitz so aus, dass er den Schirm vollständig ausleuchtet und schon bist du fertig. Nimm unbedingt solch einen stabilen Halter aus Metall, die Kunststoffdinger taugen nichts.

 

Funk- und andere Auslöser

Nun kommt der knibbelige Teil des ganzen Strobisten-Abenteuers: den Blitz auslösen! Es gibt viele verschiedene Methoden und du musst dich für die entscheiden, die mit deinem Blitzgerät funktioniert. Ich kann daher hier nur allgemeine Empfehlungen geben. Du musst diese daraufhin abklopfen, welche zu deinem Gerät und Geldbeutel passt.

Slave oder Master? Das ist die Frage. 🙂 Generell ist die Kamera und ihr Blitz immer der Master, denn sie soll ja im Idealfall den entfernt stehenden Slave steuern. Nur wenn du die richtigen Einstellungen vonimmst, kannst du mit einer funktionierenden Verbindung rechnen.

  • Kabellos auslösen über den eingebauten Blitz deiner Kamera: Vor allem hochwertigere Kameras bieten diese Option zum Auslösen eines kompatiblem Blitzgeräts. Schau in das Menü der Kamera, ob du unter den Blitzoptionen eine für die EInstellung als Master bietet. Falls ja, stell den Aufsteckblitz auf Slacve und schon kann es losgehen. Je nach Einstellung manuell, aber oft auch per TTL.
  • Per Kabel: Es gibt spezielle TTL-Kabel, die deine Kamera perfekt den externen Blitz steuern lassen können. Leider musst du dann mit der Kabelverbindung leben. Das ist nicht nur hinderlich, sondern sowas von uncool… das willst du nicht.
  • Funk-Fernauslöser: Die Betonung liegt auf Funk! Lass die zwar kabellosen Infrarot-Fernauslöser einfach weg – sie sind bei Tageslicht oft unbrauchbar und haben eine eingeschränkte Reichweite. Viel zuverlässiger funktioniert die Funklösung – oft durch Wände und über 100 m weit entfernt. Hier kannst du mit deiner Suche beginnen. Du musst aber auf jeden Fall checken, ob der Auslöser für deine Kamera und deinen Blitz geeignet sind. Außerdem musst du dich entscheiden, ob du TTL nutzen willst (einfacher, aber unpräziser) oder alles manuell einstellen willst (genau, aber umständlicher).

 

Mein Geheimtipp

Wenn du beginnst, dich mit dem Thema entfesseltes Blitzen zu beschäftigen, wirst du im Netz auf unzählige Berichte über unzuverlässige Auslöser stolpern. Da wird nicht ausgelöst, Master und Slave verstehen sich nicht, obwohl sie es eigentlich sollten und vieles andere mehr. Bis du ein guter Strobist bist dauert es manchmal etwas ..

StrobistMach es dir doch leicht und nutz eine Videoleuchte, die genau so einen Blitzschuh-Anschluss besitzt, wie die Aufsteckblitze.

Das hat viele Vorteile:

  • Du hast portables Dauerlicht, d.h. du kannst wunderbar scharfstellen, weil die Kamera dein Modell immer super sieht. Mit Blitzlicht ist das manchmal nicht so einfach.
  • Du siehst immer genau das, was du fotografieren wirst. Denn du kannst diese Lampen dimmen! Dimm einfach die Lampe, bis das Licht optimal in die Umgebungsbeleuchtung passt und schon kannst du fotografieren. Kein Raten mehr, wie es beim Blitz oft der Fall ist. Auch der Abgleich mehrerer Lampen ist so gar kein Problem mehr.
  • Die Helligkeit dieser Lampe beträgt knapp 2300 Lumen. Das ist nicht wenig, trotzdem wirst du etwas höhere ISO-Werte einsetzen müssen. In der stärkeren Version hast du sogar knapp 4700 Lumen!
  • Die Farbtemperatur ist über mitgelieferte Filter anpassbar.
  • Sie passt wie ein Aufsteckblitz in die o.g. Haltelösungen.
  • Mit 18 x 20 bzw. 19 x 26 cm Größe ist die Leuchtfläche sehr viel größer als die eines Blitzes. Vielleicht reicht es schon, die Lampe ohne Softbox zu nutzen. Und falls nicht (es kommt halt drauf an, was du dir wünschst!), ist sie gerade noch klein genug, um sie in die Firefly einzubauen!
  • Der engagierte Strobist spart sich echt viel Gefummel und günstig ist diese Lösung auch noch! 🙂

Viel Spaß beim entfesselt blitzen! 🙂

Das Equipment ist schnell besorgt, dich aufraffen, rausgehen und es einsetzen musst du schon selbst! 😉

 

6 Kommentare

  1. Hallo,

    ja ich bin ein Strobist!

    Mit den Dauerlicht habe ich aber noch keine Erfahrung gemacht. Ich setze die Lichtquelle gerne Hochfrontal mit einen Galgen ein, was bedeutet das die Modelle meistens in Richtung Blitz schauen. Mich würde interessieren, wie die Modelle (Personen) reagieren wenn es langsam dunkel wird und von den Dauerlicht geblendet werden? Das sehe ich zur Zeit als großen Nachteil des Dauerlicht.

    • Und ein Blitz blendet nicht?! 😉
      Ne, mal im Ernst: Wenn du das Licht hochfrontal einsetzt, schaut das Modell doch gar nicht hinein. Das sollte also nicht stören.:-)

  2. Rainer Weint

    Die Beispielfotos (Model im blau-schwarzen Dress) sind nicht so recht überzeugend.
    Verkrampftes Posing, Gesicht total überbelichtet 😉

    • Wenn DAS alles ist, was dich stört, ist ja alles in Ordnung. 😉

      Das soll kein Beispielfoto sein, in dem ich zeige, was ich kann. Das ist vielmehr ein Making-of, das Strobistenequipment im Einsatz zeigt. Insofern ist das keine endgültige Pose und die Belichtung spielt für diesen Zweck keine Rolle.

      Magst du mal deine Fotos zeigen?? Ich freue mich auf einen Link, der zu erstklassigen Aufnahmen führt …

  3. Ich muss mein Permanent Make up bei den Kunden fotografieren. Was verwende ich da ? Habe jetzt einen Ringblitz. Entweder zu hell oder zu dunkel die Bilder:-(

    • Die Technik scheint nicht das Problem zu sein. Wenn deine Fotos zu hell oder zu dunkel werden, solltest du mal in einem guten Fotokurs lernen, wie du das vermeidest. Schau mal, so solltest du mit der Fotografie beginnen.

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