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Studioleuchte

In meinem Buch über Porträtfotografie verspreche ich, eine Studioleuchte vorzustellen. Hier ist sie nun! 🙂

StudioleuchteStudioleuchte

Willst du im Studio fotografieren? Selbst im kleinsten Wohnzimmer kannst du ein Studio improvisieren, was den Platz anbetrifft. Wo du aber nicht allzu viel improvisieren möchtest, ist das Licht. Denn es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen “hell machen” und “Licht setzen”.

Weil Dauerlicht besonders einfach zu nutzen und zu verstehen ist, empfehle ich dir diese Form der Beleuchtung. Das Thema Studioblitz behandle ich in einem anderen Beitrag.

 

Was nicht als Studioleuchte funktioniert

StudioleuchteSo ein Baustellenstrahler aus dem Baumarkt sieht auf den ersten Blick aus wie ein guter Deal: Mit Stativ, Kosten von weniger als 20 € und Licht kommt da auch raus. Für das Handwerkern völlig ausreichend, denn da geht es darum, es möglichst hell zu machen.

Die Menge des verfügbaren Lichts ist auch sogar ausreichend. Es gibt aber einen kleinen Haken: Die Leuchtfläche ist klein und das ergibt ein sehr hartes Licht mit starken Schatten. Damit ist der Baumarkt-Strahler für die Porträtfotografie schlichtweg unbrauchbar.

Es sei denn, Nosferatu kommt öfter mal vorbei und wünscht standesgemäße Fotos von sich. 😉

 

Was wie eine Studioleuchte daherkommt …

Studioleuchte … und trotzdem nicht für Porträts geeignet ist, sind solche Studioleuchten-Sets, die du für kleines Geld bei Amazon findest.

Da ist ein Stativ mit drin, eine Softbox, die das Licht weich macht, eine Tageslicht-Energiesparlampe, ein Stromkabel und eine Tragetasche. Super, alles komplett! 🙂

Aber diese Studioleuchten sind nur für das Ausleuchten kleinerer Objekte gedacht, z. B. wenn du deine Überraschungseier-Sammlung bei eBay verticken möchtest und gute Fotos von den Figürchen willst.

So lange du nur das Gesicht deines Modells fotografierst, mag das auch gerade noch gehen. Aber alles was größer ist, wird nicht mehr genügend gut ausgeleuchtet. Denn dann musst du die Studioleuchte weiter weg stellen, um die größere Fläche auszuleuchten. Dadurch wird die Softbox wieder relativ klein zum Modell und du hast wiederum ein hartes Licht.

Außerdem kommt durch die Verdopplung der Entfernung nur noch 1/4 des Lichts beim Modell an. Mist! :-/ Da hilft es auch nicht, wenn die Anbieter für ihre Energiesparlampen extrem hohe Wattstärken angeben. Die sagen leider nicht viel über die tatsächliche Beleuchtungsstärke aus.

Es hilft alles nichts, die Dinger scheiden aus.

 

Meine Studioleuchte…

… kann ich dir bedenkenlos empfehlen. Sie kann alles, was eine solche Lampe können muss:

  • Kein störendes Blitzlicht, du machst sie an und schon geht die Sonne auf. 🙂
  • Ständige Kontrolle über die Ausleuchtung, denn was du siehst ist das, was du fotografierst. Im Gegensatz zum Blitz hast du also viel mehr Kontrolle.
  • Lichtleistung ist vergleichbar mit 2000 Watt Halogenlampe, konkret heißt das, du hast mehr als 33.700 Lumen!!! 🙂
  • Natürliche Farbwiedergabe mit einem CRi größer 95. Das bedeutet, dass du dieses Licht auch wirklich zum Fotografieren nutzen kannst.
  • Leistungseinstellung über einen Drehregler in Fünf-Prozent-Schritten. Wenn du mal weniger brauchen solltest, z. B. für den Abgleich mit vorhandenem Tageslicht.
  • Informatives LCD-Display
  • Fernbedienbar mit separat erhältlichen Jinbei Funkfernsteuerungen. Könnte ja sein, dass du bei einem komplizierten Aufbau unter der Decke nicht mehr rankommst.
  • Geringer Stromverbrauch, konstante Farbtemperatur, lange Lebensdauer – LED halt. 🙂
  • Flimmerfreie Lichtcharakteristik ist ideal für Videoaufnahmen – kann ich bestätigen.

Und jetzt der Trommelwirbel …….. es ist die Jinbei EF-200 LED V 200 W Sun Light.*

Du bekommst diese Lampe bei Foto Morgen für etwa 550 €. Ich habe sie nirgends günstiger gesehen.

 

Der Lichtformer für deine Studioleuchte

Dazu brauchst du einen sog. Lichtformer, also etwas, was das Licht weich macht wie ein Diffusor.

Bedenke: Je größer die Leuchtfläche, umso weicher das Licht. Für Kopfporträts und etwas mehr hat sich eine Softbox von einem knappen Meter Durchmesser als praktisch erwiesen. Für Ganzkörperaufnahmen darf es auch mehr sein. Hier eine Übersicht vieler verschiedener Softboxen.*

Achte nur darauf, dass sie das Bowens S-Type-Bajonett besitzt. Denn das brauchst du für diese Lampe.

Ich habe z. B. die K-150* gekauft und bin mega zufrieden. Habe schon deutlich mehr Geld für schlechtere Softboxen ausgegeben. 🙂

 

Das Lampenstativ für deine Studioleuchte

Ein stabiles Stativ, passend zu dieser Kombination, gehört unbedingt dazu. Ich empfehle Rollen dazu, dann kannst du alles gemeinsam durch die Gegend fahren. 🙂 Ich weiß, das ist viel Geld für ein Stativ. Aber wenn du dir so ein billiges leichtes kaufst, wirst du keine Freude damit haben. Diese Lichtkombi ist schwer! Und bevor die auf dein Modell kippt – das willst du nicht!!!

Ja, ich weiß, das alles zusammen kostet viel Geld. Doch es leistet auch Unglaubliches. Und ich habe schon mit unfassbar viel Licht gearbeitet und bin nicht ganz so leicht zu beeindrucken. Aber diese Studioleuchte ist wirklich top! Weil ich das lange genug mache, weiß ich, dass wer billig kauft, immer zweimal kauft. Ich weiß nicht, wie es bei dir aussieht, aber ich bin nicht reich genug, um immer alles doppelt zu bezahlen. 🙂

Ich habe diese drei Dinge auf Workshops für Babyfotografen eingesetzt, sie mit zu Kunden genommen und drehe meine Studiovideos damit. Ich bin begeistert! 🙂

ReflektorSo, jetzt hast du alles, was du für den Einkauf benötigst. Den richtigen Umgang mit der Studioleuchte lernst du in meinem Buch über Porträtfotografie.

 

 

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