Fotografieren trotz Corona, Aufgabe Tag 15: “Schatten”

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Über die Aktion Fotografieren gegen Corona-Panik
Während in der Corona-Krise das soziale Leben in Deutschland weitestgehend zum Ruhen kommt, möchte ich mit dieser Aktion etwas gegen die Langeweile und Vereinsamung tun. Außerdem kannst du deine fotografischen Skills ausbauen und so nach der Krise besser fotografieren, als vorher.
Schau dir bitte dieses Video an, in dem ich die Aktion näher erkläre.
Wenn dich die weiteren Aufgaben interessieren, findest du sie alle hier in dieser Übersicht.

Die Aufgabe am Tag 15: “Schatten”

Fotografiere doch mal einen Schatten! Aber bitte so, dass er das Hauptmotiv darstellt und eine kleine Geschichte erzählt.

Bevor du deine Kamera in die Hand nimmst ist es eine gute Idee, überhaupt erstmal mit Schatten zu experimentieren:

  • Welchen Einfluss hat der Abstand zwischen Objekt und Fläche auf den Schatten?
  • Hat die Art der Lichtquelle Einfluss auf die Härte des Schattens?
  • Welche Schatten erzeugen teiltransparente Objekte?
  • Hat die 3-dimensionale Form der Fläche, auf die ein Schatten fällt, Auswirkungen auf den Schatten?
  • Welche Farbe haben Schatten üblicherweise? Und wie kannst du diese mit dem Weißabgleich steuern?

Sobald du diese Vorarbeiten geleistet hast, überlege dir, welche kleine Geschichte du mit diesem Foto zeigen willst. Die muss gar nicht kompliziert sein und kann aus einem einfachen Satz bestehen. Ein Beispiel siehst du oben, die Geschichte lautet: “Junge Frau geht mit Hund spazieren.”

Nun tust du alles, was nötig ist, um diese Geschichte möglichst optimal herauszuarbeiten. Lass alles weg, was ablenken könnte. Zeige nur das, was wirklich wichtig ist. Nimm nur das mit in’s Bild, was die Aussage unterstützt. Improvisiere, falls nötig.

Heute willst du eine Bildmontage aus vier Fotos erstellen. Zwei Fotos zeigen das Making-of, ein Foto das unbearbeitete Foto und das letzte, rechts unten, das fertig bearbeitete Foto. Wie du solch eine Montage machst, erfährst du in diesem Video ab 1:30 min:

 

Technik und Gestaltung

Technisch ist diese Aufgabe recht einfach, gestalterisch fordert dir das Motiv hingegen einiges ab.  Fühle dich also frei, jede dir bekannte Technik einzusetzen. Als guter Startpunkt empfiehlt sich die Zeitautomatik mit einer vorgegebenen, mittleren Blende.

Hinweise zum Ablauf

Und hier noch ein paar Hinweise, damit unsere Hausaufgaben-Aktion hier gut gelingen kann:

  • Mach so viele Fotos wie du möchtest, wähle allerdings ganz streng nur die Besten aus. Dieses lädst du hoch, wie unten beschrieben.
  • Bitte nutze KEINE Archivfotos, denn du willst doch JETZT fotografieren.
  • Erlaubt sind Fotos im Datei Format JPG bzw. JPEG bis zu einer Dateigröße von 20 MB. RAW-Formate müssen vorher zum JPG umgewandelt werden.
  • Ideal wäre es, wenn du vor dem Hochladen die Fotos auf eine Größe von 1536 Pixel für die lange Seite bringst. Hier findest du die Anleitung, wie das in Lightroom funktioniert. Doch auch jede andere Bildbearbeitungs-Software hat die Möglichkeit, die Bildgröße zu reduzieren.
  • Mit dem Hochladen sicherst du zu, dass das Foto von dir selbst gemacht wurde. Lade niemals das Foto eines anderen Fotografen hoch! Solltest du das doch tun, riskierst du einen Rechtsstreit, der dich richtig teuer kommt.
  • Wir sammeln erst mal alle Fotos etwa eine Woche lang. Danach werden wir einen Teil der Fotos, an denen es besonders viel zu lernen gibt, in einem Webinar besprechen. Die Einladung zu diesem Webinar erhältst du per E-Mail in deinem Postfach, wenn du meinen Newsletter beantragt hast. Solltest du mal Newsletter noch nicht erhalten, kannst du ihn hier abonnieren.
  • Solltest du Mitglied in meiner Facebook Gruppe Fotografie-Praxis sein, dann kannst du natürlich auch dort deine Aufgaben veröffentlichen. Es wird täglich ein Beitrag zu diesem Thema dort veröffentlicht und dort werden ebenfalls die Termine für die Webinare bekannt gegeben.

Aufzeichnung des Feedback-Webinars

Hier bespreche ich alle eingereichten Schatten-Fotos:

77 Kommentare

  1. Die Aufnahme ist aus meinem Fundus, weil ich momentan ähnlich behindert bin wie Du…
    Mit der alten Sony DSC-HX20
    125 Sek.
    Blende 3,2
    ISO 100

  2. …. und jetzt will ich’s wissen, ob das Bild wieder doppelt kommt.

    NIKON Coolpix P900
    Blende F 3.2
    Bel.Zeit 1/2500
    ISO 100

  3. Hier mein heutiger Beitrag. War gar nicht so einfach. Viel probiert, zuerst mit Video-Light aber dann doch auf Blitz umgeschwenkt.

    • geniales Foto. Respekt. Ich hab versucht, es nachzustellen, ist mir aber bisher nicht gelungen. Verschiedene Schattenwürfe und die Textur über der Hand, vielleicht doch eine Doppelelichtung?

  4. Eigentlich wollte ich ein Bild auf dem die Kamera den Fotografen ablichtet, so dass die Kamera auch wie ein Fotoapparat ausschaut (seitenansicht).
    Aber falsch gedacht.
    Wenn die Kamera einen seitlichen Schatten wirft, kann sie natürlich diesen Schatten nicht mehr aufnehmen. 🙁

    Habe daher einige andere Bilder gemacht und etwas mit der Bearbeitung gespielt.

  5. Hier meine Geschichte:
    Bei schönem Wetter und strahlendem Sonnenschein. Der Durst ist groß und muss gelöscht werden…PROST!

  6. Der Schatten eines Vogels, kurz bevor er im Vogelhäuschen verschwand.
    Wusste nicht, diesen noch besser durch Bearbeitung hervorzuheben!

  7. “LESS IST MORE”

    Hallo Karsten, kannst Du bitte die vorherige Version löschen und nur diese Version aufnehmen. Sorry, das sollte nicht passieren. Habe aber eine bessere Form für die Collage gefunden …
    Danke, hat so super Spaß gemacht.

  8. Hier meine Schattenbilder:
    Zuerst der Fotospot- Garten in der Mittagszeit
    Zweites Foto – Model beim Verschneiden von Zweigen
    Drittes Foto – unbearbeitetes Bild des Schattens
    Viertes Foto – bearbeitetes Bild des Schattens
    Thema Beschneiden von Sträuchern

  9. Habe mich an frühere Schattenspiele erinnert, die mein Vater bei Langerweile immer gemacht hat….
    nun mein Versuch….habe etwas Arthrose in den Fingern…ich hoffe, man kann was erkennen ?!?!

  10. Hallo Karsten,
    hier kommt mein Beitrag zum “Schatten”. Das erste zeigt den ersten Versuch, ob Theo das Leckerli auch schmeckt und wie der Schatten so fällt. War abends, hat mir nicht ganz so gut gefallen. Das zweite einen Versuch einer anderen Geschichte. Hätte ich noch umdrehen müssen. Die Schatten waren aber nicht so schön scharf und der Boden zu dunkel.
    Auf den unteren Bildern siehst du das Endergebnis, einmal unbearbeitet und rechts das zugeschnittene, noch etwas schattenverstärkte. Die Schnurrhaare habe ich mit Absicht gelassen, nur zwei oder drei tote Würmer vom Boden wegradiert. Ja, ich weiß, man hätte die Terrasse auch vorher putzen können……
    Gruß
    Elke

  11. Schatten der “Heldinnen von Phuket”. Das Denkmal wurde den Frauen errichtet, die angeblich mal die Burmesen in die Flucht geschlagen haben.

  12. Katze am Fenster. Die Holzfigur ist weit gereist. Kam vor über 20 Jahren von Chiang Mai nach Trier und ist jetzt auf Phuket gelandet.

  13. Seit über 35 Jahren im Fuhrpark
    Hallo Karsten – Juhu, jetzt bin ich auch das erste mal aktiv dabei 🙂 Tolle Aufgabe. Dankeschön. Hat mir jede Menge Spaß gemacht.
    Der Weg zum Foto war doch länger als gedacht. Erst wollt ich ein anderes Modell nehmen, was aber zu groß war. Dann war es natürlich toll zu sehen, wie die Lichtquelle und der Winkel ihren Einfluß auf den Schatten haben. War richtig spannend. Da dann ein kleineres Modell herhalten musste, kam ich auf die Idee mit dem Porsche. Wie hätte man das eigentlich weiße Papier weiß fotografieren können ? Ich denke mal, dass der Weißabgleich da auch eine große Rolle spielt (?)
    1/60 Sek., f4.5, 35mm, ISO 320, 09:44 Uhr
    Schöne Grüße

    Thomas

  14. Ein Überraschungsei fährt mit dem Fahrrad …
    Hier die richtige Perspektive zu finden ist echt schwer.
    Blende 2,8 – ISO 100 – Belichtungszeit 1/1.600

  15. Frühjahrsputz

    1. Vorbereitungen, um Spinnweben zu beseitigen
    2. Kamera
    3. Der Schatten in Aktion (F 8.0, ISO 100, 1/320 s, Kontrast -2, ohne Stativ)

    Alle drei Fotos in unbearbeitetem Originalzustand.

    Zum Making-of des Schatten-Fotos:

    Da das gleißende direkte Sonnenlicht auf der hellen Wand und dem Schwenkdisplay sehr stark blendete, habe ich den Sucher genutzt und die Kamera nur mit der linken Hand gehalten, weil ich in der rechten ja den Handfeger hielt.

    Die eigentliche Schwierigkeit bestand nun darin, die für mich ja auch nicht sooo handliche FZ150 mit meinem Kopf so zu verdecken, dass sie in meinem Schatten völlig verschwindet, und zugleich mit einem Finger noch irgendwie den Auslöser zu erreichen und zu betätigen, ohne den gewählten Bildausschnitt zu verreißen. Aber darin habe ich jetzt schon richtig Übung! 😉

    Und: Nein, man muss auf dem Foto die Hauswand nicht nachbearbeiten, damit sie noch weißer oder gar weiß aussieht, denn sie ist tatsächlich nicht weiß!

  16. Meine Geschichte zum Bild – leider hat es mir für eine Collage nicht gereicht. 🙁

    Bei den warmen Temperaturen freuen sich die Pflanzen, die am Gebäude hoch wachsen über das Wasser, aus dem in nächster Nähe befindenten Wasserhahn.

  17. Papa muss pullern

    So, habe mir echt den Kopf zerbrochen, vieles probiert und dann bei meinen Püppchen vom alten Puppenhaus hängen geblieben.
    Hatte nur Dummheiten im Kopf, schmunzel, also überlegte ich mir, Papa geht pullern.
    Also Toilette aus dem Haus geholt, Fäden an Papas Hose genäht, damit man auch einen Strahl sieht.
    Mit dem Schatten war es so eine Sache, erst hatte ich ein Gebogenes Papier,damit der Schatten komplett drauf ist, nahtlos. Aber da wurde es mir zu sehr verzerrt. Also nochmal umdenken. Am Schluss dann doch Mit einer weissen Holzplatte die eine Wand simuliert hingestellt,sieht einfach realistischer aus.
    Die Lichtreflexe im Schatten kommen von der weissen Kloschüssel, habe ich nicht wegbekommen.

    Nun zur gewünschten 4teiligen Collage.
    Die oberen 2 Bilder Making of, unten links Schatten unbearbeitet, rechts unten das Finalbild. Hoffe habe es richtig umgesetzt.

  18. Tanze mit mir in den Morgen, tanze mit mir in das Glück…

    Unsere Schatten aus der Vogelperspektive: Eine kleine Kameradrohne, schönes Wetter = kräftige Schatten.
    Die Drohnenaufnahmen wurden ganz stange mit f 2,6, 1/2500, ISO 100 gemacht, war wohl so voreingestellt, aber bei dem Weitwinkel sowieso egal, Brennweite 4,5mm.
    Natürlich nachbearbeitet (diesmal keine Weichzeichnung, sondern Lichter rauf, Schatten dunkler, Kontrast leicht erhöht, Vignette, und im Hauptbild der color style „wooden“)

    Grüße – Ludwig

    • Lustig, fröhlich, leichtfüßig: tolles Bild. Sicher ein Spaß für das Tanzpaar, aber auch für den Betrachter der Bilder. Danke!

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