Fotografieren trotz Corona, Aufgabe Tag 49: “Kalt-Warm”

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Über die Aktion Fotografieren gegen Corona-Panik
Während in der Corona-Krise das soziale Leben in Deutschland weitestgehend zum Ruhen kommt, möchte ich mit dieser Aktion etwas gegen die Langeweile und Vereinsamung tun. Außerdem kannst du deine fotografischen Skills ausbauen und so nach der Krise besser fotografieren, als vorher.
Schau dir bitte dieses Video an, in dem ich die Aktion näher erkläre.
Wenn dich die weiteren Aufgaben interessieren, findest du sie alle hier in dieser Übersicht.

Die Aufgabe am Tag 49: “Kalt-Warm”

Hier kommt die vorletzte Aufgabe, dann endet meine Aktion Fotografieren trotz Corona. Ich weiß, dass viele, die mitgemacht haben und so viel – quasi nebenher – gelernt haben, weitermachen möchten. Deshalb geht die Workclass bald mit Aufgaben weiter – als dauerhaftes Angebot zum fairen Energieausgleich.

Für heute ist die Aufgabe zumindest technisch recht einfach. Wenn du aber ein herausragendes Foto machen möchtest, musst du schon etwas mehr investieren: Fotografiere einen schicken Kalt-Warm-Kontrast.

Du weißt: Manche Farben wirken kälter oder wärmer als andere. Wir empfinden rot-gelbe oder orange Farben als warm, blaue bis grüne hingegen eher als kalt. In deiner Fotografie kann dir diese Wahrnehmung helfen, eine Aufnahme so aufzubauen, dass du durch den Kontrast zwischen warm und kalt Spannung ins Bild bringst. Halte also einen reizvollen Kontrast zwischen kalten und warmen Farben im Foto fest!

Klar könntest du einfach einen Gegenstand in warmen Farben auf einen in kühleren legen. Doch viel interessanter – also ausdrücklich gewünscht – ist es, solch einen Kalt-Warm-Kontrast in der freien Wildbahn aufzuspüren! Und damit meine ich nicht explizit Eichhörnchen: In der Landschaftsfotografie kann es ein warmer Vordergrund vor blauem Dunst sein, in der Architektur ein gelbes Haus mit einer blauen Himmelsspiegelung im Fenster, bei Makros ein rotes Blümchen vor einem Teppich blauer Blüten usw.

Viel Spaß! 🙂

 

Hinweise zum Ablauf

Und hier noch ein paar Hinweise, damit unsere Hausaufgaben-Aktion hier gut gelingen kann:

  • Mach so viele Fotos wie du möchtest, wähle allerdings ganz streng nur die Besten aus. Dieses lädst du hoch, wie unten beschrieben.
  • Bitte nutze KEINE Archivfotos, denn du willst doch JETZT fotografieren.
  • Erlaubt sind Fotos im Datei Format JPG bzw. JPEG bis zu einer Dateigröße von 20 MB. RAW-Formate müssen vorher zum JPG umgewandelt werden.
  • Ideal wäre es, wenn du vor dem Hochladen die Fotos auf eine Größe von 1536 Pixel für die lange Seite bringst. Hier findest du die Anleitung, wie das in Lightroom funktioniert. Doch auch jede andere Bildbearbeitungs-Software hat die Möglichkeit, die Bildgröße zu reduzieren.
  • Mit dem Hochladen sicherst du zu, dass das Foto von dir selbst gemacht wurde. Lade niemals das Foto eines anderen Fotografen hoch! Solltest du das doch tun, riskierst du einen Rechtsstreit, der dich richtig teuer kommt.
  • Wir sammeln erst mal alle Fotos etwa eine Woche lang. Danach werden wir einen Teil der Fotos, an denen es besonders viel zu lernen gibt, in einem Webinar besprechen. Die Einladung zu diesem Webinar erhältst du per E-Mail in deinem Postfach, wenn du meinen Newsletter beantragt hast. Solltest du mal Newsletter noch nicht erhalten, kannst du ihn hier abonnieren.
  • Solltest du Mitglied in meiner Facebook Gruppe Fotografie-Praxis sein, dann kannst du natürlich auch dort deine Aufgaben veröffentlichen. Es wird täglich ein Beitrag zu diesem Thema dort veröffentlicht und dort werden ebenfalls die Termine für die Webinare bekannt gegeben.

97 Kommentare

  1. Nach meinem Klatschmohn-Problemkind in der Inspiclasshabe ich gedacht veruchst du die Hübsche doch mal ein wenig besser in Szene zu setzten!

    Nikon D7500 APSC
    50mm
    Blende f/2,5
    ISO 400
    1/160 Sek. Belichtung

  2. dieses foto fand ich besonders , durch ihre farbige kontraste dunkel schwarz bis blau un die gelben orange tönung

  3. Komplementärkontrast am Abendhimmel

    Spontan aufgenommen, als ich eigentlich gerade dabei war, meine Fotosachen vom Nachmittag wegzuräumen, aber noch rechtzeitig, bevor dann mit dem Wetterumschwung das Grau in Grau vorherrschte. 😉

    F 5.6, ISO 200, 1/13 s, 36 mm (KB-Äquivalent), Stativ.

  4. blaue Stunde = kalt / gelblich beleuchtetes Schloss (“Kasten”) = warm (nur die quasi übliche Nachbearbeitung), Daten: APS-C, 210 mm, f/16, 30 Sek., ISO 100

    • Sehr gut gelöst! blau/gelb ist der sehr viel bessere kalt/warm Kontrast. Ich hätte das Bild nur unterhalb der Kräne beschnitten, es gewinnt sicher nicht dadurch, dass oben noch Himmel mit Baukränen zu sehen ist.

      • Hallo Mille, vielen Dank für den Hinweis – anbei die “Reparatur”…
        (Hatte darüber auch nachgedacht, die Kräne sind wirklich fürchterlich – Modern Art – aber das kleine Stück Himmel sollte als Nachweis für die blaue Stunde herhalten)

  5. so richtig zufrieden bin ich mit dem warm/kalt Kontrast noch nicht
    EOS 80D. Tamron SP 70-300 @81mm, f/4, 1/125s, ISO 800

    • es liegt m.E. am zu frischen Grün der Blätter – denen fehlt dadurch die “Kälte” – gleichwohl ein sehr schönes Bild.

    • Da war ich wohl doch zu schnell – na ja doppelt gemoppelt ….
      Dafür hier noch ein anderes Bild. An Mamertus wagt sich die erste Dahlie aus dem sicheren Boden
      70 mm, ISO 800, Blende 9, 1/125

    • Zauberhaft! Wie hält denn dieser Wassertropfen? Ist ja phänomenal. Bei mir fällt der immer sofort runter. Oder ist das ein UHU–Tropfen?

  6. Das ist Ra ( nach dem altägyptischen Sonnengott). Manchmal finde ich ihn viel zu orange – aber je älter er wird umso intensiver wird seine Farbe.

  7. Eine rote und eine blaue Vespa treffen sich. Ich habe mich für 2 Detail-Aufnahmen entschieden.
    Und ich sage es gleich dazu: ich habe sie nicht geputzt!!! 🙁

  8. Ein bunter Schmetterling auf graublauen Steinen, auch wenn er etwas zerrupft aussieht, als ich näher ran wollte, flog er weg.

  9. zum Abschluss meiner Bilder jetzt noch einmal kalt-warm – Ceranfelder mussten ja schon anderweitig kräftig herhalten… die leichte Unschärfe lag an einer nicht verhinderbaren Schmelzbewegung des Eis (APS-C, 50 mm, f/10, 4 Sek., ISO 800) – nochmals herzlichen Dank an Karsten – und ich hoffe, die Workclass wird unter angepassten Bedingungen fortgesetzt – würde gerne dabeibleiben.

    • Das ist doch mal eine super Idee! Kalt und Warm wörtlich genommen. Und dann auch noch die Eiswürfel blau angestrahlt, oder hast du das mit dem Weißabgleich gemacht?

  10. Mein Hase musste schon bei ICM mitmachen.
    Bei diesem Bild ist ihm wenigstens nicht schlecht geworden 🙂

  11. Nun habe ich doch das erste Mal zu einem Archivfoto gegriffen, da ich nach langem Überlegen und Suchen einfach kein geeignetes Motiv gefunden habe. Jetzt bestehen zwar sogar gewisse Ähnlichkeiten zu Sigrids Foto ;), aber ich stelle es trotzdem ein. Es ist vom vergangenen Herbst.

  12. Ich hätte so gerne etwas anderes als die x-te Blume gezeigt. Aber leider musste am Ende doch wieder der Garten herhalten.

  13. Nicht, dass ich auf die Suche nach einem Eichhörnchen gegangen bin… ich habe die Augen offen gehalten und dann war es halt da. Und so ist das für mich ein schönes Beispiel aus dem Wald. Deshalb auch die hohe ISO Zahl, um auf eine möglichst kurze Belichtungszeit zu kommen. Die Blende ist max. geöffnet.
    Hier die Daten: ISO 1600, 300mm, f/5,6 1/2000″

  14. und noch ein zweites Bild: Diesmal ein Blatt aus unserem Garten. Der Strauch (Diabolo) hat eigentlich rotbraune Blätter, eines ist jedes Jahr halb grün.
    Auch hier die Daten: ISO 400, 40mm, f/3,3 1/60″

  15. Ich hab noch was gefunden. 😉 Weil die Blüte auf einer Seite etwas mitgenommen war, musste ich viel zuschneiden. Geht hoffentlich trotzdem.

  16. So heute mal nicht in der letzten halben Stunde. Sonst hat Ludwig ja garkeine Chance mehr, der Letzte zu sein… 🙂
    Alle auf einem Spaziergang mit Fotoabsicht entstanden. Da das dummerweise schon in der Dämmerung war musste ich hinsichtlich Farbkontrast das ein oder andere bearbeiten.
    Den Anfang macht eine Reihenhausgrenze.

  17. Ein alter Hydrant, sieht man nicht mehr so häufig in dieser Art. Ich war eigentlich wg. etwas anderem unterwegs, also heim, Cam geholt und nochmal da hingefahren. Einen anderen Standpunkt konnte ich leider nicht wählen, da entweder ein Wohnhaus oder eine Strasse ins Blickfeld kommen würde.

    ISO100, 1/20s, f8, 105mm

    • Ja, sieht schwer nach einer Vespa aus. Aber, wie Karsten so schön zu sagen pflegt: “Le mieux c’est l’ennemi du bien!” Deine Reihenhausgrenze ist einfach unschlagbar und spiegelt so ein bißchen deutsche Eigenbrödlerei wider, erzählt also auch noch ne story.
      Nur die beiden halb abgeschnittenen Türen, da stört mich was und weiß es nicht genau. Vielleicht wäre Querformat trotz der zentralen vertikalen Streifen besser? Da bin ich mal auf Karsten gespannt.

  18. Und zum Schluss noch der Blick in den blauen Himmel durch einen wahnsinnig roten Baum durch. Auf dem Foto waren beide Farben nicht so extrem, aber in Wirklichkeit ist der Baum echt so rot und wäre ich Mittags unterwegs gewesen, wäre auch der Himmel so blau gewesen…

  19. Dies ist eine der vielen rostigen Skulpturen,und ich dachte das rostfarbene vor dem grün würde gut passen.
    Ich habe versucht die Rostfarbe rauszuarbeiten, besser ist es mir leider nicht gelungen. Und ja, ich habe oben etwas weggelassen, da ist ein dussliges weisses Dach drüber was in keinster Weise schön ist und auch gestört hat.

    Iso100, 105mm, f5,6 1/4s

  20. Und als ich auf “Vogeljagd” war ist mir dieser kleine Falter über den Weg gelaufen, deshalb hatte ich nur das grosse Tele dabei. Dafür ist es aber nicht ganz so schlecht geworden. Wäre jetzt nicht meine Wahl gewesen das Objektiv, aber wie heisst es so schön? Das Beste ist immer das was du auch dabei hast.

    Iso800, 300mm, f9, 1/400

  21. 2 Fotos vom heutigen Spaziergang im Grünen und das Pilzfoto vom letzten Herbst, weil ich es so schön finde

  22. Dann waren vorgestern plötzlich Alpakas auf der Weide…
    …das Rebhuhn hat sich schnell ins hohe Gras verzogen
    ..die Falken habe ich vor 3 Wochen erwischt

  23. Ein grauer Wintertag lässt alles so trist aussehen (Originalbild Jan 2019).
    Doch es genügt ein wenig Phantasie und schwupps, kommt mir das Bild, anfangs zaghaft verschwommen, doch dann immer klarer. wieder so lebhaft vor wie 1972, als ich zur Olympiade dort sein durfte.

      • Danke, Volker. Dies ist ja auch nur eine von vielen Möglichkeiten.
        Ich habe versucht, die Unschärfe-Vision im Hintergrund zu einer scharfen “Realität” im Vordergrund werden zu lassen (die vorderen Sitzreihen und Dachkonstruktion).

  24. Bild vom 18.03.2020, da hatte ich von Karsten Kettermann noch nix gehört….
    Leider nur aus dem Archiv, (nur kurz beschnitten)
    bei mir ist gerade viel los…. , aber beim durchsehen des Archivs kommt fast überall warm kalt,.

  25. Mal gucken ob das Foto noch geladen wird. Ein bisschen spät heute.
    Eine Blautanne

    FZ1000, F/2,8, 1/200”, ISO 400, 25mm

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