Makrofotografie mit Bordmitteln? Das geht!

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makrofotografie

Makrofotografie ohne Makroobjektiv – kann das funktionieren? Und ob!

Makrofotografie mit Bordmitteln – so geht’s

Makrofotografie funktioniert nur mit teurem Zubehör, wie zum Beispiel einem Makroobjektiv?

Das ist Bullshit!

Wie du mit einer kleinen Übung unfassbar gute Makrofotografie machen kannst, erfährst du im folgenden Video. Dabei benötigst du nichts weiter als deine Kamera mit einem Universalzoom. Das sind die Objektive, die üblicherweise zusammen mit Kameras im Set verkauft werden und Brennweiten von Weitwinkel bis zum leichten Tele mitbringen.

Im Video stelle ich dir eine kleine Übung vor, bei der ich dich und deine Kamera nötige, möglichst wenig Technik einzusetzen.

Uff, was soll das?? Jetzt hast du die Technik teuer bezahlt und sollst sie jetzt nicht einsetzen?

JA!! 🙂

Als Belohnung dafür erhältst du aber ein unglaublich wertvolles Geschenk von mir:

Durch die Reduktion auf das Nötigste wirst du deine Wahrnehmung trainieren!

Klar, das klingt erst mal wie ein Nachteil, wenn ich dir technische Möglichkeiten nehme. Doch wenn du diese Übung ernsthaft durchziehst, wenn du ein bisschen Zeit investierst und das vielleicht sogar hier und da öfter mal zwischendurch machst, dann wirst du belohnt durch eine deutlich bessere Wahrnehmung.

Das ist der erste Schritt zur guten Fotos: Denn nur was du wahrnimmst, kannst du auch fotografieren!

Also zieh dir das Video rein und hab Spaß bei der kleinen Übung. 🙂

 

Das Video

 

Fazit: Makrofotografie geht auch mit Bordmitteln

Ich garantiere dir, dass du ein deutlich besserer Fotograf wirst, wenn du diese Übung in den nächsten Wochen einfach mal hier und da für ein Viertelstündchen durchführst. Die Ergebnisse werden dich überraschen und dir klarmachen, dass der Fotograf die Fotos macht – und nicht die Kamera!

Es soll ja immer noch Menschen geben, die denken, dass eine Kamera das Foto macht. Doch dem ist nicht so!

Die Kamera ist nur das Werkzeug, das dir ein Bild festhält, das du dir vorher mit Augen und Hirn “zusammengedacht” hast.

Wenn du besonders gute Makrofotos machen willst, ist natürlich mit einem speziellen Makroobjektiv mehr möglich. Das will ich hier nicht verschweigen. Aber es ist doch erstaunlich, was du schon mit Bordmitteln erreichen kannst oder?!

Wenn du Makrofotografie so können willst, dass du nicht nur an der Oberfläche kratzt, dann sieh dir mal meinen Makro-Boost an, ein Makrofotografie-Onlinekurs der Extraklasse:

Infos zum Makro-Boost

 

So, jetzt bist du dran: Was sagst du zu dieser Übung? Genial oder Schwachsinn?

Hinterlasse jetzt einen Kommentar, denn du weißt ja: Der Künstler lebt vom Applaus! 😉

 

 

147 Kommentare

  1. Hallo Karsten, wieder einmal ein schönes Video und großartig erklärt. Leider habe ich kein Kit Objektiv mehr. Würde mein 35 mm Objektiv auch gehen?

  2. Der Sinn der Übung ist gut und interessant. Habe ich so schon getan und ausgeführt. Inzwischen habe ich ein sehr gutes Makro Objektiv in meiner Sammlung. Vereinfacht natürlich das ganze, aber dann dieser Technik, kann man auch auf reisen, wo man nicht alles Objektive mitnehmen kann.

    Ein kleiner Kritikpunkt. Ab 8:22 ist das Bild nur noch unscharf. Kurze unschärfte mit dem Klick Foto geht ganz gut, aber so 30 Sekunden unscharf, beginnen mir zumindest die Augen weh zu tun. Ich persönlich hätte dort gerne ein zwei Fotos von Makro Fotographie gesehen. 🙂

    • Danke, Annika! 🙂
      Ja, ich glaube, die Übung geht auch in der Schweiz. Obwohl … die vielen Berge ja auch ein klasse Motiv sind. Aber das ist wieder ein anderes Thema. 😉

      • Das stimmt, da könnte ich dir auch schon einige meiner Ergebnisse zeigen… Aber eben auch bei den Makro Übungen kam einiges Schönes raus hier ?
        Fotografie ist einfach etwas Tolles, und ich habe auch das Gefühl, seit ich das intensiver betreibe, nehme ich mehr wahr als andere.

  3. Wow super!
    Diese tollen Tipps werde ich in Zukunft anwenden, vielen Dank!
    Bis anhin getraute ich mich nicht an die Makrofotografie, doch das wird sich ab sofort ändern.

  4. Hallo Karsten ,
    Dein Artikel und Video ist sehr schön. …aber..Ich habe die Nikon D 7200
    und das Tamron 90mm f 2,8 Objektiv !
    Oft ist mir der Schärfepunkt nicht scharf genug…Die Einstellung müsste
    okay sein…Ist es wohl besser , wenn ich ein Stativ nehme..?
    Mit freudlichen Grüßen Sigrid

    • Hey Sigrid, die meisten guten Makrofotografen kämen nie auf die Idee, Fotos ohne Stativ zu machen. 😉
      Und blende mal ab, die Blende 2,8 ist im Makrobereich fast unbrauchbar – es sei denn, du willst zart dahinschmelzende, luftg leichte Bilder mit fast nicht vorhandener Schärfentiefe.

  5. Hallo Karsten,
    die Ergebnisse waren jetzt nicht so berauschent gegenüber Aufnahmen mit einem richtigen Makrobjektiv aber es hat Spass gemacht und in dem man sich auf das Wesentliche beschränkt ist man darauf angewiesen sich etwas einfallen zu lassen um daraus das Beste zu machen.
    Ahnlich gut auch der Tipp einfach mal eine Zeitl lang sich auf einer Festbrennweite z.B 50mm festzulegen. Raus aus der Bequemlichkeit fördert die Kreativität.
    Danke für den Anstoss.

    LG Tom

  6. Hallo Karsten,
    klare einfache Anleitung. Habe es gleich ausprobiert. Im Wohnzimmer!! Steinchen von
    irgendwelchen Urlauben einfach auf den Boden gelegt. Buchrücken im Regal, sonstiger Kleinkram. Also die ersten Fotos waren relativ unscharf, nach dem ca. zehnten….. schon richtig gut. Das werde ich jetzt am Wochenende draußen weiter üben.
    Wünsche Dir ein schönes Wochenende, Gundela

  7. Hallo Karsten, zunächst mal danke für die Anregung.
    Da ich die Makrofotografie liebe, werde ich in der nächsten Zeit den autofokus ausschalten und bin total gespannt, was passiert

  8. Hallo Karsten,
    das ist ein Video, wie für mich gemacht, super. Ich habe zwar ein Macro-Objektiv, aber auf diese von Dir beschriebenen Grundlagen ( z.B. ohne den AF zu üben ) bin ich gar nicht gekommen. Wenn habe ich versucht alles manuell einzustellen. Dafür bin entweder ich zu langsam oder die Tiere zu schnell….. hmmm. Also fang ich doch mit den Grundlagen an.
    LG Bärbel

  9. Hallo Karsten,
    ich hatte gedacht man benötigt dazu Makroringe.
    Mit Deinem Video ist es erstaunlich leichter solche Aufnahmen zu machen.
    Vielen dank dafür.

    Gruß Manfred

    • Alles kann, nichts muss. Zwischenringe sind eine tolle Ergänzung, aber nicht immer muss man so extrem nahe heran. Also immer erstmal die Grenzen der Kamera austesten, dann kannst du dich innerhalb dieser Grenzen optimal bewegen. 🙂

  10. Grundsätzlich, DANKE, Karsten für deine Zeit die du uns suchenden Hobbyfotografen mit deinen Aktivitäten schenkst. Auch wenn du (völlig zu recht) Hinweise auf dein Geschäft einbaust, so bleibt es doch ein riesiges Geschenk für uns! Das bitte ich alle die wie ich hier lernen, zu würdigen!
    Makro Lernvideo; eine sehr gute Übung die mich an die Fotografie mit dem Makroschlitten erinnert (Zwinkersmiley !)

    • Gerne, Alfred.:-)
      Und gut, dass dich das bisschen Werbung nicht stört. Ich investiere sehr viel Zeit in diese Beiträge. Das kann ich nur, wenn ich keine Aufträge erledigen muss, die mich und meine Familie am Leben erhalten. Aber das ist ja auch nur ein Angebot, niemand muss das annehmen!
      Wer das nicht erträgt, soll bitte hingehen, wo der Pfeffer wächst. Da gibt es zwar Pfeffer, aber nicht so gut verständliche Infos, die Fotografen weiterbringen. 😉

  11. Hallo Karsten,
    vielen Dank für diesen super Tipp für Macro-Fotografie! Habe es gerade (19,12 Uhr) sofort ausprobiert und es klappt hervorragend. Versuchsweise habe ich alle Kugelschreiber fotografiert, die hier auf meinem Schreibtisch liegen (haha).
    Morgen werde ich also in den Garten gehen und bei diesem super Wetter deinen Tipp dort ausprobieren.
    Danke nochmal und einen schönen Abend!
    Herzliche Grüße
    Sabine

  12. Moin Karsten, dein Video über die Makrofotografie ist prima. Bin gleich raus mit meiner Kamera und hab es versucht. Es klappt prima. Im Stehen nicht so anstrengend wie im Knien 🙂 Außerdem habe ich nach dem letzten Online-Fotokurs am Mittwoch, eine andere Sicht auf Bilder. Ich schaue mir Vorder und Hintergrund genauer an . ( Vordergrund, macht Bild gesund). Stimmt. Viele Fotos auf meinem Kalender auf der Arbeit sind so gestaltet.
    Ich würde mich freuen, noch mehr von dir über die Makrofotografie zu erfahren.
    Lg: Marita

    • Danke, Marita! 🙂
      Schön, dass dir der Online-Fotokurs gefallen hat. Und ja: Die Perspektive ist auch in der Makrofotografie ein sehr wichtiges Gestaltungsmittel. 🙂

  13. Die Idee Makros ohne Makrobjektiv zu fotografieren finde ich klasse.
    Ich selber mache es schon eine ganze Weile, doch ich nenne es “Ausschnitte” fotografieren.
    Gerade im Wald hat man da die besten Möglichkeiten. Ich fotografiere gerne Pilze die an Bäumen sind, das gibt es eine riesen Auswahl.
    Wie die heissen, das weiß ich nicht, aber viele sehen unhemlich schön aus.
    Zu dem fotografieren spiele ich auch noch ein wenig mit dem Weißabgleich herum, so kann man diese Pilze in schöne Lichtstimmungen versetzen.

  14. “Da solltest du dir zwei Minuten für einen Kommentar nehmen können, oder?!”

    Bin schneller:

    Ein richtig guter Artikel ! Danke!

    • Nicht vergessen, Sonja! Oder besser: Dick einpacken und es trotzdem tun. Schieb das nicht auf die lange Bank, du würdest überrascht sein, was mit Rauhreif überzogene Blätter und Gräser im sanften Licht der aufgehenden Sonne klasse aussehen! 🙂

  15. Top Karsten. Klasse erklärt-dazu mit Anleitung. Das ist der Motivationsschub für morgen. Ich werde eines anschließend in die Gruppe posten. Das Tutorial ist klasse und nachvollziehbar erklärt! Respekt. So ist es für jeden nachvollziehbar und sofort umsetzbar.

  16. Hallo Karsten,
    die nächste Flechte kann kommen! “Leider” kann ich es erst morgen ausprobieren. Aber es stimmt schon: “It’s the little things that make life big”. – Nur was mache ich jetzt mit meinen Makro-Ringen…

    • 🙂
      Die Makroringe nutzt du auf die gleiche Weise, wenn du magst. Der Unterschied ist dann nur, dass du noch häher herankannst und die kleinen Dinge noch viel größer draufbekommst. Mehr nicht, aber auch nicht weniger! 😉

  17. Ah ja – klingt herausfordernd.
    Ich werde es ausprobieren, bin allerdings skeptisch. Einfach weil ich’s im Nahbereich nicht so mit dem scharfen Sehen hab. (Altersweitsichtigkeit und so.) Ich bin im Prinzip heilfroh, dass ich den Autofokus hab, denn grade jetzt im Winter wäre ich ohne komplett aufgeschmissen. Und grade im Nahbereich ist es halt schwierig. Der Bereich, der Gleitsichtbrille liegt ziemlich weit unten und mit der Lesebrille auf der Nase kann ich sonst draußen nix anfangen. Eher ziehe ich die Brille ganz ab und vertraue dem AF. Aber getestet wird’s – versprochen.

    • Wenn möglich, setz die Brille ab und stell den Dioptrienausgleich der Kamera passend ein. Dann siehst du durch die Kamera scharf – und nur darauf kommt es in dem Fall an.
      Berichte, wie es geklappt hat! 🙂

  18. Interressant was passiert, wenn die Elektronik der Kamera abgeschaltet wird! Jetzt wird man selbst zu einem Teil der “Technik der Fotografie”. Viele normale Dinge erscheinen nun auf dem Monitor in voller und erstaunlicher Größe. Man sieht auf einmal Sachen, die man sonst nicht beachtete: die ausgefranste Briefmarke, ein paar Elektronikbauteile auf dem Tisch und eine Wäscheklammer aus Holz.
    Danke für die “neuen” wundervollen Bilder und den neu erworbenen Blick dafür.

  19. Es wirklich spannend wenn die Automatik nicht wirken kann. Habe festgestellt wie schlecht meine Kit-Objektive sind, die kleinste Zahl war noch ganz schön groß.
    Es ist ein Weg vom Knipser zum fotografieren zu kommen. Vielen Dank für die Mühe

  20. Hallo Karsten,
    vieln Dank für dein sehr interessantes Video! Hast du toll erklärt! Hab es gleich mal bei uns im Garten ausprobiert. Es sind einige ziemlich interessante Fotos dabei entstanden. Werde es mal am Wochenende weiter vertiefen.

  21. Vielen Dank, ein richtig toller Artikel 🙂 Habe es mit der lustigen Kaffeetasse probiert. Klasse. Heute geht’s raus in den Park – bin gespannt was ich sehen werde und die Bewegung kommt auch nicht zu kurz 😉

  22. Das hat mir sehr gefallen !
    Gut verständlich erklärt und eine neue Perspektive aufgezeigt.
    Ich werde es dieses WE umsetzen, da ich tatsächlich mal etwas Zeit habe, da mir dieses Tutorial gerade recht. 🙂
    Vielen Dank !
    Gruß
    Harry

  23. Ein echt guter Tipp für die Vorauswahl. Für Makros nehme ich aber meistens ein Stativ mit, um die Schärfe noch besser einstellen zu können.

    • Ja, das Stativ ist für viele Makrofotografen ein Muss.
      Aber du sagst es: Mit dieser Übung die richtige Perspektive finden und erst danach das Stativ aufstellen!!!
      Dann kommt man auch nicht auf die Idee, zuerst das Stativ aufzustellen – und evtl. auf die perfekte Perspektive zu verzichten. 😉

  24. Hallo Karsten,
    hab gestern Kaminholz gemacht und dabei auch eine Linde gefällt. Tolle Maserung um Holz, eigentlich viel zu schade zum Verbrennen.
    Heute früh sofort raus mit dem Kit Objektiv und die schönsten Ringe für die Ewigkeit festgehalten.
    Morgen früh geht es zum Sonnenaufgang ins Moor und ich werde mal ganz besonders auf die kleinen Dinge achten.