Fotografieren trotz Corona, Aufgabe Tag 20: “Das Ding”

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Über die Aktion Fotografieren gegen Corona-Panik
Während in der Corona-Krise das soziale Leben in Deutschland weitestgehend zum Ruhen kommt, möchte ich mit dieser Aktion etwas gegen die Langeweile und Vereinsamung tun. Außerdem kannst du deine fotografischen Skills ausbauen und so nach der Krise besser fotografieren, als vorher.
Schau dir bitte dieses Video an, in dem ich die Aktion näher erkläre.
Wenn dich die weiteren Aufgaben interessieren, findest du sie alle hier in dieser Übersicht.

Die Aufgabe am Tag 20: “Das Ding”

Heute fotografieren wir einen Haushaltsgegenstand, ein Ding, das üblicherweise wenig Beachtung findet. Aber nicht einfach so, sondern du willst ihn so in Szene setzen, als wäre er ein Kunstwerk, ein besonderes Kleinod, ein rares Sammlerstück.

Nimm dir Zeit zu überlegen, wie du seine Eigenschafte besonders herausarbeiten kannst, inszeniere ihn wie einen Superstar, sorge dafür, dass alles zusammenpasst und edel aussieht.

Ich bin gespannt, was dir dazu einfällt. 🙂

Technik und Gestaltung

Technisch wird es einfach, gestalterisch fordert dir das Motiv einiges ab. Du solltest dies aber als Herausforderung ansehen: Egal, wie das Ergebnis hinterher aussieht – du wirst auf jeden Fall reichlich bei dieser Aufgabe lernen!

  • Nutze eine geringe Schärfentiefe, um nur den Gegenstand scharf zu zeigen. Der Rest verschwindet in der Unschärfe.
  • Verwende ein besonderes Licht, z.B. eine Taschenlampe, um nur den Gegenstand herauszuarbeiten.
  • Experimentiere mit farbigem Licht, wenn es passt, kann das klasse sein.
  • Auch mehrere Lichtquellen können klasse wirken.
  • Bei der Bildbearbeitung darfst du diesmal so richtig die Kuh fliegen lassen. Oder du wählst eine realistische Bearbeitung.
  • Bei all den technischen Hinwiesen willst du alles darauf abstellen, dass am Ende ein schickes Foto dabei rauskommt.

Feedback zu den eingereichten Fotos

Hier bespreche ich alle eingereichten Fotos:

79 Kommentare

  1. Mal wieder meine Eisenbahn in Spur N
    Diesmal eine Fleischmann Piccolo, mit künstlicher Begrünung im Hintergrund, ein Polizeiauto und ein Polizist im Vordergrund

    mit 50mm, f2, ISO 140, 1/80 Belichtung vom Stativ

  2. Das Ding: Die Knob­lauch­pres­se
    Wird oft genutzt, deshalb auch mit Gebrauchsspuren und nicht sonderlich beachtet.

  3. Wie sagte Bettina Reims: Fotografieren ist mehr als auf den Auslöser drücken. Wie wahr! Suchte verzweifelt nach einer schwarzen Unterlage für die Glühbirne. Mein neuer gebrauchter PC hat eine schwarze matte Fläche, also die Glühbirne daraufgelegt. Dann Teelichter in verschiedenen Farben dahinter gestellt. Kleines Stativ aufgebaut, Kamera mit Makro an das Stativ, Fokus eingestellt, Stirnlampe über den Kopf. Fernauslöser habe ich noch keinen. Es kann losgehen!

  4. mein Lieblings-Kajal… Schon so klein gespitzt, dass die Verschlusskappe mittlerweile größer ist, als der Stift selbst, aber ich kann mich nicht von ihm trennen!

      • … auch zwei Wochen später: Bin begeistert von diesem Bild. Wenn gleich ich mittlerweile ja ICM “gelernt” habe, ist mir nicht klar, wie die Bürstenstreifen entstanden sind. Bewunderung ?

  5. Diesen Gegenstand kannte ich auch noch nicht. Der lag verborgen in der Schublade. Den kannte nur meine Frau, hatte ihn aber selten benutzt.
    Na, wer kennt den Gegenstand?

    • Hallo zusammen,
      hier nochmal wie von Karsten gewünscht die Vergrößerungen der chromatischen Aberationen am Kopf des “Seepferdchens” Käsemessers.
      Bild 1 mit chromatischen Aberationen ( CA’s ) . An der Nase oben und den oberen Zacken rot zu erkennen, und an dem Maul und unteren Hals grün zu sehen.

  6. 2. Versuch…
    Menno, schwieriger als gedacht! Viele Versuche später konnte ich mich nicht entscheiden und deshalb mehrere Fotos.
    Dieses Sonnenglas ist in Südafrika hergestellt worden. 65 vorher arbeitslose Männer und Frauen arbeiten in der Herstellung. Es hat Solarzellen, die durch die Sonne wieder aufgeladen werden, aber man kann sie auch mit einem Handykabel aufladen. Mir dient sie als Deko und auf der Terrasse als gemütliche Lichtquelle.
    In Afrika, wo Strom fehlt, für den Nachhauseweg im Dunkeln und für arbeiten im Haus z. B.!

  7. Das Foto hat mich vielleicht Nerven gekostet. Da brauch ich erst mal einen Kaffee. Ich habe Tische auf den Kopf gestellt, die Rollos runter gelassen und dann bei Langzeitbelichtung mit der Taschenlampe rumgefuchtelt bis nach ein paar Stunden endlich ein Bild enstanden ist womit ich zufrieden bin. Die Mühle wurde vor Urzeiten mal benutzt und steht seitdem nur noch als Deko in der Küche.

  8. Mein morgendliches „Ding“, obwohl Notte draufsteht. Diesmal keine „weichgespülte“ Interpretation, sondern ein mühsam bearbeitetes Produktfoto. Gefühlte 1000 Staubkörnchen mussten trotz Einsatz von Glasreiniger und Poliertuch radiert und weggestempelt werden.
    Für die Blendensterne sorgte trotz MFT-Sensor eine f/18, bei ISO 400 = 20 sec. Als Beleuchtung dienten 2 LED-Taschenlampen.

      • Danke.
        Ich zeig euch noch das Ausgangsbild, wo man zudem im Streiflicht die erheblichen Abnutzungs-Kratzer im Glas erkennt, welche ich weitgehend wegbearbeitet habe. In der 100% Ansicht ist trotz Blende 18 die Schärfe noch hinnehmbar. Aber ansonsten höre ich jetzt bei meiner MFT-Kamera bei f/11 auf – Karsten sei Dank 🙂

    • Making-of zu Das Ding:
      Als Lichtquelle diente ausschließlich das Tageslicht, das von links durchs Küchenfenster fiel, den Hintergrund bildete eine schwarze Velours-Sofadecke, und für die schwarze spiegelnde Fläche musste unser Toaster in Seitenlage herhalten. 😉

  9. Hallo zusammen,
    “Das Ding” ist in Natura ein grüner Kugelschreiber (der Stiel) mit einer roten Gummiblüte. Die Blüte neigt sich leicht nach unten. Als Lichtquellen, hatte ich zur Verfügung eine Deckenlampe und eine rot leuchtende Taschenlampe. In der Bildbearbeitung habe ich einen Filter draufgelegt und die Belichtung leicht angehoben.
    F5, 80sec, 75mm, ISO 800.

  10. Ein im Haushalt oftmals unbeachtetes Ding – tja, das fiel mir erst heute morgen ins Auge, weil eben meistens unbeachtet: der Türstopper! Er sorgt dafür, dass wir nicht ständig die Wände reparieren müssen… Und damit erfüllt er genau die Kriterien für diese Aufgabe: ein Star aus dem Hintergrund, der jetzt auch mal Beachtung verdient.

  11. Ja, das gehört eigentlich zur Kategorie “Low Key”, aber vor weißem Hintergrund hat es mir einfach nicht so gut gefallen… Ich zeichne noch oft mit Tinte und Tusche, aber sonst begegne ich Tintenfässern eher selten. Schade eigentlich, es macht super viel Spaß, Feder und Tinte zu nutzen!

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