Zum Inhalt springen

Wie ich fotografieren lernte …

… und wie DU das auch schaffst!

Lass mich dir die Geschichte erzählen, wie es bei mir mit der Fotografie angefangen hat. Und wie es sich für eine gute Geschichte gehört, kannst du natürlich am Ende daraus etwas lernen. Doch fangen wir vorne an. 🙂

Es machte Klick!

Ich war zarte 15 Jahre alt und auf dem Lehrgang einer Jugendorganisation, der ich damals angehörte. Am Abend sollte die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen. Auf diese Übertragung der Europameisterschaft freuten sich von 40 Teilnehmern des Lehrgangs alle 39 anderen – nur ich nicht. Allzu groß war damals meine Aversion gegen Fußball, als dass ich mich aus rein geselligen Gründen dazu gesetzt hätte.

Also nutze ich die Gelegenheit, mich in dem alten Schloss, in dem der Lehrgang stattfand, herumzutreiben. Schließlich kam ich in die Bibliothek und mir fiel ein Buch über Fotografie aus den fünfziger Jahren in die Hände. Da war es um mich geschehen!

Meine erste KAMERAdin!

Ich konnte das Ende des Lehrgangs kaum abwarten. Als das Wochenende und der Lehrgang vorbei waren, fuhr ich mit dem Rad in die Stadt und kaufte mir einen Schwarzweißfilm, einen Ilford FP4. Damit stand ich dann eine Stunde später hinter meinem Elternhaus mit der alten Dakora Dignette meines Vaters in den Händen. Und ich fotografierte zum ersten Mal in meinem Leben – das war toll!

Dass mein Motiv nun recht profan war, nämlich Kühe im Nebel, störte mich damals nicht: Ich kam mir vor wie ein großer Künstler!

Die Anfänge

Von nun an versuchte ich, soviel wie möglich über Fotografie zu lernen. Mich bei der VHS für einen Fotokurs einzuschieben, gelang nicht. Bereits am frühen Morgen waren damals alle Kursplätze ausgebucht. Und da ich nicht ein halbes Jahr warten wollte, fuhr ich in die Stadtbücherei. Hier gab es Futter – massenhaft!

Ich verschlang in den folgenden Monaten alles, was in irgendeiner Weise mit Fotografie zu tun hatte. Doch bei aller Leserei war mir eines schnell klar: Wenn ich das Gelesene nicht auch in der Praxis ausprobieren würde, würde ich es nie lernen. Und so habe ich alles, was ich in den Büchern fand, auch tatsächlich ausprobiert.

Die Begrenzung

So hab ich auf die harte Weise gelernt zu fotografieren. Damals gewährten wir meine Eltern ein Taschengeld von 40 DM. Ein Film kostete 7 DM (zumindest die guten Kodak), die Entwicklung 5 DM. Wenn ich dann 36 Abzüge aus dem Labor abholte, war ich noch mal 18 DM los. Danach blieb mir noch das Geld, um für den nächsten Monat schon mal einen weiteren Film zu kaufen. Naja, für ein Wassereis am Kiosk hat es dann auch noch gereicht. 🙂

Mit solch begrenzten Mitteln ist natürlich die Lernkurve nicht besonders steil.

Außerdem musste ich mir ja für jedes einzelne Foto die Werte notieren: Brennweite, Belichtungszeit, Blende. Diese Werte trug ich immer in einem kleinen Buch ein, dass ich mit mir führte. Kamen dann nach einer knappen Woche die Abzüge aus dem Labor, habe ich ganz systematisch jeden Abzug mit den notierten Werten verglichen und daraus meine Schlüsse gezogen. Ich wollte es halt ganz genau wissen.

Und heute?

Mit alldem musst du dich heute nicht mehr rumschlagen. Zum Glück! Du kannst auf deine Speicherkarte massenhaft Fotos speichern und die Kamera notiert dir in den Metadaten alles, was du wissen musst.

Obendrein gibt es das Internet. Hier findest du Millionen von Seiten, die Fotografie zum Thema haben.  Doch welche Informationen sind wichtig? Was musst du wirklich wissen, um gut fotografieren zu können? Ist es die Kamera, die das Bild macht, oder doch du selbst?

In meinem Fotokursen treffe ich recht häufig auf Menschen, die sich genau diese Fragen stellen und die meisten haben schon eine Odyssee durch Internetforen, Facebook-Gruppen und was das Internet noch hergibt, hinter sich. Und alle sind Sie auf der Suche nach genau diesen Informationen. Doch obwohl die meisten wochenlang täglich viele Stunden ihrer Freizeit opferten, kommen sie über Halbwissen und trotzdem verwackelte Fotos nicht heraus. Erkennst du dich wieder?

Ich bin fest davon überzeugt: All diese Informationen sind da draußen auch vorhanden!  Und jetzt kommt das große ABER…

Die Grenzen des Selbststudiums

Ob eine Info für dich wichtig ist, oder eher nicht, das kannst du natürlich als Anfänger eher weniger gut beurteilen.

Und noch ein Problem gibt es bei dieser Form des Selbststudiums: Im Netz arbeitet für dich niemand die Zusammenhänge zwischen all diesen Themen heraus. Und das ist die eigentliche Kunst: Zu beurteilen was wichtig ist und wie das alles zusammenhängt und in der Praxis anwendbar wird. Doch da lässt dich das Internet mit seinen vielen Einzelinformationen leider im Stich.

Du kannst fotografieren also niemals durch das Lesen von Einzelinformationen lernen!

Die Lösung

Hier helfen Fotokurse und Bücher schon sehr viel weiter. Indem du dich auf ein gutes Buch oder einen Dozenten mit viel Praxiserfahrung einlässt, profitierst du und deine Fotografie ganz deutlich davon. Die Nebensächlichkeiten fallen unter den Tisch, und das ist gut so.

Gerade am Anfang benötigst du unbedingt eine grobe Struktur, anhand der du dich durch deine ersten Versuche hangeln kannst. Wenn das erst mal erledigt und diese Struktur gefestigt ist, dann kannst du dich später auch wieder mit einzelnen Themen beschäftigen.

Wenn du schon mal ein grundlegendes Verständnis hast, fällt es dir später gar nicht mehr so schwer, auch Einzelinformationen zu verarbeiten, einzuordnen und zu merken.

Der Königsweg

Eines muss dir von heute an klar sein: Fotografieren wirklich erlernen wirst du nur, wenn du auch selbst fotografierst. Probieren geht über studieren, das habe ich selbst erst in meinem eigenen Fotografie-Studium begriffen. Fotografie ist kein Sport für Zuschauer, sondern für Macher. 🙂 

Doch was kannst du machen, um ganz konkret fotografieren zu lernen?

Hier habe ich ein paar Vorschläge für dich. Und das alles zu einem Bruchteil des Geldes, das ich damals ausgeben musste, um Fotografieren zu lernen. 🙂

Alternative 1 für Buchwürmer: Eine gute Fotoschule

Der perfekte Einstieg in die Fotografie.

Deshalb mein Tipp für dich: Finde ein gutes Buch (i.e. eine Fotoschule), das dir die Fotografie erklärt. Du erfährst, was wichtig ist, wie alles zusammenhängt und wie du es praktisch angehst. Und weil ein Buch ein Anfang und ein Ende hat, lernst du dazwischen zusammenhängend, wie es geht.

Das ist 1000x besser, als Einzelinformationen im Internet  zu lesen und sich einen Reim darauf zu machen, wie das denn wohl alles zusammenhängen könnte. Oder die Bedienungsanleitung, die ausschließlich einzelne Funktionen erklärt – aber nicht wie du damit fotografierst! Und kauf dir bloß nicht eines dieser Bücher, das dir deine Kamera erklärt!!!

Denn fotografieren hat erstaunlich wenig mit deiner Kamera zu tun. Klingt seltsam, ist aber so. Schließlich willst du später perfekt fotografieren. Oder liegt dein Anspruch darin, ein perfekter Kamera-Bediener zu sein? Solche Kamera-erklär-Bücher oder die Bedienungsanleitung zu lesen macht nur Sinn, wenn du fotografieren kannst und willst dich über eine bestimmte Funktion der Kamera schlau machen.

Darf ich dir mein Buch Fotoschule kompakt! empfehlen? Da habe ich alles reingesteckt, was ich selbst weiß und beim Einstieg in die Fotografie für wichtig halte. Gefällt dir meine Schreibe im Blog und in meinem Newsletter? Dann wird dir das Buch auch Spaß machen! 🙂

Ganz wichtig: Sobald du ein Kapitel durch hast, geh raus und versuche das Ganze umzusetzen. Solche Bücher sind kein Roman, den du in einem Rutsch durchlesen kannst. Das Buch ist nur Mittel zum Zweck, nämlich dass du die Fotografie begreifst.

Alternative 2 für Rumkommer: Ein Fotokurs

Wenn du nicht lesen magst, ist natürlich auch ein Fotokurs eine gute Idee, den Einstieg in die Fotografie zu schaffen. Damit will ich dir ja gar keinen Fotokurs bei mir “verkaufen”. Gerne darfst du dir auch bei einem Kollegen erklären lassen, wie es geht.

Die Hauptsache ist es, du lernst fotografieren!

Im Fotokurs zeige ich dir jeden Knopf an deiner Kamera, der wichtig ist.

Selbstredend, dass ich mich freuen würde, wenn du einen meiner Fotokurse buchst, um Fotografieren zu lernen. Ich gebe sie in Hamm/Westf., Deutschland.

Soll ich dir verraten, warum meine Fotokurse besser sind als die anderer Anbieter? Meine Frau ist Lehrerin, eine Didaktikerin wie sie im Buche steht! Bei ihr bin ich in die “Lehre” gegangen, um zu lernen, wie ich fotografische Inhalte idealerweise vermittle. DAS war hart!!! 😉

Aber jetzt kann ich gut, was mich antreibt: Anderen Menschen das Fotografieren beizubringen. Ich habe Bock auf gute Fotografie und freue mich immer wie Bolle, wenn ich sehe, wie es bei meinen Teilnehmern fluppt. 🙂 Woher ich weiß, dass meine Teilnehmer gut fotografieren? Ganz einfach, ich bleibe mit vielen von ihnen in Kontakt!

Alternative 3 für Zuhausebleiber: Ein Webinar

Ein Webinar ist ein Seminar im Internet. Ich sitze vor Webcam und Mikro und erkläre dir live, was du für den Einstieg in die Fotografie wissen musst. Das mache ich manchmal mit Händen und Füßen, wenn es sein muss. 🙂

Schau dir mal dieses Video an, da erkläre ich das alles ausführlich.

Vorteile:

  • Du kannst dir das Wissen von Fotoworkshops aneignen, ohne deine Wohnung oder deinen Urlaubsort verlassen zu müssen.
  • Du benötigst weniger Zeit bei gleichem Input.
  • Ein Webinar ist kostengünstiger.
  • Das Webinar wird aufgezeichnet und du kannst es dir drei Jahre lang immer wieder ansehen.

Nachteile:

  • Sind mir KEINE bekannt. Spätere Geldausgaben, weil du dir unbedingt weiteres Zubehör kaufen “musst”, zähle ich mal nicht dazu, ok?! 😉

Fehlt dir die Vorstellung, wie ich Fotografie über eine Webcam vermittle? Dann schau doch mal hier: ein Webinar im Schnelldurchgang.

 

Links oben im Bild siehst und hörst du mich während des Webinars, als würden wir beide uns im gleichen Raum befinden. Rechts daneben wird alles Erklärte in Grafiken und Beispielbildern veranschaulicht und zusammengefasst. Und darunter kannst du per Chat verfolgen, welche Fragen die anderen Webinarteilnehmer interessieren. Oder du stellst selbst Fragen, auf die ich dann live während des Webinars antworte.

Als einer der ersten Anbieter von Fotokurs-Webinaren hatte ich damals viel Überzeugungsarbeit mit dieser bis dahin eher unbekannten Form der Wissensvermittlung leisten müssen. Aber die Bewertungen meiner Teilnehmer sprechen eine eindeutige Sprache: Viele haben vorher Vorbehalte, sind aber hinterher ganz begeistert. 🙂

Hier findest du meine Termine für dein Fotokurs-Webinar.

Fazit

Egal wie du fotografieren lernen willst: Es praktisch zu üben ist das Wichtigste.

Wenn du dann den gut strukturierten Einstieg über einen der beschriebenen Wege findest, umso besser. So wirst du schnell vom Knipser (der an der Kamera irgendwas einstellt und hoffen muss) zum Fotografen (der die Mittel und Möglichkeiten der Fotografie sinnvoll einsetzt).

Übrigens werden bei allen drei Möglichkeiten jeweils die gleichen Inhalte vermittelt. Gut ist eben gut! 🙂

Ich freue mich auf dich! 🙂

 

16 Kommentare

  1. Christine Holzinger

    Hallo Karsten. erst einmal herzlichen Dank für Deinen Gratiskurs. Noch konnte ich gar nicht alles lesen da meine Kurse auch gerade erst angefangen haben. Aber schon einmal ein Kompliment für die Mühe, den Umfang und mit wie viel Herzblut Du alles geschrieben hast. Gerne empfehle ich Dich weiter. Liebe Grüße Christine H.

  2. Brigitte Dürr

    Zum Abschluß des großartigen und auch noch kostenlosen Fotkurses sage ich großen Dank – es war sehr interessant, auch wenn ich schon länger fotografiere, habe ich einiges dazu gelernt unter dem Motto “man lernt nie aus” oder wieder einiges ins Gedächtnis zurück gerufen, was man glaubte, automatisch zu machen und doch vergessen hatte.
    Ich habe diese Seite mehrfach weiter empfohlen und Begeisterung gehört.
    Grüße von Briigtte

    • Schön, wenn ich dir weiter helfen konnte. 🙂

  3. Elvira Brief

    Moin, Karsten, und danke für Deinen Fotokurs. Habe aber noch lange nicht alles gelesen. Aber ich arbeite mich durch! Du schreibst wirklich interessant und man kann auch als Laie alles verstehen – und man bekommt Lust aufs Fotografieren. Das soll jetzt bei mir auch wieder los gehen. Werde weiter regelmäßig bei Dir rein schauen auf die Seite und vielleicht auch mal ein Webinar mitmachen. Weiter so!
    Liebe Grüße
    Elvira

    • Hallo Elvira, schön dass dir der Kurs gefällt! Lies mal fleißig weiter und stürz’ dich mit der Kamera auf deine Motive. Denn Fotografieren lernst du nur durch fotografieren. Viel Spaß dabei! 🙂

  4. Christin

    In deinem Text habe ich mich wirklich wieder erkannt. Ich habe deinen Fotokurs besucht und auch dein Buch gekauft. Und beides nie bereut! Der Fotokurs hat mich so richtig “angefixt” in Sachen Fotografie und in deinem Buch kann man immer nachlesen.

    Ich kann nur jedem raten die Fotokursen bei dir zu besuchen. Wenn du sagst, dass du lange nach den Kursen noch Kontakt hältst, dann stimmt das auch! Das habe ich sonst noch nirgends erlebt!

    • Hach, das geht aber mal runter wie Öl!! Danke, Christin.

  5. vulp3cula

    Auch von mir ein großes Dankeschön. Ich bin seit drei Jahren freiberuflicher Fotograf nach einer klassischen Ausbildung zum Produkt und Werbefotografen. Ich gebe mir Mühe immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben und nehme so vieles an Input mit, wie ich nur kriegen kann. Dein Rhythmus hat mir schon mal sehr gut gefallen: alle zwei Tage eine email schreckt niemanden ab und lässt einen gut bei der Stange bleiben. Alle Informationen und Tipps hatten Hand und Fuß. Du bist sehr engagiert und kompetent und wirst in deinen Ausführungen aber nicht Betriebsblind, das gefällt mir wirklich gut. Ich werde aus deinem Kurs etwas für mich mitnehmen und sage wie Eingangs nochmal Dankeschön.

    • Ich danke dir für’s Lob! 🙂 Aus der Tastatur eine Profis höre ich das immer besonders gern! 🙂

  6. Katja

    Hallo Karsten,

    vielen Dank für deinen gratis Kurs! Es hat mir sehr viel Freude bereitet und mich motiviert, wieder öfter die Kamera in die Hand zu nehmen. ??

    Viele Grüße, Katja

  7. Vielen Dank für diese Gratisunterweisung, einiges hat sich bei mir vertieft, was ich bereits wusste aber so noch nicht gedeutet habe und auch einiges Neue.

  8. Hallo Karsten,
    nun habe ich alle Deine Grundlagen der Fotografie gelesen.
    Vielen Dank für Deine Mühe und Arbeit.

    Für mich war das lesen sehr herzerfrischend und oft musste ich
    auch schmunzeln 🙂 Dein Schreibstil ist wirklich super.
    Man bekam sofort Lust, die Kamera zu schnappen und alles zu
    testen.

    Und nicht nur das; Du hast alles was man über das fotografieren
    wissen sollte, sehr klar und verständlich erklärt. Keine langen Litaneien,
    sondern kurz, knapp und bündig, dafür aber sehr einprägsam.
    Habe vieles dazu gelernt.

    Sehr interessant fand ich Deine Ausführungen bezüglich Messmethoden.
    Du befürwortest die Matrixmessung (bei meiner Sony heißt das Multi).
    Allerdings stelle ich bei Makroaufnahmen für klitzekleine Blümchen auf
    Spot um. Bin da der Meinung, dass ich so auf die kleine Blüte besser
    fokussieren kann um sie in den Vordergrund zu heben…
    so wie hier:
    https://500px.com/photo/257157169/schleierkraut-by-conny-hei%C3%9Fwolf?ctx_page=1&from=user&user_id=16549285

    Alles in allem hat es irre viel Spaß gemacht, dafür nochmals
    vielen Dank an Dich.

    Schade dass Du so weit weg wohnst, so einen kompetenten Coach in
    unmittelbarer Nähe wäre fantastisch 🙂
    Aber ich hatte mich gestern bei Deiner Communitie bei Google +
    (Fotografie-Praxis)
    angemeldet. Sobeld ich frei geschaltet werde, könnten wir ja dort weiter
    Kontakt miteinander halten.
    Oder aber auch über Deine Newsletter….ach irgendwie klappt das schon

    Herzliche Grüße…Conny

    • Danke für das Lob, sowas höre ich doch gerne! 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Willst du auch den KOSTENLOSEN Newsletter?

Blogverzeichnis - Bloggerei.de