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poledancing, pupsen, posen …

… oder 10 einmalige Fotos, wie du mich noch nie gesehen hast.

Ein Aufruf an Teilnehmer meiner Kurse brachte geheime Fotos zum Vorschein: Bisher unveröffentlichte, sensationelle Fotos von mir, die ich am liebsten direkt gelöscht hätte. Aber nun sind sie halt da und sind einfach zum Schreien komisch – lass dich überraschen! 🙂

Nein, im Ernst: Ich übertreibe, denn wenn du schon mal einen Fotokurs bei mir besucht hast, dann sind diese Fotos nichts Besonderes für dich. Aber lustig wird’s trotzdem – versprochen! 🙂

Prolog

Foto: Tanja John

In meinen Fotokursen und Fotoworkshops ist mir der Unterhaltungswert sehr wichtig. Ich bin nicht vom Typ “der mit dem Stock im A….”, sondern mag eine lockere Atmosphäre, in der offene Fragen möglich sind, sich jeder wohlfühlt und auch mal ein Spaß gemacht werden darf. Dass das trotzdem mit fundierter Wissensvermittlung einher gehen kann, dafür stehe ich mit meinem Namen.

Kommen Bewertungen der Teilnehmer meiner Kurse bei mir an, lese ich oft Sätze wie “… toll, wie du das praktisch vorgemacht hast…” oder “… super fand ich, dass du uns gezeigt hast, wie einfach das alles sein kann.”.

Dann freue ich mich immer wie Bolle! 🙂

Ich verrate dir das Geheimnis meines Erfolgs: Ich nehme mich selbst nicht allzu wichtig und bin halt, wie ich bin. Mehr nicht, weniger aber auch nicht! 🙂

 

Posen

In Praxisworkshops, wie z.B. Porträtfotografie, ergibt es sich dann manchmal, dass ich Posen vormache. Modelle profitieren unheimlich davon, denn das macht viel deutlicher klar, was ich meine. Viel passender, als dies mit verbalen Anweisungen möglich wäre. Außerdem breche ich so, gerade zu Beginn eines Shootings, ganz leicht das Eis: Nichts ist lustiger, als wenn ich als Mann Frauenposen vormache. 😉

Foto: Tanja John

So merkt das Modell, dass es hier ganz locker zugeht, ich mich selbst nicht allzu ernst nehme und es ok ist, nicht alles immer gleich perfekt machen zu müssen. Oft entstehen dann ganz besondere Situationen, wird echte Zusammenarbeit erst möglich.

Außerdem hat dieses vor-der-Kamera-stehen einen sehr positiven Effekt für dich als Fotografen: Du merkst, wie “doof” es sich anfühlt, vor einer Kamera zu stehen und in ein dunkles Loch (das Objektiv) schauen zu müssen. Dieses Gefühl kannst du später sehr gut gebrauchen, wenn du selbst fotografierst. Denn dann kannst du dich viel einfacher in ein Modell hinein fühlen und besser mit ihm arbeiten.

Ich habe im Rahmen meines Studiums so unfassbar oft vor einer Kamera gestanden, dass mir das heute nichts mehr ausmacht.  Auch wenn ich merke, dass eine Kamera auf mich gerichtet wird: Ich mache einfach mit dem weiter, was ich gerade mache. Dabei entstehen lustige Situationen, schau mal:

Foto: Oliver Kühnle

Aber auch Fotografen, die in ein solches Thema gerade erst einsteigen, sind oft noch etwas gehemmt. Gerade, wenn das erste Mal ein Modell vor der eigenen Kamera steht, atmen viele tieeef durch und vergessen vor lauter Aufregung das lockere Geplauder mit dem Menschen vor der Kamera.

Auch da habe ich ein Rezept: Ich mache es vor. Oft ist es ja ganz hilfreich, wenn du jemandem über die Schulter schauen kannst, der es besser kann. So finden mich dann die Teilnehmer manchmal in den seltsamsten Verrenkungen auf dem Boden liegend vor.

Foto: Oliver Kühnle

Aber von nichts kommt nichts: Gute Fotos sind eine Überwindungsprämie. Diesen Satz lass mal eine Minute wirken, bevor du weiterliest!

Wenn du dich überwindest, dich auf den Boden zu legen, morgens um 4 aufzustehen, auf einen Baum zu klettern, Leute aus dem Weg zu bitten – dann machst du die besseren Fotos!

 

Poledancing

Haha, ich stell mir gerade vor, wie das aussähe, wenn ich 100kg-Brocken halbnackt an so einer Stange diverse sexy Räkelpositionen abspulen würde. 🙂 Nein nein, das überlasse ich doch lieber Leuten, denen das besser steht!

Aber im Workshop sieht es doch manchmal fast so aus, als würd’ ich doch …

Foto: Tanja John
Foto: Tanja John

Unfassbar, was ich da immer für Schnuten ziehe. Danke Tanja, für die netten Fotos. Du sollst doch eigentlich auf das hören, was ich im Kurs erzähle und dich nicht mit Schnappschüssen beschäftigen… 😉

Foto: Tanja John

 

Pupsen

Huch, darf ich denn so etwas hier schreiben? So ein unanständiges Wort? Ok, wer sich von diesem Wort beleidigt fühlt, möge die Überschrift umbenennen in “Flatulieren”. Ok? Es war einfach allzu verlockend, drei Wörter in der Überschrift zu verwenden, die alle mit “p” beginnen. 😉

Zum Abschluss kommen noch ein paar Fotos, von denen ich manchmal nicht weiß, was ich da vormache, erzähle, an Wissen vermittle. Aber ich kann dir sagen: Es ist nicht das, wonach es aussieht!!! 😉

Foto: Tanja John
Foto: Chris Thiem

Hier gab es einen Teilnehmer, der mir nicht glauben wollte, dass man wirklich jede Bewegung einfrieren kann, wenn die Belichtungszeit nur kurz genug ist. Also habe ich direkt vor Ort improvisiert und das “schreiende, wütende Kind” gemacht.

Naja, sieht vielleicht doch mehr nach Derwisch auf Speed aus, aber egal:  Eingefroren ist eingefroren! 🙂

Auf dem folgenden Foto siehst du mich auf dem Workshop Hundefotografie. Allerdings mache ich gerade ein Pferd vor. Und zwar eines, das hinten überbaut ist. So nennen es die Pferdekenner, wenn die Hinterbeine eines Pferdes länger sind, als die Vorderbeine. Dadurch steht der Po höher als die Schulter. Als Fotograf kannst du einen Trick nutzen, um dieses Ungleichgewicht zu kaschieren. Doch damit ich den erklären konnte, musste ich den Teilnehmern erst mal klarmachen, wie “überbaut” überhaupt aussieht. 🙂

Foto: Tanja John

Jetzt fragst du dich, warum ich das auf einem Hundefotografie-Workshop erzähle?! Weil es bei mir keine Geheimnisse gibt!!! Wenn ich eine Frage gestellt bekomme, dann antworte ich – zumindest wenn das so einigermaßen ins Thema passt.

Modellen Posen vormachen ist immer wieder toll. Marie konnte nichts mit meiner Anweisung “sitz mal flatschig” anfangen. Da habe ich das dann vorgemacht. Wie hättest DU gesessen?! 🙂

Manchmal erscheine ich auch nur als Geist. 🙂

Foto: Tanja John

Entstanden ist diesen Foto beim Workshop Nachtfotografie. Solche Geisterbilder entstehen immer dann, wenn das Motiv nicht die ganze Belichtungszeit über an der gleichen Stelle stehen bleibt. So gelangt dann halt z. B. nur die Hälfte der Zeit lang Licht in die Kamera, was das Gesicht halb durchsichtig macht – ein Geisterbild halt.

Ich hoffe, diese Fotos haben dir Spaß bereitet!!? Wenn ja, dann hinterlasse einen Kommentar, ich freue mich darauf.

5 Kommentare

  1. Sabine

    Bist Du der “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es?” à la Kästner, der schon 2002 bei der VHS Hamm Fotokurse gab?

  2. Horst Löchner

    Hallo Karsten … Gibt es doch sich sicher Bücher in denen man das richtige Posen dem Model zeigen oder erlären kann… da habe ich immer so meine schwierigkeite / gibt es da ein Grundlagen – Buch oder kannst Du was empfehlen…… Gruß Horst

    • Hallo Horst,

      im Grunde ist alles ganz einfach: Sieh dir das Model an, schau wie es am besten wirkt. Schon beim Vorgespräch achte ich darauf, welche Gesten, welcher Teil seiner Körpersprache das Model besonders machen. Das kann eine kleine Geste sein, wenn es sich die Haare aus dem Gesicht streicht. Oder dieser Hüftschwung, wenn es sich umdreht. Oder oder oder.
      Wenn du da etwas findest und es dann in deine Fotos einbaust, dann sagt hinterher jeder “Ja, genau DAS ist …(Name)!”. Mit dieser Arbeitsweise findest du nämlich die ureigene “Schönheit” dieses Models und arbeitest sie heraus.

      Denn nicht jede Pose sieht bei jedem gut aus, es muss halt zu diesem einen Menschen passen, was du mit ihm machst. Deshalb sind Posingbücher auch die Pest: Du pfropfst einem Menschen eine Pose auf, die evtl. gar nicht zu ihm passt.

      Fotografie funktioniert halt nicht nach Schema F, vor allem nicht bei der Peoplefotografie. Also fange heute an, besser zu fotografieren: Beobachte ab heute deine Mitmenschen (also in JEDEM MOment, in dem du mit Menschen zu tun hast!!!) daraufhin, welche Gesten sie besonders machen oder besonders schön/elegant/vorteilhaft an ihnen wirken.

      Schule deine Wahrnehmung, nur so geht es! Das ist der harte Weg, aber der einzige, den ich kenne, der funktioniert!

      der Karsten

      UPDATE: Bald kommt mein Buch über Porträtfotografie heraus. Und darin habe ich ein Kapitel mit meinen allerbesten Posingtipps!!! 🙂

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