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Polarlichter fotografieren: Wann und wo?

Polarlichter fotografieren fängt immer damit an, dass du dich informierst, ob überhaupt Polarlichter sichtbar sind – und wo.

Dafür musst du so einige Dinge über Polarlichter wissen und dir aus verschiedenen Quellen Informationen zusammensuchen. Das kann manchmal ganz schön anstrengend sein – vor allem, weil alle Informationen ganz schön wissenschaftlich daherkommen.

Beim Schreiben meines Buches über Nachtfotografie, das im Verlag Markt & Technik erschienen ist, gibt es auch ein Kapitel über Polarlicht-Fotografie. Deshalb habe ich für dich – und natürlich auch für meinen eigenen Bedarf – nach einer Lösung gesucht, schnell und sicher herauszufinden, ob und wo ich Polarlichter fotografieren kann. Die Lösung war für mich die Website spaceweatherlive.com von Marcel de Bont und Sander Vancanneyt.

Auf den ersten Blick sieht das alles sehr kompliziert aus und sehr unübersichtlich. Ich wusste anfangs gar nicht, welche Werte wichtig waren und worauf ich achten musste.

Also habe ich mit den beiden ein Interview geführt. Hier ist es:

Polarlichter fotografieren – das Interview

Hallo Jungs, eine tolle Website habt ihr da geschaffen. Stellt euch doch kurz mal vor.

Marcel de Bont und Sander Vancanneyt

Marcel: Hallo, vielen Dank für Ihre Einladung. Die Webseite spaceweatherlive.com wird komplett nur von uns beiden geführt.

Zu allererst haben wir unseren Webmaster Sander Vancanneyt, der in Belgien lebt und als Bautechniker für den Gemeinderat arbeitet. Sander ist unser “Superhirn” im Hintergrund und ist verantwortlich für die ganzen Programmierungsarbeiten für die Webseite.

Sander: Und dann gibt es Marcel de Bont, gebürtiger Holländer, der aber derzeit im Norden Schwedens in der Minenindustrie arbeitet. Er erstellt die meisten Inhalte wie z. B. alle Posts in den sozialen Netzwerken oder die Neuigkeiten. Wie du sehen kannst, ist SpaceWeatherLive nicht unser Beruf und wir leben nicht davon. Eigentlich haben wir uns all das Wissen selbst beigebracht. Es ist ein Hobby für uns, das aber mittlerweile ganz ordentliche Ausmaße  angenommen hat. Wir sind jedoch überaus stolz darauf, dass so viele Menschen täglich darauf zugreifen.

 

Was interessiert euch besonders an der Sonne und ihre Auswirkungen auf die Polarlichter?

Marcel: Sander war schon immer interessiert an allem, was mit Weltraum und Astronomie zu tun hatte. Die totale Sonnenfinsternis in 1999 löste sein Interesse an Astronomie und Aktivitäten der Sonne aus. Er fing an mit einer Weltraumseite in 2003 (www.spacepage.be), die bis heute zu einer erfolgreichen holländischen Website über Astronomie und Weltraum geworden ist.

In den Anfangszeiten in 2003 hat Sander sich in alle möglichen Themen über Astronomie vertieft, inklusive Sonnenphysik wie auch das Zusammenspiel von Erde und Sonne.

Eine frühe Version der Website.

Sander: Ja, das stimmt. Und dann gab es die starken Solarstürme des 23. Sonnenzyklus, die  Polarlichter über Belgien verursacht haben. Diese zählen mit zu den stärksten Sonneneruptionen in der modernen Geschichte. Meine Begeisterung für Weltraumwetter wurde nochmal beflügelt.

Du musst bedenken, dass es 2003 nicht einfach war, die Daten für das Weltraumwetter in übersichtlicher Weise zusammen zu bekommen. Da ich so frustriert war, fing ich an auf Spagepage eine separate Seite auf holländisch über das Weltraumwetter zu erstellen.  Diese Seite fasste alle wichtigen Daten für das Polarlicht wie auch für Sonnenbegutachtungen zusammen. Das war der Anfang von SpaceweatherLive, das als Projekt ab 2005 immer größer und größer wurde.

Marcel entwickelte ein Interesse an allem, was mit Polarlichtern zu tun hatte, als er das Polarlicht zum ersten Mal in seinem Urlaub in 2011 in Norwegen gesehen hat. Er entwickelte SpaceWeatherLive im selben Jahr und lernte so viel er konnte über das Weltraumwetter. Wir vereinbarten eine Zusammenarbeit um SpaceWeatherLive zu erweitern und zu dem zu machen, was es heute ist.

Marcel: Ich lebe im Norden Schwedens und kann dadurch das nördliche Polarlicht selbst oft sehen. Dadurch, dass ich das Polarlicht sehen und deuten kann, entwischt mir kein Polarlicht mehr. Es ist die wissenschaftliche Seite, die mich interessiert und das Polarlicht so faszinierend macht.  Wenn man dann noch selbst die Möglichkeit hat, eigene Vorhersagen zu machen und Rückschlüsse zu ziehen, bereitet das einem viel Freude.

Wir machen unsere eigenen Vorhersagen und geben zuverlässige Meldungen raus, was wir alle sehr wahrscheinlich für ein Weltraumwetter erwarten können. Wir können auf diese Weise viele Menschen auf ein zu erwartendes Polarlicht aufmerksam machen. Wenn wir dann am nächsten Tag gesagt bekommen, dass andere das Polarlicht gesehen haben und mit wunderschönen Fotos nach Hause gekommen sind wegen uns – ist das absolut fantastisch!

 

Was brauche ich, um herauszufinden, wo und wann ich am besten Polarlichter fotografieren kann?

Sander: Das ist eigentlich sehr einfach zu beantworten, aber auch wieder sehr schwer. Die drei wichtigsten Infos lauten: Der Ort, der Ort und der Ort!

Die Aurora borealis – auch Nordlicht genannt – und die Aurora australis – das Südlicht genannt- treten während der normalen ruhigen Weltraum-Wetterverhältnisse sehr knapp um den magnetischen Nord- und Südpol auf. Dieses sogenannte Auroraoval zieht sich über Alaska, Nordkanada, Süd-Grönland, den Norden Skandinaviens und Nord-Russland. Im Süden musst du auf der Antarktis sein zum Polarlichter fotografieren.

Nur in Zeiten extrem großer geomagnetischer Aktivitäten kann das Polarlicht auch in niedrigeren Breitengraden sichtbar sein, etwa bis zum 50. nördlichen und südlichen Breitengrad herunter.

Karsten: Damit die Leser sich das vorstellen können: Berlin liegt z.B. auf dem 52. Breitengrad. Aber man hat auch schon bis runter nach München Polarlichter fotografieren können.

Marcel (lacht): Ja, aber das ist echt selten! Da muss schon richtig was los sein auf der Sonne.

Der beste Zeitpunkt ist übrigens die magnetische Mitternacht, wenn das Auroraoval am mächtigsten ist. Aber wenn es eine hohe Polarlichtaktivität während des frühen Abends oder nachts gibt, ist das Polarlicht auch zu diesen Zeiten sichtbar. Es kommt echt darauf an …

Vollformat, 21 mm Brennweite, f 4, 20 sec, ISO 1250 (Foto: Noel_Bauza/Pixabay)

 

Ok, kommen wir zu den Angaben auf eurer Website. Welcher der Werte dort ist denn nun der Wichtigste? Der Kp-Index?

Sander: Es gibt viele Werte und Arbeitsmittel auf die du achten willst und auch miteinander in Beziehung setzen solltest, um herauszufinden, ob du mit Polarlichtern an deiner Location rechnen kannst.

Es ist ein weitverbreiteter Fehler nur den Kp-Index zu verwenden und alles andere zu ignorieren. Der Kp-index ist für Anfänger sehr einfach zu verstehen, aber wir raten den Besuchern unserer Website dazu, auch die anderen Informationen zu beachten. Wenn du mit Magnetfeldstärke-Messgeräten umgehen kannst und mit den Solarwind-Daten des Satelliten DSCOVR, ist das von großem Vorteil. Der Kp-Index zeigt uns, wie hoch er in der letzten Zeit war. In diesem Index sehen wir also keine momentanen Werte oder welcher Kp-Wert uns in der Zukunft erwartet.

Es gibt einen speziellen Kp-Index, den wir Wing Kp-Index nennen, der voraussagt wie der Kp in der nahen Zukunft sein wird. Aber es ist nicht immer genau, was du immer im Hinterkopf haben solltest.

Wenn du lernst die Daten von DSCOVR zu lesen und zu interpretieren …

Marcel: … ein Weltraumwetter-Satellit zwischen Sonne und Erde, der den Solarwind misst, bevor er auf der Erde ankommt …

Sander: … genau, danke … kannst du ungefähr abschätzen, ob es genug Polarlichtaktivität in der nächsten Zeit geben wird. Magnetfeldstärke-Messgeräte sind ebenfalls sehr wichtige Hilfsmittel. Magnetfeldstärkemessgeräte sind weltraum- oder bodenbasierte Hilfsmittel, die messen können, wie sehr gestört das Erdmagnetfeld ist. Optimal ist es, ein Magnetfeldstärke-Messgerät in der Nähe deiner Location hinzuziehen (für Europa raten wir dazu, das Kiruna-Magnetometer von Schwedens IRF zu verwenden). So weißt du, wie stark das Erdmagnetfeld gestört wird und wie aktiv das Polarlicht ist.

 

Ich habe eine grobe Vorstellung. Was wäre denn ein Kp-Wert, um Polarlichter fotografieren zu können?

Marcel: Es kommt darauf an wo du gerade bist, aber für Norddeutschland etwa wäre ein Kp-Wert von 6 genug, um Polarlichter fotografieren zu können. Voraussetzung ist eine gute DSLR, eine dunkle Location mit einer freien Sicht zum nördlichen Horizont. Doch noch höhere Werte sind natürlich besser und verbessern deine Chancen enorm!

Karsten: Und das ist dann eine Garantie, um Polarlichter fotografieren zu können?

Sander: Wenn es um Polarlichter geht gibt es niemals eine Garantie. Aber wenn es genügend geomagnetische Aktivitäten gibt, du dich an einer guten Location aufhältst und genau weißt wie du deine Kamera manuell bedienen musst, dann bist du wunderbar vorbereitet und kannst mit schönen Fotos nach Hause gehen.

Solche feinen Strukturen kannst du nur mit vergleichsweise kurzen Belichtungszeiten um 5 Sekunden einfangen. (Foto: ColiN00B/Pixabay)

 

Ich habe selbst während meines ersten Aufenthalts auf Island im Jahre 2012 feststellen dürfen, dass es Polarlichter gibt, die nur fotografisch nachweisbar sind. Was bräuchte es für Werte, damit ich selbst in Norddeutschland ein Polarlicht mit den Augen sehen kann?

Marcel: Für Norddeutschland haben die Menschen schon das Polarlicht mit ihren eigenen Augen gesehen mit Kp 7. Aber ich kann es nicht oft genug sagen, dass Lichtverschmutzung oder sogar starkes Mondlicht sehr störend sind. Lichtschwache Polarlichter sind so viel schwieriger mit den Augen zu sehen, als mit der Kamera nachzuweisen.

 

Danke, der Kp-Wert ist also einfach zu verstehen, aber nicht alles. Welche Werte gibt es denn noch, die ich zum Polarlichter fotografieren beachten sollte?

Marcel: Wir haben das Thema schon gerade angesprochen, aber was wir uns doch am meisten anschauen, sind die Daten von DSCOVR, ein Echtzeit-Satellit für Weltraumwetter. Er ist an einem bestimmten Punkt stationär, am Sonnen-Erde L1 platziert. Dort befindet er sich immer perfekt genau zwischen Sonne und Erde. Er ist ungefähr 1,6 Millionen Kilometer weit weg von der Erde, aber zur Sonne ausgerichtet. Von hier aus misst der Satellit den Solarwind 30 bis 60 Minuten, bevor er die Erde erreicht. Das gibt dir die perfekte Warnung, welches Weltraumwetter wir auf der Erde in der nahen Zukunft erwarten dürfen.

Sander: Es gibt vier wichtige Werte, die es gilt zu verstehen. Wir beginnen mit dem Solarwind. Das ist ein Strom geladener Teilchen, den die Sonne ständig ausstößt. Zuallererst haben wir die Geschwindigkeit des Solarwindes. Der Solarwind ist ziemlich schnell: Der normale Solarwind kann zwischen 250 und 400 Kilometern pro Sekunde schnell sein! Der schnelle Solarwind fängt bei 500 km/s an, von einem starken geomagnetischen Sturm spricht man ab 600 km/s oder mehr. Je höher die Geschwindigkeit des Solarwinds, desto besser ist es für steigende geomagnetische Aktivitäten und um Polarlichter fotografieren zu können. Während extremer Weltraumwetter-Events, sind Geschwindigkeiten des Solarwindes  bis hin zu 1000 km/s möglich!!

Auf der aktuellen Website findest du zusätzliche Informationen zu den Messwerten.

Marcel: Als nächstes haben wir die Dichtheit des Solarwindes. Die verrät uns nämlich die Anzahl der Teilchen des Solarwindes pro Kubikzentimeter. Dabei gilt das gleiche, wie bei der Geschwindigkeit: Höhere Werte sind besser für ansteigende geomagnetische Aktivitäten!

Die dritte wichtige Info ist das interplanetarische Feld der Sonne. Das wird wahrscheinlich schwer zu verstehen sein, aber ich werde nicht so sehr ins Detail gehen. Aber es ist wichtig die Grundlagen zu kennen:

Eingebettet im Solarwind haben wir das interplanetarische magnetische Feld. Der Solarwind trägt das magnetische Feld der Sonne bis weit hinaus, jenseits der Umlaufbahn von Pluto. Das ist der Grund, warum wir es das interplanetarische magnetische Feld nennen. Es hat einen großen Einfluss auf das magnetische Feld unseres Planeten und unter den richtigen Bedingungen kann es sich mit dem magnetischen Feld der Erde verknüpfen. So können Teilchen des Solarwindes in unsere Atmosphäre gelangen.

Sander: Ein wenig Technik: Das interplanetarische magnetische Feld wird in drei Achsen angezeigt, von denen zwei (Bx und By) parallel zum Ekliptik orientiert sind. Diese Bx und By Komponenten sind aber nicht wichtig für die Polarlicht-Aktivität, also kannst du sie gleich wieder vergessen. Die dritte Komponente, der Bz-Wert steht senkrecht zum Ekliptik und ist daher sehr wichtig! Der Bz Wert muss entweder negativ oder südwärts sein.

Wenn der Bz-Wert südwärts deutet, kann das interplanetarische Magnetfeld sich mit dem nach Norden deutenden Magnetfeld unserer Erde verbinden. Denk an zwei Stabmagneten, die sich entgegengesetzt anziehen. So gelangen zusätzliche Teilchen des Solarwinds in unsere Magnetosphäre. Je niedriger der Bz-Wert, desto besser ist es also für steigende Polarlichtaktivität. Ein Wert des Bz unter -10nT  ist  ein gutes Zeichen, dass bald ein geomagnetische Sturm folgen wird.

Karsten: Diese Werte habe ich auf eurer Website gesehen. Wenn man es hört, klingt es ganz schön kompliziert. Aber die Messwerte werden ganz einfach angezeigt, sehr übersichtlich.

Sander: Danke schön. Ein weiteres Hilfsmittel sind Magnetometer. Wie gerade erwähnt, messen sie, wie stark das Erdmagnetfeld gestört wird. Auf unserer Website findest du die Angaben des Magnetometers in Kiruna, Schweden. Wir schauen uns einfach die  X-Komponente an und je niedriger der Wert ist, desto gestörter ist das Erdmagnetfeld. Um in Deutschland Polarlichter fotografieren oder sehen zu können, müssen es aber schon sehr niedrige Werte von etwa -1300 nT sein.

 

Finden wir auf eurer Website auch Informationen darüber, wo wir gute Fotos von Polarlichtern machen können?

Marcel: Wir bieten keine Informationen zu guten Orten an, da wir nicht alle Länder dieser Welt abdecken können. Wie auch immer, wenn du wirklich das Polarlicht sehen möchtest während der derzeitigen ruhigen Periode der geomagnetischen Aktivitäten, musst du an Orte reisen die unter oder in der Nähe des Polarlichts liegen, wie Island, der Norden Norwegens, Schwedens oder Finnlands.

 

Habt ihr zwei einen Ort, an dem ihr Polarlichter am liebsten beobachtet?

Marcel: Schwedisch Lappland!! Wunderschöne Natur kombiniert mit der perfekten Location, was braucht man mehr?

Eine tolles Über-Kopf-Polarlicht über Schwedisch Lappland. (Foto: Marcel de Bont)

 

Ja, da ist es sicherlich klasse. Aber muss es immer so weit weg sein? Kann man nicht auch in Deutschland Polarlichter fotografieren?

Sander: Es ist möglich Fotos von den Nordlichtern in Deutschland zu machen, aber da muss reichlich Polarlichtaktivität sein. Du brauchst etwas, was wir einen geomagnetischen Sturm nennen. Ein geomagnetischer Sturm besteht aus einer kurzen Periode aus sehr hohen Polarlichtaktivitäten, die durch die Ankunft eines koronalen Massenauswurfs versursacht wird. Also prinzipiell eine riesige Plasmawolke, ausgestoßen von der Sonne oder ein koronales Loch durch Solarwindsturm. Während eines solch stürmischen Weltraumwetters, wird unser magnetisches Feld mit Teilchen des Solarwinds überladen. Das verursacht das Auroraoval rund um die Magnetpole der Erde. So kann sich das Auroraoval temporär erweitern und bis hin zu niedrigeren Breiten wandern. Wenn das passiert, kann es sein, dass man das Polarlicht sogar von Deutschland aus sieht – wenn man Glück hat.

Marcel: Wir können das Polarlicht nicht tagsüber sehen oder wenn es bewölkt ist, denn das Polarlicht ist weit über den Wolken. Wenn es einen geomagnetischen Sturm gibt und der Himmel klar ist, empfehlen wir dir einen Ort  zu suchen an dem es sehr dunkel ist – also geh weg von der in Mitteleuropa allgegenwärtigen Lichtverschmutzung.

Im Norden Deutschlands ist es wahrscheinlicher einen Blick auf das Polarlicht zu werden. Du solltest eine klare Sicht zum nördlichen Horizont haben. Dort erscheint das Polarlicht. Nur während der stärksten geomagnetischen Stürme wird das Polarlicht so weit südlich gehen, dass du es direkt über dir sehen kannst, aber diese Ereignisse sind sehr selten. Das kommt im Durchschnitt nur alle paar Jahre so vor!

Karsten: Interessant. Ich habe letztens ein Polarlicht-Archiv gefunden, in dem deutsche Fotografen Ihre Polarlicht-Sichtungen und -Fotos veröffentlichen.

 

Bietet ihr auch einen Nachrichtendiest für Polarlichter an?

Sander: Wir bieten tatsächlich einiges an Service an. Zu allererst ist unsere Webseite komplett kostenlos genauso wie der Service, den wir bereitstellen. Wir erstellen Artikel zu den neuesten News und Facebook-Posts, wenn ein interessantes Weltraumwetter bekannt wird und es darüber zu berichten gibt.

Außerdem bekommen unsere Besucher automatische Dienste, die im Hintergrund laufen, wenn wir mal nicht an der Tastatur sitzen. Diese automatischen Dienste nutzen überwiegend Twitter, Push-Nachrichten im Browser und ein E-Mail-Alarm. Vielleicht kannst du das ja für unsere Leser verlinken?

Wir sind sehr stolz darauf so etwas anbieten zu können, weil es auf seine Art und Weise einzigartig ist. So kannst du immer auf dem Laufenden sein, wenn du Polarlichter fotografieren willst.

Karsten: Na klar, hier sind die Links:

  • Aurora Alarm: Auf dieser Seite kannst du lesen (englisch), wie du den Aurora Alarm für dein Smartphone oder Tablett installierst.
  • E-Mail-Benachrichtigung: Ganz unten auf dieser Seite kannst du deine E-Mail-Adresse eintragen, um per E-Mail über bemerkenswerte Polarlicht-Aktivitäten benachrichtigt zu werden.
  • Browser-Push-Nachrichten: Auf jeder Seite unter spaceweatherlive.com findest du ganz unten rechts eine rote Alarmglocke. Dort kannst du für deinen Browser Push-Nachrichten abonnieren.
  • Twitter
  • Facebook
  • Google+
  • YouTube
  • RSS-Feed

Wow, Jungs, das ist viel – klasse!

21 mm an Vollformat, f 2,8, 30 sec., ISO 2000 (Foto: Noel_Bauza/Pixabay)

 

Habt ihr einen Geheimtipp für uns, um optimal Polarlichter fotografieren zu können?

Marcel: Geh raus und probier es aus!!

Sander: Ja, das ist der beste Tipp – du musst es versuchen. Während des nächsten starken geomagnetischen Sturms, geh raus und versuch dein Glück! Sei nur geduldig und erinnere dich an das, was wir gesagt haben.

Marcel: Verwende eine DSLR auf einem Stativ und nimm eine lange Belichtungszahl in Richtung des nördlichen Horizonts und schau ob du ein paar Polarlichter einfangen kannst.

Du weißt nie mit was du nach Hause gehst!

Karsten: Ein guter Tipp, das sag ich auch immer: “Es gibt nichts Gutes, außer, man tut es.” Ist ein Zitat des deutschen Schriftstellers Erich Kästner.

Danke für das Interview, Jungs. Das hilft uns echt weiter. Und vielen Dank für eure ehrenamtliche Arbeit an spaceweatherlive.com, mit der Fotografen weltweit gut vorhersagen können, ob sich ein Blick auf den Nachthimmel lohnt. Danke! 🙂

Jetzt bist du dran: Hinterlasse jetzt einen Kommentar für die Jungs. Sie machen sich viel Arbeit und bieten uns Fotografen einen klasse Service. Da sollten ein paar Zeilen von dir als Energieausgleich drin sein, oder? Ich danke dir. 🙂

 

6 Kommentare

  1. Theresa

    Great article guys!

  2. Brigitte

    Super! In 2 Wochen fahren wir die Hurtigroute und ich hoffe, wir sehen ein paar dieser grandiosen Schauspiele, da kam der Artikel jetzt genau im richtigen Moment!
    Grüße und ein schönes WE

    • Du musst nur runter vom Schiff, um Fotos zu machen. Die Dinger schwanken doch allzu stark. 😉

  3. Ute

    Hallo Karsten.
    Wir sind gerade auf der Nordkapp, ein Schiff der Hurtigrutenflotte. Leider ist das Wetter eher bewölkt, aber wir hoffen natürlich auf dieses Lichtspiel am Himmel.
    Drück mal die Daumen.
    Viele Grüße von Kirsten, Thomas, Michael und Ute

    • Hey Ute, Wolken sind doof! Schick die mal weg! 😉

  4. Bärbel

    Ein großartiger Artikel. Wir planen Ende des Jahres eine Reise nach Lappland und hoffen, viele gute Fotos machen zu können. Danke und viele Grüße

    Bärbel

    • Immer wieder gerne! 🙂
      Viel Spaß in Lappland. Schick mir KEINE Karte – mach lieber ‘n paar schöne Fotos. 😉

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