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Perfekt belichten 3 / 5: Welche Kamera-Automatik ist die Beste?

Lass mich dir eine Geschichte erzählen aus einer Zeit, als alle Kameras manuell waren und keine Automatik besaßen. Damals mussten die Fotografen sich entweder mit Merksätzen helfen (z.B. “Die Sonne lacht, Blende acht.”) oder sie besaßen einen der teuren Belichtungsmesser, die Ihnen die richtige Kombination aus Belichtungszeit und Blende angaben. Manch einer vertraute auch auf seine Erfahrung, und schätzte diese Werte einfach.

Ein Wunder, dass wir heute auf eine Geschichte der Fotografie zurück blicken können, die phantastische Fotografien hervorgebracht hat!

Die erste Kamera mit Belichtungs-Automatik

Irgendwann kam dann ein Kamerahersteller auf die Idee, eine Automatik in eine Kamera einzubauen. Also bekamen ein paar Ingenieure den Auftrag, eine Automatik zu entwickeln. Und da man, so glaube ich, in der Kamerabranche nicht wirklich ernsthaft beruflich tätig sein kann, ohne auch an Fotografie interessiert zu sein, haben sich die Jungs hingesetzt und überlegt. Diese Kameraautomatik sollte ja immerhin den Menschen das Leben erleichtern und deshalb musste einfach die optimale Automatik erfunden werden.

Gesagt getan, und wenig später kam die erste Kamera mit einer Automatik auf den Markt: 1938 präsentierte Kodak mit der Kodak Six-20 die erste Kamera mit automatischer Belichtung. Von Stund’ an waren diese Kameras mit der “neumodischen” Automatik ziemlich hip. Denn das hatten die Fotografen alle schnell heraus: Eine Automatik kann einem das Leben ganz schön erleichtern!

12 Belichtungs-Automatiken und noch ein Scene-Programm: Wer soll da durchblicken?!

Nun wollten natürlich alle anderen Kamerahersteller weiterhin auch ihre Kameras verkaufen. Deshalb beauftragten sie wiederum ihre eigenen Ingenieure nun Kameras mit mindestens zwei Automatiken zu entwickeln. In der Hoffnung, dass dieser Mehrwert die Leute zum Kauf ihrer Kamera bringen sollte. Und richtig, genauso war es.

Seitdem sind viele Jahre vergangen und das Wettrüsten um die Anzahl der Automatiken hat ihren Höhepunkt längst überschritten. Heute hat jede Kamera, sei’s eine teure oder eine günstige, mehrere Automatiken zur Auswahl und du darfst dich jetzt für eine entscheiden.

Kamera-Automatik: Hintergrundwissen

Hast du schon mal in der Bedienungsanleitung die unzähligen Seiten durchgelesen, in denen die Automatiken in deiner Kamera vorgestellt werden? Ich glaube das macht jeder einmal, um dann am Ende gleich wieder von vorne anzufangen. Das scheint irgendwie eine Wissenschaft für sich, findest du nicht auch?! Hier möchte ich deshalb nicht nochmal wiederholen, welche Automatiken es gibt, was man damit anfängt usw. Denn das ist nicht wichtig!

Egal, wie viele Automatiken deine Kamera hat, sie tun alle das Gleiche. Denn die einzigen Optionen, die Automatiken verändern, sind immer noch die gute alte Belichtungszeit und die Blende. Das gilt heute so wie damals für die Kamera mit der ersten Automatik.

Schneller als der Ball: Meine Hündin Momo. Mit einer kurzen Belichtungszeit wie “eingefroren”.
Alles scharf von vorne bis hinten: Dank Blende kein Problem!

Wenn aber nun doch alle Automatiken das Gleiche tun, dann könnten wir Fotografen doch trotzdem nur eine einzige Automatik nutzen, oder? Niemand hält uns davon ab. Und das hätte einen ganz großen Vorteil: Dass wir uns irgendwann an dieses System gewöhnen, es perfekt einschätzen und dadurch sehr schnell und intuitiv mit unserer Kamera umgehen könnten. DAS wäre doch klasse oder? Dann könntest du endlich beim Fotografieren “vom Motiv zur Kamera denken”. Und nicht umgekehrt: Wenn du ständig darüber nachdenkst, welche der vielen Automatiken denn nun die Richtige für dieses oder jenes Motiv wäre – da kann man doch nur durcheinander kommen, oder?!

Trommelwirbel: Die perfekte Automatik

Doch welche ist die “richtige” Automatik? Bei welcher Automatik haben wir vollen Zugriff auf die gestalterischen Optionen der Kamera? Und welche Automatik lässt uns auch technisch all’ das aus einer Kamera herauszuholen, was damit möglich ist?

Ganz einfach: Die Zeitautomatik. Bei der Zeitautomatik wählst du die Blende vor und die Belichtungszeit wird von der Kamera automatisch dazu gesteuert. Übrigens wird sie auf dem Automatiken-Wahlrad deiner Kamera mit “A” oder “AV” abgekürzt.

Die Vorteile der Zeitautomatik:

  • Das Arbeiten mit der Blende geht schnell und recht intuitiv, weil du nur an einem Rad drehen musst.
  • In einer Sekunde wechselst du von Porträt auf Makro, von Landschaft auf Sport. Zack! Einfach so.
  • Du kannst mit der Blende die Schärfentiefe beeinflussen, eines der vier ganz ganz großen, grundlegenden Gestaltungsmittel der Fotografie.
  • Brauchst du dringend mal eine bestimmte Belichtungszeit, dann geht auch das extrem schnell: Einfach die Blende verändern, dabei aber auf die Belichtungszeit achten.
  • Bei der Zeitautomatik passen sich die vielen Belichtungszeiten an die wenigen Blenden an – optimal.

Ich habe mal unter Berufsfotografen eine kleine, nicht repräsentative Umfrage gestartet. Alle Kollegen haben mir bestätigt, dass sie die Zeitautomatik verwenden, wenn Sie denn eine Automatik nutzen. Neben der manuellen Arbeitsweise ist dies das Mittel der Profis, um perfekte Fotos zu machen. Warum solltest also du nicht auch diese Automatik für deine Fotografie verwenden?

Ein Geständnis und eine Herzensangelegenheit

Klingt alles gut, oder? Ist es auch! Ich gebe zu: Ich selbst arbeite ebenfalls immer mit der Zeitautomatik, wenn es nicht gerade einen guten Grund für manuelles Arbeiten gibt. Warum sollte ich auch etwas manuell machen, wenn eine Kamera das viel zuverlässiger und schneller für mich erledigt??!

Ich bin ein Freund von Automatiken, nicht nur der Belichtungsautomatik. Allerdings musst du die Grenze kennen, an der du die Automatik abschalten musst. Das ist das ganze Geheimnis!

automatik
Die Leica X1: Eine Zeitautomatik und manuelle Belichtung – mehr brauchst du nicht, um tolle Fotos zu machen!

Mein Wunsch an die Kameraindustrie:

Wenn es nach mir ginge, würde ich mir wünschen, dass wieder weniger Belichtungs-Automatiken in Kameras eingebaut werden. Viele Edelkompakte machen ja derzeit vor, dass es durchaus einen Markt für sowas gibt.

  • Das würde mir in meinen Fotokursen helfen, weil ich noch schneller auf den Kern der Fotografie kommen könnte.
  • Das würde allen Einsteigern helfen, weil es nicht so viele Ablenkungen gäbe. Denn viele denken am Anfang, sie müssten all die Knöpfe kennen und beherrschen – ein Trugschluss.
  • Durch Konzentration auf das Wesentliche würden, vor allem Anfänger, viel steilere Lernkurven meistern und bessere Fotos machen.
  • Für den Kamerakauf würde eine Vereinfachung ebenfalls helfen. Denn je weniger Optionen, umso mehr kannst du dich um derzeit wenig beachtete Dinge kümmern, wie z.B. die Ergonomie. Eine für dich logische und klare Bedienung ist in der täglichen Praxis wichtiger, als minimal unterschiedliche technische Details. Denn du nimmst eine leicht beherrschbare Kamera lieber in die Hand, als das Ausstattungsmonster, an dem du nichts wiederfindest.

Automatik: Fazit

All das erzähle ich auch in meinen Fotokursen vor Ort, aber auch in meinem Online-Fotokurs.  Am Ende fragt dann immer mal jemand, ob er denn wirklich immer nur die Zeitautomatik eingestellt lassen soll. Meine Antwort: “Für den Rest deines Lebens!”.  Dabei weiß ich einfach aus Erfahrung, dass  …

  • derjenige entweder niemals ganz tief in die Fotografie einsteigt und somit mit der Zeitautomatik bestens bedient ist,
  • oder er doch ein wirklich (!!!) engagierter Hobby- oder sogar Profifotograf wird und dann leichten Herzens meinen Satz in den Wind schreibt – und sich für kompliziertere Fälle das manuelle Arbeiten drauf schafft.

In beiden Fällen bleibt die Zeitautomatik der Dreh- und Angelpunkt für schnelles, intuitives Arbeiten mit Konzentration auf das Wesentliche – das Motiv! Und nur das macht deine Fotos gut: Wenn du dich auf dein Motiv konzentrierst und das Maximum aus ihm herausholst.

Wer das nicht will, darf gerne weiter knipsen, an Knöpfchen rumspielen und meinen, dass die Kamera es ist, die die guten Fotos macht. 🙂

Hast du Erfahrungen mit der Zeitautomatik? Lass uns daran teilhaben und hinterlasse jetzt einen Kommentar.

UPDATE:

Dieser Artikel ist Teil 3 / 5 meiner Blogartikel-Reihe „Perfekt belichten“. Dazu gehören auch diese Artikel:

Ziel dieser Artikelserie ist, dass du unter allen Umständen immer perfekt belichtest. Denn ein perfekt belichtetes Foto ist Grundlage für einfach alles!

 

30 Kommentare

  1. Thomas

    Danke Karsten. In der Kürze liegt die Würze!

    • “Wer etwas zu sagen hat, hat keine Eile. Er fasst sich kurz und sagt’s in einer Zeile.” (Zitat Erich Kästner)

      So knapp wird es dann meist doch nicht, aber ich gebe mein Bestes! 🙂

  2. Anett Steffen-Wesselmann

    Hallo Karsten, ach was freue ich mich über deinen Blog 🙂
    Ich dachte, ich darf möglichst gar nicht zugeben, dass ich mit der Automatik meine ersten Fotos mit der neuen Kamera mache 😉
    Trotzdem möchte ich einen Kurs bei dir machen!
    Schreib weiter, ich lerne gerne so leicht und unterhaltsam!
    Schönes WE, Anett

  3. Jürgen Libertus

    Hallo,
    Ich habe Erfahrungen mit der Zeitautomatik, nicht zu knapp. Ich verwende sie immer noch am häufigsten, vor allem dann, wenn ich nicht soviel Zeit habe. Das heisst besonders bei bewegten Motiven und wechselnden Lichtverhältnissen. Wie du schon schreibst, ist die Zeitautomatik sehr universell einsetzbar.
    Mittlerweile nutze ich aber auch den manuellen Modus gerne, vor allem wenn ich mich in Ruhe mit dem Motiv beschäftigen kann. Hier ist der Vorteil das man einfacher Belichtungekorrekturen durchführen kann. Das geht zwar auch mit der Zeitautomatik, aber es besteht die Gefahr die dann nicht mehr auf 0 zurückzudrehen 😉

    grüße,
    Jürgen

    • Klar, zur Zeitautomatik sollte man irgendwann auch mal manuell arbeiten können. Erfahrene Benutzer wie du wissen dann ja auch, was sie tun. Und wenn du die Kehrwertregel beachtest, kann fast nix mehr schief gehen. 🙂

  4. Michael

    Hay
    Ich habe bisher die Zeitautomatik nur für bestimmte Bilder genutzt.Zum Beispiel bei Nacht Bildern,Feuerwerksbilder oder Sportbilder.Aber Danke für den Beitrag.Ich werde die Zeitautomatik
    jetzt öfter benutzen.

    • Tu das, du wirst es nicht bereuen! 🙂

  5. Thomas

    Mit der Zeitautomatik in Verbindung mit der Belichtungskorekturtaste war ich bis jetzt überzeugt jede Situation in den Griff zu bekommen 🙂
    Wofür ich dann unbedingt den manuellen Modus brauche werde ich sicher noch bei dir lernen.
    Wie sehen uns ja dieses Jahr noch zu verschiedenen Workshops.
    Ich freu mich drauf.

    Gruss
    Tom

  6. Conny Herzfeldt

    Hallo Karsten,
    es immer wieder interessant, deine Beiträge zu lesen. Du motivierst mich sehr.
    Auf diese Weise verliere ich, als Laie, die Scheu, immer wieder zu probieren und es kommen inzwischen sogar recht gute Fotos dabei raus.
    Alles Dank deiner Ratschläge und Anregeungen.
    Danke.
    Liebe Grüße
    Conny

    • Das freut mich! 🙂

      Du bist in bester Gesellschaft: Viele denken, sie könnten an einer Kamera “was kaputt machen”. Für all jene: Kameras wurden lange vor den Autos erfunden. Und nun überlegt mal, was wir Menschen heute alles mit Autos anfangen… Wir setzen sie von -40 bis +60 °C ein, wir fahren über 300 km/h mit ihnen, wir fahren damit über die Alpen und sogar auf dem Mond herum.

      Du solltest niemal Angst haben, durch Bedienung deine Kamera kaputt zu machen. Alles bleibt gut, so lange du diesen Satz befolgst: In der Fotografie geht alles leicht, oder gar nicht.

      😉

  7. Hallo Karsten, wieder ein gelungener Artikel.
    Ich fotografiere meist auch mit der Zeitautomatik. Notfalls ist dies eben auch eine Automatik , wenn es mal wieder schneller gehen soll. Beim Sport schalte ich auch gerne mal auf die Blenden Automatik (S). Da habe ich ja den Vorteil, dass ich mir meine Belichtungszeit für die Bewegunsaufnahme Voreinstellung kann. Die manuellen Einstellungen habe ich auch bereits ausprobiert. Dabei finde ich aber auch, dass man nicht so flexibel ist.
    Neueinsteiger kann man nur raten, sich mal die Einstellungen der Kamera bei den Automatiken anzuschauen und dann mit der Zeitautomatik diese nachstellen und gestalterich zu variieren.

    • Danke, Mathias. 🙂
      Die Blendenautomatik nutze ich gar nicht, denn da muss sich das kleine “System” Blende an das große mit den vielen Belichtungszeiten anpassen. Ich finde das nicht optimal. Deshalb bleibe ich in der Zeitautomatik, sehe, welche Belichtungszeiten gehen und helfe mit dem ISO nach. Das klappt in allen Situationen! 🙂

  8. Claudia

    Hallo,

    ich habe gestern am Workshop eines Profifotographen teilgenommen, der offenbar nicht Teil der Umfrage war. Er hat gesagt, dass es so gut wie keine sinnvolle Anwendung für die AV-Automatik gibt. Stattdessen hat er uns “P” ans Herz gelegt.
    Ich glaube, wenn ich noch 3 verschiedene Workshops besuche, bin ich völlig verwirrt 😉

    ach ja, seine Bilder waren nicht so, dass man ihm Inkompetenz unterstellen könnte 😉

    • Am Ende kommst du natürlich immer auf verschiedenen Wegen zum Ziel. 🙂

      Hast du denn meine Argumente gelesen? Hast du dazu eine Meinung? Und hatte der Fotograf denn auch Argumente gegen die Zeitautomatik, die seine Aussage untermauern? Dann her damit!

      Ich bin gespannt! 🙂

  9. Roland Klecker

    Der Fotograf war ich.
    Wenn Du wirklich darauf gespannt bist dann erlaube ich mir eine Gegenrede 😉
    Die wird dann aber wirklich ausführlich und ich nehme mir gerne die Zeit dafür.
    Liebe Grüße,
    Roland Klecker

    • Hallo Roland,

      du musst mich nicht um Erlaubnis fragen, um einen auch kritischen Kommentar zu schreiben. 🙂

      Mir ist völlig klar, dass es Menschen auf diesem Planeten gibt, die das anders sehen und andere Automaten bevorzugen. Viele Wege führen zu guten Fotos.
      Ich empfehle es so in meinen Fotokursen und arbeite auch selbst danach.

      Dann schreib mal, bin gespannt… 🙂

      der Karsten

  10. Christian Hamburger

    Also, ich habe ja die Lumix dmc FZ200, wo ist da die Zeitauzomatik, Karsten? Mit der Bedienungsanleidung hast Du recht: Ende, Anfang und von vorne …

    • Schau mal von oben auf deine Kamera. Da gibt es diesen dicken Einstellknopf rechts vom Sucher. Da stehen so Buchstaben wie P, A, S und M drauf. Außerdem Piktogramme der Dame mit Hut, des Sportlers, der Berg und das Blümchen.
      Die Einstellung “A” ist die Zeitautomatik! 🙂

  11. Hans Mager

    Vielen Dank für die Infos,
    früher habe ich meist P benutzt schätze aber heute mehr den A Modus und wenn es schwierig wird stelle ich eine höhere ISO ein ist bei den heutigen Kameras nicht so problematisch. Allerdings bekomme ich doch z.T. Ausschuss weil die Belichtungszeit dan nicht schnell genug war und da wechsle ich dann auch mal in den S-Modus

    • Geht. Alternativ bleibst du in A und stellst einfach ISO noch höher ein. Fertig! 🙂

  12. Hallo Karsten, auch ich nutze überwiegend die Zeitautomatik, um mir zu viele Einstellungen zu merken und am Ende wieder festzustellen, dass man wieder eine Kleinigkeit vergessen hat. Nebenbei setze ich im Sommer bei Sportveranstaltungen auch gerne die Blendenautomatik ein, da ich das Gefühl habe, dass meine Kamera mir nicht die optimalen kurzen Belichtungszeiten auswählt. Aber da habe ich eben an solchen Tagen meinen Weg gefunden.
    Wenn es die Zeit erlaubt, nutze ich auch mal den manuellen Modus. Mit zwei vorhandenen Einstellrädern, kann ich schon sehr schnell und komfortabel meine Einstellunhen wählen.
    Jetzt bin ich wieder gespannt auf die Fortsetzung.
    LG Mathias

    • Ja, so kann man auch arbeiten. Es kommt ja nur darauf an, ein gutes Foto zu machen. Wie du da hinkommst … .-)

  13. Marcus

    Sehr interessant, allerdings kapiere ich noch nicht den Zusammenhang mit der Zeitautomatik und sich schnell bewegenden Objekten die man einfrieren will.
    Wie weiß die Kamera das sie das sich schnell bewegende Objekt jetzt einfrieren soll wenn ich den Auslöser drücke? Allein durch die Fokussierung? Muss in so einer Situation der Autofokus nicht auf “Objektverfolgung” umgeschalten werden?

    Gruß Marcus

    • Für kurze Belichtungszeiten brauchst du zusätzliches ein höheres ISO.Nur, weil ich hier die Zeitautomatik empfehle, heißt das ja noch lange nicht, dass es nicht noch weitere Dinge an deiner Kamera einzustellen gibt. 😉
      Ja, deinen AF auf kontinuierlich zu stellen, ist bei allen bewegten Motiven eine gute Idee! 🙂

  14. Marcus

    Vielen Dank Karsten. Dann muss ich nur drandenken den AF auch umzustellen wenn es zu so einer Situation kommt 🙂

    Gruß Marcus

    • Ja, den Kopf musst du schon dabeihaben und anmachen zum Fotografieren – zumindest wenn es gut werden soll. 😉

  15. Ursula Gorgels

    Hallo Karsten,

    ich fürchte hab folgende Aussage nicht verstanden.

    In einer Sekunde wechselst du von Porträt auf Makro, von Landschaft auf Sport. Zack! Einfach so.

    Wie nehme ich den Wechsel von Portrait auf Makro und von Landschaft auf Sport vor?
    Ich vermute durch die Wahl der Blende – und mit dem Zusammenhang von Blende und Schärfentiefe hat es sicher auch zu tun.

    Nach dem Lesen der Kommentare spielt wohl auch die Veränderung des ISO-Wertes eine Rolle – zumindest bei kurzen Belichtungszeiten wie bei “eingefrorenen” Bewegungen siehe den Beitrag von Markus vom 15.05.17 und folgende.

    Kannst Du mir auf die Sprünge helfen?

    Im Voraus schon mal vielen Dank

    Grüße
    Ursel

    • Du bist auf der richtigen Fährte: Die Blende legt die Schärfentiefe, aber auch die Menge des einfallenden Lichts fest. Damit machst du den ersten Schritt, die Kamera für verschiedene Genres einzustellen.

      Weil es am meisten Spaß macht, es selsbt heraus zu finden, denk nach: Wenn du in der Zeitautomatik nur die Blende einstellst und die Kamera den Rest macht, was musst du dann in den verschiedenen Genres als nächsten Schritt tun, um die Kamera darauf einzustellen? Und in welchen Genres ist eine bestimmte Belichtungszeit besonders wichtig? Und wie beeinflusst der ISO-Wert die Belichtungszeiten??

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