Fotografieren trotz Corona, Aufgabe Tag 35: “Verwischerwind”

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Bei einem anständigen Sturm sorgt ein Graufilter für schöne Verwischungen.
Über die Aktion Fotografieren gegen Corona-Panik
Während in der Corona-Krise das soziale Leben in Deutschland weitestgehend zum Ruhen kommt, möchte ich mit dieser Aktion etwas gegen die Langeweile und Vereinsamung tun. Außerdem kannst du deine fotografischen Skills ausbauen und so nach der Krise besser fotografieren, als vorher.
Schau dir bitte dieses Video an, in dem ich die Aktion näher erkläre.
Wenn dich die weiteren Aufgaben interessieren, findest du sie alle hier in dieser Übersicht.

Die Aufgabe am Tag 35: “Verwischerwind”

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Zurzeit pfeift uns ein gehöriger Wind um die Ohren. Warum fotografieren wir ihn dann nicht mal, und zwar mit einer langen Belichtungszeit?

Also such dir einen Baum, Strauch, eine Fahne oder irgendwas, was durch den Wind kräftig bewegt wird. Im Idealfall fotografierst du im Schatten oder in der Dämmerung. Ziehe unbedingt auch einen Teil des Motivs mit ins Bild ein, der sich nicht bewegt. So wird der Unterschied zwischen scharfen und bewegten Teilen des Motivs besonders deutlich.

Dann stelle den niedrigsten ISO-Wert ein, den die Kamera bietet und nutze die maximale Blende für deinen Sensor und zack – wird das verwischt, was sich bewegt. 🙂

Damit alle unbeweglichen Teile des Motivs schön scharf werden, willst du vom Stativ arbeiten. Wenn vorhanden, kannst du auch gerne einen Graufilter einsetzen.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Feedback zu den eingereichten Fotos

In einem Feedback-Webinar habe ich die eingereichten Fotos besprochen, Verbesserungspotential aufgezeigt oder Gelungenes gelobt. Genau so, wie ich es auch mit deinen Fotos in der Inspiclass mache.

Außerdem habe ich über die erfolgreiche Scharfstellung, Belichtung, Perspektive, den Einsatz der Brennweite und alle anderen, relevanten Themen gesprochen bis hin zur Bildbearbeitung. All das zusammen ergibt die Themen, die wirklich wichtig in der Fotografie sind.

Hier ist die Aufzeichnung:

86 Kommentare

  1. Fotografieren trotz Corona, Aufgabe Tag 35:

    “Verwischerwind”

    Leider erst spät nach Hause gekommen, daher ist es ein Schattenriss geworden. Und der Wind war auch nur mässig…

    Olympus OM-D E-M5 Mark II M.Zuiko 40-150 2.8 Pro + MC-20 @ 140 (=280) mm F22 1/1,5 ISO 100 Sättigung +2, mit Stativ und Fernauslöser

    • Da ich mit obigem Bild nicht wirklich zufrieden bin noch ein ähnliches, zur Aufgabenstellung passendes Foto aus dem Archiv, auch wenn hier nicht der Wind schuld an der Bewegung ist 🙂

      Olympus OM-D E-M5 Mark II M.Zuiko 12-40 2.8 Pro @ 21 (=42) mm F4,5 1/10 ISO 200

  2. Ich habe extra eine “Fahne” auf die Terrasse gehängt und jetzt sind sogar auch die Sträucher im Hintergrund “vom Winde verweht”.
    Hat wieder Spaß gemacht und großen Dank an Deine Ideen und die Mühe!

  3. Hallo Karsten,
    gestern noch schnell an die frische Luft und dieses Foto gemacht
    Viele Grüße
    Renate Jagdmann

    • Hallo Karsten,
      hier noch ein 2. Bild, wo man die “Windunschärfe”
      besser erkennen kann.
      Ich habe die Fotos mit einem anderen Programm hochgeladen und sehe nicht, ob die Kameradaten auch dabei sind.
      Grüße
      Renate Jagdmann

  4. Hallo Karsten,
    vielen Dank für die tolle Serie in den letzten Wochen! Verfolge deine Beiträge und Videos regelmäßig.
    Heute bin ich auch zum ersten Mal mit ein paar Fotos dabei.
    Canon EOS 600D , ohne Graufilter und Stativ.
    Liebe Grüße
    Mareike

  5. Das ist mehr oder weniger der 1. Versuch vom Balkon weg. Ich habe es unbearbeitet belassen, weil ich erst mal nur wissen möchte, ob es einigermaßen der Vorgabe entspricht? Ich habe auf den Baum vorne in der Mitte scharf gestellt und ich meine, in den Baumgipfeln und am weißen Strauch unten rechts eine Unschärfe zu erkennen.

    • Witziges Foto! Es sieht aus, als hättest du jemanden bestellt, der den Baum mal ordentlich durchschüttelt. Gut gelungen!

  6. beim Spaziergang, Kamera auf das Geländer des Weges gelegt, ISO 64, F22, 1/5 Sek
    Der Ast in der Mitte und oben wackeln.

  7. Im Moment ist bei uns in der Schweiz nicht so viel Wind.
    Habe gerade noch ein laues Lüftchen im Garten erwischt.
    Die Drehskulpturen sind leider zu viel abgeschnitten.
    Mal sehen ob es am Wochenende mehr windet.

  8. Windräder gibt es bei uns eine Menge, einen See vor der Haustür und in den letzten Tagen viel Wind. Das sind die Zutaten für meine Aufnahmen.

  9. Ich hab’s mit nem Kreisel und einer Gitarrensaite probiert.. geht auch, wenn grad kein Wind weht 🙂
    155 mm / KB: 232 mm; ISO 100; f16; 1/4s (für den Kreisel)

  10. “Verwischerwind” – Ausblick über die Dächer

    Vom Wind gezauste Baumwipfel
    F 8.0, ISO 100, 1/25 s, 460 mm, Graufilter ND4, Stativ.

    Japanische Blütenkirsche
    F 8.0, ISO 100, 1/30 s, 600 mm, Graufilter ND4, Stativ.

  11. Etwas kitschig sorry ;D Als endlich der Wind aufkam, hatte ich Nachbars Fahne im Visier. Leider gab der Wind gleich wieder nach, so musste es schnell gehen und ohne Stativ.

    f 22 1/15 s ISO 100

  12. Hierfür musste der ungeliebte Fußballnachbar dran glauben (obwohl der echte Nachbar – dem die Fahne gehört – ganz in Ordnung ist).

  13. Am letzten Sonntag hat’s plötzlich ziemlich gepustet in unserem Garten, und ich habe versucht, die Spuren des Winds festzuhalten

    … im Ahornbaum mit hellen Reflexionen auf den Blättern …..

  14. … und in der Palme. Hier musste ich ziemlich Kontrast reingeben, damit man das Zittern der Palmblätter sehen kann

  15. Sind nicht grad die tollsten Motive, hatte ne Blockade im Kopf. Mir fielen nur diese Bäume ein, und dann war der Wind auch nicht soooo stark. Aber man sieht es glaube doch dass er durchpustet.
    links ISO 100, 42mm, f16, 0,4s
    rechts ISO 100, 28mm, f16, 0,4s

  16. Da konnte ich doch noch ein kleines Lüftchen abgreifen, wenn auch mit grauer Soße im oberen Bereich 🙂
    FZ1000 mit ND1000, 75mm, F8, ISO 80, 10”

  17. Mir ist ein LKW durchs Bild verwischt, mal was Anderes als soviele Astbilder.
    f/11, 0,5sec, 100mm Äquivalent. Statt Stativ musste ein Pfosten zum Anlehnen herhalten

    • mit der Nachbearbeitung rumgespielt: etwas dramatischer, ovale und engere Vignette, Sonnenstrahlen und Himmel ausgewechselt. ist Geschmacksache, ich experimentiere aber gerne

      • Danke Karsten für die Verbesserungsvorschläge. Habe diese wie folgt umgesetzt: die weißen Flächen im Wasser und vor allem am LKW hochgezogen. Den roten “Ralleystreifen” des LKW betont, ich finde, das macht einen schönen Komplementärfarbenkontrast zum Dunkelgrün.
        Pforzheim an der Enz ist als Goldstadt bekannt (Schmuckindustrie) und deshalb liegen da vergoldete Steine im Flußbett. Diese habe ich nun auch erkennbar hervorgehoben.

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